Titelaufnahme

Titel
Nachweis von DNA-Veränderungen als prognostischprädiktive Marker beim Mammakarzinom
Weitere Titel
Detection of DNA alterations as prognostic predictive marker of breast cancer
AutorInnenHämmerle, Ida
Erschienen2013
Datum der AbgabeJuni 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Brustkrebs (Mammakarzinom) / somatische Mutationen / PIK3CA / PI3K / Biomarker / allel-spezifische PCR / Trastuzumab / Sensitivität / Spezifität
Schlagwörter (EN)breast cancer / somatic mutations / PIK3CA / PI3K / biomarker / allele-specific PCR / trastuzumab / sensitivity / specificity
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Brustkrebs (Mammakarzinom) ist die häufigste Krebserkrankung von Frauen in Österreich. Durch eine frühe Krebserkennung und verbesserte Therapieführung ist die Mortalitätsrate seit etwa einem Jahrzehnt leicht rückläufig.

Unterschiede bestehen jedoch bei der Prognose und dem Therapieansprechen. Bedingt durch die individuelle Variabilität der Gene entstehen große Differenzen bezüglich der Reaktion auf die Therapiemethoden und dem Verlauf der Erkrankung. Biomarker, die einen prognostisch und prädiktiven Vorhersagewert haben gewinnen zunehmend an Bedeutung. Die meisten publizierten Biomarker gelten jedoch, bis auf Ausnahmen, als unsicher und werden in der klinischen Praxis kaum angewendet.

Ein Schlüsselmolekül des cancerogenen Signaltransduktionsweg PI3K-Akt-mTOR ist das PI3K Protein. Dessen katalytische Domäne wird vom Gen PIK3CA kodiert. In über 40% aller Brustkrebsfälle treten aktivierende Mutationen im PIK3CA Gen auf. Diese können das Ansprechen auf eine Therapie und die Prognose signifikant beeinflussen. Ein Beispiel für den negativen Einfluss dieser Mutationen ist die Resistenzentwicklung gegen Trastuzumab, welches den HER2 Rezeptor blockiert. Dadurch kann diese genetische Alteration als Biomarker verwendet werden um eine alternative Therapiemethoden mit verbessertem Nutzen einzusetzen.

Der Nachweis dieser somatischen Mutation erfolgt in der Regel anhand von Gewebeproben. Krebszellen können jedoch durch Apoptose oder Nekrose ihren Zellinhalt und somit auch ihre DNA in die Blutbahn abgeben. Aus Tumorzellen stammende Nukleinsäuren können in geringen Mengen mittels sensitiver Nachweismethoden auch im Blutplasma nachgewiesen werden. Der Nachweis von somatischen Mutationen aus dem Plasma könnte deswegen eine Alternative zu den sonst nur durch einen invasiven Eingriff erhältlichen Gewebeproben darstellen.

Die folgende Bachelorarbeit beschäftigt sich mit dem Nachweis von somatischen Mutationen des PIK3CA Gens aus Gewebeproben und Plasma mittels real time PCR Methoden anhand einer Kohorte von 60 Brustkrebspatientinnen. Hierbei sollen Sensitivität und Spezifität der Nachweismethode ermittelt werden. Zudem soll erhoben

werden, inwieweit somatische Mutationen des PIK3CA Gens die Prognose und das Therapieansprechen des Mammakarzinoms beeinflussen.

Zusammenfassung (Englisch)

Breast cancer is the most frequent type of cancer of women in Austria. Due to the early detection and improved cancer therapy management, the mortality rate has declined slightly over the past decade.

However, there are differences in the prognosis and the response to therapy. Owing to the individual variability of the genes it emerges large differences regarding of the reaction of the therapy methods and the disease run. Prognostic and predictive biomarkers that have a predictive value are becoming increasingly important. Nevertheless, most published biomarkers, with a few exceptions, are considered to be unsafe and are in clinical practice hardly applied.

A central molecule of the carcinogenic pathway of PI3K-Akt-mTOR is the PI3K protein. Its catalytic domain is encoded by the PIK3CA gene. In more than 40% of all cases of breast cancer cases occur activating mutations in the PIK3CA gene.

These may influence the response to treatment and the prognosis significantly. An example of the negative effect of this mutation is the development of resistance to trastuzumab, which blocks the HER2 receptor. Through this knowledge, this genetic alteration can be used as a biomarker to employ alternative therapy methods with an improved benefit.

In general, the detection of these somatic mutations is made by a tissue sample. However, induced by apoptosis or necrosis cancer cells may eject their content, including the DNA, into the bloodstream. Nucleic acid, limited to tumor cells, in small amounts can be detected by use of sensitive methods also in blood plasma. Therefore, the detection of somatic mutations using blood plasma may be an alternative to the usually invasive procedure to get the tissue samples.

The following bachelor thesis deals with the detection of somatic mutations of the PIK3CA gene out of tissue samples and blood plasma by the use of realð time PCR methods based on a cohort of 60 breast cancer patients. The sensitivity and specificity of the method are going to be determined. Moreover, data will be collected to what extent somatic mutations of the PIK3CA gene influence the prognosis and the therapy response of breast cancer.

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