Titelaufnahme

Titel
Pflegerisches Case Management anhand der ambulanten Versorgung depressiver alter Menschen
Weitere Titel
NURSE-LED CASE MANAGEMENT ON THE EXAMPLE OF AMBULATORY CARE OF DEPRESSED ELDERLY
VerfasserMauerhofer, Lukas
GutachterAlder, Andrea
Erschienen2013
Datum der AbgabeJuni 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)"Pflege Case Management“ / „Depression im Alter“ / „Gerontopsychiatrie Pflege “ / „Gerontologie“
Schlagwörter (EN)Care late life depression / Primary care depression / Nurse led case management / Case Management
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die Depression stellt die häufigste psychiatrische Störung bei alten Menschen dar. Jedoch bleibt sie oft unbehandelt, unversorgt und ist verantwortlich für eine intensivere Nutzung der Gesundheitsversorgung. Aufgrund der physischen Komorbidäten, Bagatellisierung der Symptome und Schnittstellenproblematik wird nicht auf die im Vordergrund stehenden Bedürfnisse eingegangen.

Ein verheißungsvolles Modell, welches bei der Lösung dieser Problematik helfen könnte, ist die ambulante Versorgung mittels Case Management.

Ziel der Arbeit ist es durch Synthese von aktueller wissenschaftlicher Literatur, die Aufgaben zu beschreiben, welche notwendig sind, um ein pflegerisches Case Management beim depressiven, alten Menschen erfolgreich anzuwenden

Für eine effektive und effiziente Betreuung ist ein ganzheitlicher Case Management Ansatz notwendig. Dazu zählt das Durchlaufen aller Schritte des Case Management Regelkreises. Dort wählt die Pflegeperson geeignete Klientinnen/Klienten aus, plant gemeinsam mit ihnen die Versorgung, verhandelt mit Gesundheitsdiensten sowie Kostenträgern, führt Schulungen mit informellen Helfe-rinnen/Helfern durch und ist mit psychosozialen Begleitung der Klientin/des Klienten konfrontiert.

Dazu sind spezielle Kompetenzen von Seiten der Pflegeperson einzubringen. Sowohl rechtliche, betriebswirtschaftliche und administrative Kenntnisse sind gefordert, als auch ein breites Wissen über körperliche Erkrankungen. Gestützt wird der ganze Prozess durch hinreichende Kommunikationsfähigkeiten.

Dies wirft die Frage auf, ob eine allgemeine diplomierte Pflegeperson dem überhaupt gewachsen ist und eine akademische Weiterbildung notwendig ist.

Zusammenfassung (Englisch)

Depression is the most common psychiatric disorder from which elderly people suffer. However, it often stays undiscovered and untreated and therefore leads to a higher utilization of the public health care sector. Due to additional diseases, downplaying of the symptoms and interface problems the real needs are not covered.

A promising concept which could solve this problem is the outpatient treatment through Case Management.

Aim of this paper is to show which tasks have to be conducted to apply this concept successfully to the depressive, elderly people. This is done by the conver-gence of latest scientific work.

To guarantee an effective and efficient treatment all aspects of Case Managements have to be taken into account and therefore the whole control loop of Case Management has to be processed. Thus the nursing person chooses the clients, plans the care with them together, negotiates with health suppliers and health in-surers, provides training for the informal helpers and is responsible for the psychiatric counseling of the client.

To manage this, special skills are needed. Legal, business and management knowledge is required as of course a wide knowledge of physic diseases. The process is supported by good communication skills.

The mentioned points raise the question, if a nurse can handle this process or if an additional academic training is necessary.