Titelaufnahme

Titel
Genitale Humane Papilloma Virusinfektion (HPV) bei Frauen- Folgeerkrankungen und pflegerische Aspekte
Weitere Titel
Genital Human Papilloma Virus Infection (HPV) in Women- Resulting Diseases and Nursing Aspects
VerfasserReinthaller, Nikolaus
Betreuer / BetreuerinPotzmann, Elisabeth
Erschienen2013
Datum der AbgabeSeptember 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Genitale Humane Papilloma Virusinfektion (HPV) / Cervikale Intraepitheliale Neoplasien / Konisation / Zervixkarzinom / Strahlentherapie / Chemotherapie / Pflegerische Aspekte
Schlagwörter (EN)Genital Human Virus Infection (HPV) / Oncogenic cell transformation / Screening programs / Cervical Carcinoma / Radiation Therapy / Chemo Therapy / Nursing Aspects
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

HPV ist ein DNA Virus, das im Wesentlichen über Geschlechtsverkehr übertragen wird. 90-95% der Infektionen verlaufen asymptomatisch ohne Folgeerkrankung. Bei den verbleibenden 5-10% der betroffenen Frauen kommt es zu einer Viruspersistenz und in der Folge zu einer kanzerogenen Mutation. Das häufigste HPV assoziierte Karzinom ist das Zervix oder Gebärmutterhalskarzinom. Wichtig ist die Früherkennung von Vorstufen im Rahmen von Screeningprogrammen um notwendige therapeutische Interventionen einleiten zu können. Mittlerweile werden präventiv zwei verschiedene Impfstoffe angeboten, die vor einer Infektion mit den wichtigsten HP Viren schützen. Bei der Therapie des Zervixkarzinoms gibt es generell zwei Möglichkeiten, einerseits die kombinierte Strahlen und Chemotherapie, andererseits die Gebärmutterentfernung mit den regionären Lymphknoten. Diese Tatsache stellt für jüngere Patientinnen bei noch nicht abgeschlossener Familienplanung ein zentrales Problem dar. Bei diesen Therapieformen ist von pflegerischer Seite besonders auf die Intim und Wundpflege, sowie auf strahlentherapiebedingte Nebenwirkungen wie Hautirritationen, Blasen und Mastdarmentzündungen, zu achten. Die psychoonkologische Gesprächstherapie in Bezug auf Fertilität bei Kinderwunsch, Sexualität und soziales Verhalten sind für Betroffene von größter Bedeutung. Die HPV Infektion stellt auch in Österreich auf Grund ihrer hohen Prävalenz, den möglichen Folgeerkrankungen und den damit verbundenen Therapien und dem Pflegeaufwand ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar. Prävention durch Impfung und Früherkennung durch Screening sollten daher einen hohen gesundheits- politischen Stellenwert haben.

Zusammenfassung (Englisch)

HPV is a DNA virus which is mainly transmitted by sexual intercourse. In 90-95% the course oft the infection is asymptomatic without any resulting diseases. 5-10% oft the infected women cannot clear the virus and the persistent infection leads to oncogenic cell transformation. The most frequent HPV associated cancer is cervical cancer. Screening programs can detect preinvasive lesions and induce therapeutic action to avoid invasive cancer. To date there are two vaccines available, which can prevent infection with the most important HPV types. There are two therapeutic strategies to treat invasive cervical cancer. The first is surgical removal oft the uterus and regional lymph nodes, the second is concomitant chemo- and radiation therapy. This fact is a major problem for young patients where fertility is still an issue. Important nursing aspects after surgery are wound and genital nursing. After radiation therapy nursing must concentrate on specific toxcicities like skin irritation, bladder and bowel inflammation. Psycho-oncological care and counselling in regard to fertility when fertility preservation is wanted, to sexual life after treatment and social activities are of utmost importance. The high prevalence of HPV infections, possible resulting diseases and following therapies and nursing interventions represent a relevant health risk. Prevention by vaccination and early detection by screening are therefore important aspects in health care of the general population.