Titelaufnahme

Titel
Das Intensivtagebuch - Instrument zur Prävention und Betreuung von PatientInnen mit posttraumatischem Belastungssyndrom
Weitere Titel
The intensive care diary as a tool to prevent and take care of patients with post-traumatic stress disorder
VerfasserSinger, Carina Isabella Sandra
GutachterAusterer, Astrid
Erschienen2013
Datum der AbgabeJuni 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)posttraumatisches Belastungssyndrom / posttraumatisches Stresssyndrom / Intensivpflege / Intensivtagebuch
Schlagwörter (EN)posttraumatic stressdisorder / posttramatic disorder-related syndrom / intensive nursing care / intensive care diary
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Durch die ständigen Erneuerungen und Weiterentwicklungen in der Medizin, überleben immer mehr Menschen Unfälle oder Krankheiten, die jedoch einen Aufenthalt auf einer Intensivstation erfordern.

Durch Sedierungen wird das Bewusstsein von PatientInnen stark eingeschränkt, was dazu führt, dass viele medizinische oder pflegerische Interventionen nur unterbewusst wahrgenommen werden.

Laut Studien leiden knapp zwei Drittel der PatientInnen, die einen Aufenthalt auf einer Intensivstation überlebten, an der posttraumatischen Belastungsstörung, die sich durch Symptome wie Ängste, Schlafschwierigkeiten bis zu Depressionen und Selbstmordgedanken kennzeichnet.

Dieses psychische Problem erfordert meist eine langwierige psychologische Betreuung, die möglicherweise mit einer psychopharmakologischen Therapie einhergeht.

Um diesem vorzubeugen, wurde ein Konzept entwickelt, das diesem Syndrom entgegenwirkt beziehungsweise betroffenen PatientInnen hilft, das Erlebte zu verarbeiten – das Intensivtagebuch.

In dieses Tagebuch werden alle Beobachtungen, Empfindungen und durchgeführten Maßnahmen von Pflegepersonen, aber auch anderen Gesundheitsberufsgruppen und Angehörigen eingetragen, damit betroffene PatientInnen nach Entlassung von der Intensivstation nachlesen und rekonstruieren können, was in dieser Zeit geschehen ist.

Professionelle Pflegepersonen müssen themenspezifisch geschult werden, um dieses Konzept in die Praxis zu implementieren.

Es wäre wichtig, das Konzept Intensivtagebuch auch in allen Teilen Österreichs in den Pflegealltag zu integrieren, da bis heute schon große Erfolge in anderen europäischen Ländern (Schweden, Norwegen, Deutschland, etc.) erzielt werden konnten.

Zusammenfassung (Englisch)

Due to constant innovations and advancements in medicine, more and more people survive accidents or illnesses, but these require a stay in an intisive care unit.

By sedation awareness of patients is very limited, which leads to mandy medical or nursing interventions are only perceived subconsciously.

According to studies suffer nearly two-thirds of the patients who survive a stay on an intensive care unit, at the post-traumatic stress disorder, which is characterized by symptoms such as anxiety, difficulty sleeping up to depression an suicidal thoughts.

This psychological problem usually requires a lengthy psychological support that may be associated with a psychopharmacological therapy.

To prevent this problem, a concept was developed that counteracts this syndrome or patients concerned helps tp process the experience, named intensive care diary.

In this diary, all observations, feelings and actions untertaken by nurses, but also other health professionals and members registered to read affected patients after discharge from the intensive care unit and can reconstruct what has happened at that time.

Professional nurses must be trained to specific topics in ordert to implement this concept into practice.

It would be important to integrate the concept of intensive diary in Austria in the everyday care, because until today already great success in other European countries (Sweden, Norway, Germany, etc.) could be achieved.