Titelaufnahme

Titel
Starker Rücken gegen schwache Haltung - eine empirische Erhebung im Setting Volksschule
Weitere Titel
Strong back against weak posture - an empirical survey in an elementary school setting
AutorInnenZant, Julia
GutachterLuschin, Simone
Erschienen2013
Datum der AbgabeMai 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die Bachelorarbeit 1 trägt den Titel „Starker Rücken gegen schwache Haltung – eine empirische Erhebung im Setting Volksschule“. Es wird die Wichtigkeit einer Integration eines Rückenschule-Programms in den Stundenplan im Rahmen des Schulsports, zur Wissensvermittlung und Erarbeitung einer korrekten, physiologischen Sitzhaltung der Kinder, aufgezeigt. Durch die Einbindung von Haltungs- und Körperwahrnehmungsschulung als physiotherapeutische Maßnahme sollen die Volksschüler zu einer physiologischen Sitzhaltung und „rückenfreundlichem“ Verhalten sowohl in der Schule als auch im Alltag motiviert werden, um somit frühzeitigen Haltungsschäden wirksam vorzubeugen.

Der Schwerpunkt der Bachelorarbeit 1 ist die Formulierung und Untersuchung der zentralen Forschungsfrage, die wie folgt lautet: „Welchen Einfluss hat Rückenschule als physiotherapeutische Maßnahme im Rahmen des Schulsports auf die Körperwahrnehmung der Kinder zur Verbesserung der Haltung im Sitz einer vierten Klasse Volksschule in Niederösterreich?“

Um in die Thematik der empirischen Arbeit einzuführen, sind Definitionen der wichtigsten Begriffe wie „Prävention“ und „Gesundheitsförderung“, der „Unterschied von Prävention und Gesundheitsförderung“ sowie „Wahrnehmungsförderung“ und „Körperbewusstsein“ notwendig.

Im Vordergrund der empirischen Arbeit steht die Literaturrecherche, um die formulierten Hypothesen mit signifikanten Studien zu belegen und um den aktuellen Forschungsstand zum Thema zusammenzufassen. Hierzu werden drei aussagekräftige Studien aus den Datenbanken Pubmed und PEDro herangezogen, die beweisen, dass eine Integration einer Rückenschule innerhalb des Schulturnens als präventive, physiotherapeutische Maßnahme sehr sinnvoll und wichtig ist. Laut einer Studie verfügten Kinder der Interventionsgruppe, die während zwei Schuljahren an einem Rückenschule-Programm in der Volksschule teilgenommen hatten, über ein besseres Wissen einer korrekten Haltung im Vergleich zu den Kindern der Kontrollgruppe, die keine Rückenschule durchlaufen haben und stattdessen regulären Unterricht hatten. (vgl. Geldhof E, Cardon G, et al. Back posture education in elementary schoolchildren: stability of two-year intervention effects. Eura Medicophys 2007;43:369-379.http://www.minervamedica.it/. Accessed October 15, 2012.). In einer weiteren Studie wird den Lehrer/innen eine bedeutende Rolle zugeschrieben, da ihre Aufgabe darin besteht, die im Rückenschule-Programm erlernten Übungen in den Schulalltag zu integrieren. (vgl. Cardon G, Geldhof E, et al. Back education in elementary schoolchildren: the effects of adding an activity promotion program to a back care program. Eur Spine J. 2007 January; 16(1): 125-133. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2198887/. Accessed November 24, 2012.). In der dritten Studie wurde der Fokus auf drei bestimmende Faktoren für rückengerechtes Verhalten, nämlich die Ausdauer der Rumpfmuskulatur, die Ausdauer der Beinmuskulatur und die Wirbelsäulenkrümmung gelegt und dadurch eine signifikante Körperhaltungsverbesserung erzielt. (vgl. Geldhof E, Cardon G, et al. Effects of back posture education on elementary schoolchildren’s back function. Eur Spine J. 2007; 16:829-839. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2200723/pdf/586_2006_Article_199.pdf Accessed December 02, 2012:2-8.).

Im Hauptteil der Bachelorarbeit 1 werden die Konzeptionierung der Methodik und die theoretischen Inhalte der empirischen Untersuchungen in einer niederösterreichischen Volksschule erläutert. Hierbei handelt es sich um eine quantitative Fall-Kontroll-Studie mit einer Stichprobe von n=14 Schülern, deren Status im Sitz zu Beginn und am Ende der Intervention mittels einer Foto-Analyse nach der Neutral-Null-Methode gemessen wird. Im Rahmen eines Theorie-Workshops für die gesamte Klasse werden die Anatomie und Funktion der Wirbelsäule sowie theoretische Inhalte zur Körperwahrnehmung erklärt, um eine korrekte, physiologische Sitzhaltung zu erarbeiten. Anschließend an den Workshop, werden die Schüler zufällig in eine Interventionsgruppe (n=7) und eine Kontrollgruppe (n=7) eingeteilt. Die Kinder der Kontrollgruppe werden fünf reguläre Turnstunden mit ihrer Klassenlehrerin absolvieren, während die Schüler der Interventionsgruppe fünf Einheiten Rückenschule durch die Therapeutin innerhalb des Schulturnens erhalten werden, um das theoretische Wissen praktisch umzusetzen.

Am Ende der Bachelorarbeit 1 wird ein kurzer Ausblick auf die Bachelorarbeit 2 gegeben. Da die theoretische Grundlage der empirischen Untersuchungen innerhalb der Bachelorarbeit 1 gelegt wurde, konnte bereits mit der Durchführung der Studie begonnen werden. Genauere Erklärungen zu den Interventionen in der Volksschule werden in der Bachelorarbeit 2 folgen. Auch die Darstellung der Ergebnisse der empirischen Untersuchung sowie die Beantwortung der zentralen Forschungsfrage und Hypothesenbewertung werden in der Bachelorarbeit 2 detailliert beschrieben werden.

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