Titelaufnahme

Titel
Genetik der Zöliakie
Weitere Titel
Genetics in Celiac Disease
AutorInnenMichenthaler, Romana
Erschienen2013
Datum der AbgabeJuni 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Zöliakie / Genetik / HLA / HLA-DQ / GWAS
Schlagwörter (EN)Celiac Disease / Genetics / HLA / HLA-DQ / GWAs
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Zöliakie ist eine glutensensitive Enteropathie, der eine Reihe komplexer genetischer Vorgänge zugrunde liegt. Die klinischen Verlaufsformen und das Manifestationsalter variieren. Nach den Symptomen und dem Grad der Dünndarmschleimhautschädigung können die symptomatische, die asymptomatische und die atypische Zöliakie unterschieden werden. Welche Mechanismen dafür verantwortlich sind, ist noch nicht vollständig erforscht. Eine wichtige Rolle in der Pathogenese der Krankheit spielen die angeborene und die erworbene Immunantwort. Gluten wird über die Nahrung aufgenommen und in Peptide gespalten. Diese Peptide können die Epithelschicht der Dünndarmschleimhaut passieren und werden auf Antigenpräsentierenden Zellen (APC) über die Moleküle der Humanen Leukozyten Antigene (HLA) exprimiert. Dies führt zu einer T-Zell Aktivierung, und anschließenden Produktion von Interferon γ (INFγ) und Matrix Metalloproteinasen (MMPs). Die Folge ist eine Schädigung der Dünndarmschleimhaut. 90-95% der ZöliakiepatientInnen sind positiv für HLA-DQ2 und 5-10% sind positiv für HLA-DQ8. Ebenso gibt es weitere non-HLA Gene, die eine Rolle in der Entstehung der Zöliakie spielen könnten. Mittels Genome Wide Association Studies (GWAS) werden laufend neue Gene ermittelt, die mit Zöliakie assoziiert sind.

Eine gluten freie Diät hilft zwar, die Symptome zu lindern, jedoch muss diese lebenslang eingehalten werden. Da Gluten in sehr vielen Lebensmitteln vorkommt und oft auch in Lebensmitteln, in denen es nicht enthalten sein sollte, versteckt ist, ist es nicht immer einfach, sich strikt an die Diät zu halten. Daher ist es wichtig, auf diesem Gebiet weiter zu forschen, um neue Ansätze für Therapien zu finden.

Zusammenfassung (Englisch)

Celiac disease (CD) is a glutensensitive enteropathy, with a complex genetic mechanism. The clinical progressions and the age of onset vary. According to the symptoms and the grade of mucosal damage CD is divided in symptomatic, asymptomatic and atypical CD. The underlying process is not entirely explored. The innate and the adaptive immune system play an important role in the pathogenesis of the disease. Gluten is ingested through food and is catabolized in peptides. The peptides manage to cross the epithelial barrier and bind to antigen presenting cells (APC) on human leukocyte antigen (HLA) heterodimers. This leads to T-cell activation and subsequently production of interferon γ (IFNγ) and matrix metallo proteases (MMPs). Mucosal damage is the consequence. 90-95% of the patients are positive for HLA-DQ2 and 5-10% are positive for HLA-DQ8. There are also non-HLA genes, which act in the origin of the disease. Via Genome Wide Association Studies (GWAS) new genes, which are associated with CD, are currently detected.

A lifelong gluten-free diet helps to relieve the symptoms. Since many groceries contain gluten, sometimes hidden in groceries it shouldn’t be in, this diet it is not always easy for patients. Therefore it is necessary to do more research on celiac disease to find new approaches for therapies.

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