Titelaufnahme

Titel
Mit einem Bein im Leben stehen - Die besondere Herausforderung an die Pflege nach Amputation der unteren Extremität im klinischen Bereich
Weitere Titel
Standing on one leg in everyday life - Challenges for the carer of lower limb amputees in clinical settings
VerfasserNeuhauser, Iris
GutachterBeichler, Helmut
Erschienen2013
Datum der AbgabeSeptember 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Amputation / Amputation der unteren Extremität / Pflege bei Amputation / Versorgung Amputationsstumpf / Erleben Amputation / Psychische Befindlichkeit Amputation
Schlagwörter (EN)Amputation / Lower limb amputation / Care of limb amputees / Nourishment amputation stump / Experience amputation / Mental affectivity amputation
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Eine Amputation der unteren Extremität bedeutet für Betroffene einen massiven Einschnitt in ihr bisher gewohntes Leben. Dieser Einschnitt umfasst nicht nur eine veränderte Situation der körperlichen Integrität und Mobilität, sondern auch eine Einschränkung im Sozialleben der Betroffenen.

Einen wesentlichen Unterschied in der Betreuung von Beinamputierten stellt die Amputationsindikation dar. Eine Amputation kann sowohl als therapeutische Maßnahme geplant werden, so wie zum Beispiel bei einer arteriellen Verschlusskrankheit als auch unerwartet nach einem Trauma zur Erhaltung der Lebensfunktionen notwendig sein.

Welche Besonderheiten sich durch diese Tatsache für den Umgang im beruflichen Alltag von Gesundheits- und Krankpenpfleger ergeben, soll in der folgenden Literaturarbeit dargestellt werden.

Insbesondere soll auf die korrekte pflegerische Versorgung des Amputationsstumpfes und die Bedeutung sowie das Erleben einer Amputation für Betroffene eingegangen werden. Die dritte Forschungsfrage beschäftigt sich mit den Möglichkeiten der psychosozialen Betreuung nach Amputationen, welche sich dem Pflegepersonal bieten.

Die Analyse der aktuellen Fachliteratur zeigt, dass vor allem im klinischen Bereich die Vermeidung von Komplikationen, wie etwa Nachblutungen, oberste Priorität hat. Um eine positive Prothesenanpassung und somit eine verbesserte Integration des veränderten Körperbildes zu erreichen muss weiters auf eine besondere Stumpfhygiene und Wickelung geachtet werden.

Betroffene bewältigen die Situation häufig indem sie sich, oft mittels sehr langwierigen Prozessen, "damit abfinden".

Zusammenfassung (Englisch)

For those affected, a lower limb amputation always amounts to a massive incision in their daily habits. Not only does this cut comprise a changed body integrity and mobility, but also restrictions to their social life.

The medical indication constitutes a major difference in the care of lower limb amputees. A planned intervention - for example in the case of artery occlusive disease - may be a possible indication for an amputation as well as life-saving emergency measures after severe traumas.

The aim of the following thesis is to represent specific challenges for nurses dealing with lower limb amputees in their everyday professional life.

In particular, correct nursing treatment of the amputation stump and the significance of this radical experience to the amputee shall be elaborated. The third research question is concerned with the possibilities of psychosocial care after amputations, which nurses can implement in their daily work.

An analysis of the current professional literature demonstrates that, especially in clinical situations, the prevention of complications such as post operative bleeding is first priority. A perfectly fitting prosthesis leads to an improved integration of the changed body image. To achieve such a positive prosthetic fitting, special attention must be paid to stump hygiene and bandaging.

The people affected often cope with these difficult circumstances by making "the best of it" and - through a long, complex process of accommodation - "accepting" their new situation.