Titelaufnahme

Titel
STERBEN UND TOD ALS TEIL DES LEBENS – : Die Rolle der Pflege als einfühlsame Begleitung und als selbstbewusste Stimme in ethischen Fragen
Weitere Titel
DYING AND DEATH AS A FRAGMENT OF LIFE – The nurses role as an empathetic companion and as a self-confident voice in ethical questions
VerfasserReitsamer, Anna-Theresa
GutachterBeichler, Helmut
Erschienen2013
Datum der AbgabeJuni 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)„Leben UND Sterben“ / „Leben UND Tod“ / „Sterben UND Tod“ / „Ethik UND Sterben“ / „Ethikkomitees Österreich“ / „Pflegeethik“ / „Sterbebegleitung“ / „Sterbehilfe“ / „transkulturelle Pflege“
Schlagwörter (EN)„life AND death“ / „end of life“ / „dying AND death“ / „ethic AND dying“ / und „ethic AND nurse AND death“
Zugriffsbeschränkung
 _
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Auf Grund medizinischer Forschung, neuester technischer Mittel und intensivmedizinischer sowie intensivpflegerischer Behandlung werden Sterben und Tod in der heutigen Zeit immer mehr aus unserem Alltag und unserer Wahrnehmung verdrängt. Gesundheit, Jugend und Schönheit werden heute eine zentrale Rolle in unserem Leben zugeschrieben und ihre Idealisierung hat zu einer Tabuisierung der Themen Sterben und Tod geführt. Menschen erleben ihre letzten Stunden nicht mehr wie früher zu Hause, in gewohnter Umgebung und im Kreise der Familie, sondern sterben häufig in Institutionen wie zum Beispiel Krankenhäusern oder Alten- und Pflegeheimen. Daraus hat sich der Begriff des „institutionalisierten Sterbens“ entwickelt, mit welchem viele PatientInnen negative Gefühle wie Hilflosigkeit, Autonomieverlust, Isolation und Vereinsamung assoziieren. Die Rolle der Pflegeperson besteht darin, diese Ängste zu erkennen, auf sie zu reagieren und ihnen mit ihrem erlernten Wissen und ihren Kompetenzen entgegenzuwirken sowie die nötige Schmerztherapie, in Zusammenarbeit mit dem interdisziplinären Team, zu gewährleisten. Moderne, kulturübergreifende Methoden der Pflege unterstützen dabei eine auf die individuelle Persönlichkeit der einzelnen PatientInnen abgestimmte Betreuung. Auch die primäre Angst der PatientInnen vor unkontrollierbaren Schmerzen hat neue Fragen aufgeworfen und Entwicklungen ins Rollen gebracht. Seit 2006 existiert in Österreich die Möglichkeit zur Erstellung einer PatientInnenverfügung und europaweit werden immer wieder die Themen Beihilfe zum Suizid und aktive Sterbehilfe heftig diskutiert.

Zusammenfassung (Englisch)

Once death was the people’s daily companion. Thanks to medical research, the latest modern techniques, intensive medicine and intensive care, death became less important in our fast world. Nowadays youth, health and beauty are of great importance to our lives and have caused a tabooization of dying and death. Today people mostly die in institutions as hospitals and nursing homes instead of dying at home in a familiar surrounding among their families. This leads to the expression of “institutional dying” with which people mostly associate negative feelings as helplessness, loss of autonomy and social isolation. The duty of nursing staff is to identify those feelings, to react to and to counter them as well as to guarantee an efficient pain treatment in cooperation with the interdisciplinary team. Modern cross-cultural nursing methods hear by support special care for each individual person. The fear of pain has caused new questions and is the reason for the development of new movements, such as the implementation of a patient’s provision, which is permitted in Austria since 2006, or the discussion about assisted suicide or active euthanasia throughout Europe.