Titelaufnahme

Titel
"Geht´s dir gut, geht´s uns allen gut!" - Gesundheit und Lebensqualität Angehöriger psychisch erkrankter Menschen
Weitere Titel
"If you feel good, we all feel good!" - Health and quality of life of relatives of mentally ill people
VerfasserMayerhofer-Sebera, Simona
Betreuer / BetreuerinKolland, Franz
Erschienen2013
Datum der AbgabeJuni 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Angehörige / psychische Erkrankung / Gesundheit / Lebensqualität
Schlagwörter (EN)relatives / mental illness / health / quality of life
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Durch die Psychiatriereformen der letzten Jahrzehnte und dem Trend zur sogenannten „Drehtürpsychiatrie“ kommt es zu kürzeren Krankenhausaufenthalten, die eher der Stabilisierung der PatientInnen dienen. Angehörige werden somit mehr in die Pflicht genommen. Ein Großteil der psychisch erkrankten Personen wird von ihren Eltern, Kindern oder (Ehe-) PartnerInnen betreut bzw. versorgt. Vorherrschende Symptome der unterschiedlichen Erkrankungen und dadurch entstehende Dynamiken und Problemlagen in der Beziehung beeinflussen die gesundheitliche Situation und die Lebensqualität der Angehörigen. Außerdem durchziehen emotionale Belastungen und Gefühlslagen, wie Scham, Schock, Stigmatisierung und Schuld, jeden Bereich des Lebens. Angehörige von der Schuld an einer Erkrankung frei zu sprechen, gehört mittlerweile zum Methodenrepertoire von SozialarbeiterInnen und ÄrztInnen. Trotzdem besteht weiterhin Nachholbedarf in der Aufklärung und Betreuung von schwer belasteten Angehörigen, welche ihr eigenes Wohlbefinden über das der erkrankten Person definieren und sich somit abhängig machen. Das Erforschen der unterschiedlichen Problemlagen und der bereits bestehenden Unterstützungssystemen wird als Grundstein für die Implementierung adäquater Angebote in der sozialarbeiterischen Praxis gesehen.

Zusammenfassung (Englisch)

Psychiatry reforms of recent decades and the trend towards so-called "revolving door psychiatry" lead to shorter hospital stays, which simply try to stabilise the patient. Their relatives, therefore, take on more responsibilities. A large proportion of mentally ill people are supervised and cared for by their parents, children or partners. Predominant symptoms of different diseases and resulting dynamics and problems in the relationship affect the health status and quality of life of family members. They also go through strain and emotions, such as shame, shock, stigma and guilt, which affect every part of their life. Taking the blame for a disease off of the family members is now part of the methods repertoire of social workers and doctors. Nevertheless, there is still catching up to do in the education and support of heavily burdened relatives, who define their own well-being above that of the sick person and therefore make themselves dependent. Exploring the different problems and the existing support systems is seen as a foundation for the implementation of appropriate offers in the social work practice.