Titelaufnahme

Titel
Evaluierung Dünnschichtzytologie approbierter Systeme im Vergleich zum konventionellen Abstrich im Bereich gynäkologische Zytologie
Weitere Titel
Evaluation of approved systems for liquid based cytology in comparison to conventional papanicolaou smear applied in gynecological cytology
VerfasserGerner, Marlene Cosima
Erschienen2013
Datum der AbgabeJuni 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)ASC-US / Dünnschichtzytologie / Konventioneller Abstrich / Kostenvergleich / Zervixkarzinomscreening
Schlagwörter (EN)ASC-US / cervical cancer screening / conventional papanicolaou smear / cost evaluation / liquid based cytology
Zugriffsbeschränkung
 _
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema Zervixkarzinom und deren Screeningmethoden. In Österreich ist der konventionelle PAP Abstrich in der Praxis etabliert. Dieser weist einige Mängel, wie Zellüberlagerungen und einen unsauberen Hintergrund auf, welche die Beurteilung und damit auch die gewünschte Früherkennung einer möglichen Krebserkrankung erschweren können. Um die Methode zu verbessern, wurde die Dünnschichtzytologie entwickelt. Diese neue Methode weist einen längeren Verarbeitungsprozess auf, bei welchem die Zellen auf dem Abnahmeobjekt (Bürste, Spatel,…) nicht direkt auf den Objektträger ausgestrichen werden, wie in der konventionellen Methode, sondern in eine Fixierlösung gelangen. In der neuen Methode werden Schleim, Blut und Entzündungszellen durch die Fixierlösung, Filtersysteme und Zentrifugation, je nach Verarbeitungsmethode, verringert. Die am häufigsten eingesetzten Dünnschichtzytologie - Systeme sind: ThinPrep® Pap Test™, MonoPrep Pap Test und SurePath™ Pap Test. Die Ergebnisse der Dünnschichtzytologie sind kontroversiell. Durch den enormen Kostenunterschied müsste die Dünnschichtzytologie im Ergebnis eine deutliche Überlegenheit zeigen. Dies wird zwar in manchen Studien berichtet, doch lässt sich keine eindeutige Verbesserung erkennen. Ein deutlicher Vorteil der Dünnschichtzytologie besteht darin, dass mehrere Präparate aus der Flüssigkeit erstellbar sind und dadurch Zusatzuntersuchungen, wie eine HPV Typisierung, direkt durchführbar sind, ohne dass die Frau ein weiteres Mal zur Abstrichentnahme erscheinen müsste. Im Vergleich zur konventionellen Methode wäre das ein eindeutiger Komfort für die Frau. Zudem ergibt sich dadurch in manchen Ländern wie den Niederlanden eine Kostenersparnis, da hier im Vergleich zu Österreich die Abstrichentnahme selbst schon sehr teuer ist.

Wie in einer koreanischen Studie nachgewiesen wurde, besteht ein weiterer Vorteil der Dünnschichtzytologie in der Detektion von atypischen Plattenepithelzellen (ASC-US). Hier wurde dargestellt, dass reaktive Zellen, welche im konventionellen Abstrich als solche erkannt wurden, in der korrespondierenden Dünnschichtzytologie als ASC-US erkannt werden. Dies ist aufgrund der besseren Darstellung des Zellkernes in der LBC. Daher sind ASC-US laut dieser Studie in der LBC besser detektierbar. Diese Arbeit zeigt, dass die Dünnschichtzytologie dem konventionellen Abstrich in einigen Punkten überlegen ist. Die deutlich höheren Kosten der Dünnschichtzytologie, im Vergleich zum konventionellen PAP Abstrich in Österreich, scheinen ihren Einsatz unter den gegebenen Bedingungen zu limitieren, beziehungsweise zu verzögern. Die Hypothesen dieser Bachelorarbeit müssen in weiteren Studien noch belegt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with cervical carcinomas and corresponding screening methods. The conventional Papanicolaou smear is used in Austria, but this approach has issues associated with, for example, overlapping cells or dirty backgrounds. These can make the evaluation somewhat difficult, with inevitable impacts for early detection of cancer. A liquid-based cytology approach was therefore developed as an alternative. This new method requires longer processing. The removed cells are not smeared directly on a slide (as in the conventional method), but are first placed in a fixing solution: red blood cells, mucus and inflammatory cells are then removed to varying degrees through the fixing solution, filtering and centrifugation. The most commonly-applied commercial tests of this nature are ThinPrep® Pap Test™, MonoPrep Pap Test and SurePath™ Pap Test. The results using liquid-based cytology are, however, not significantly better than those from conventional Papanicolaou smears, despite the far higher costs incurred by the former. One benefit of the new method is that more slides can be prepared from the fixing solution. Additional tests such as for HPV, for example, can be completed using further samples from the solution: women don’t have to visit the gynecologist again to provide more cells for follow-up tests. Where the cost of smears is relatively expensive, such as in the Netherlands, the liquid-based cytology approach in combination with an HPV test is cheaper than using the conventional method with a follow-up HPV test. This is not the case in Austria, because the screening and smear collection process is relatively inexpensive.

A second benefit of the new method is in the potential detection of atypical squamous cells of undetermined significance (ASC-US). A Korean study showed that cells identified as reactive cells using conventional Papanicolaou smears were sometimes more correctly identified as ASC-US using liquid-based cytology, thanks to the better imaging possibilities for cell nuclei. This work demonstrates that the liquid-based cytology approach may in some cases be better than the conventional Papanicolaou smear. However, the big difference in costs makes a switch to the new method unlikely in the short to medium-term given current circumstances. The hypotheses of this study have to be established in following studies.