Titelaufnahme

Titel
Die Wiener Charta - Ein Normierungsprojekt?
Weitere Titel
The Wiener Charta- A project of normalization?
VerfasserMeixner, Sarah
GutachterDiebäcker, Marc
Erschienen2013
Datum der AbgabeJuni 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Partizipation / Normalität und Abweichung / Wiener Charta / Gouvernementalität / Normalisierung
Schlagwörter (EN)Participation / Normality and Deviance / Wiener Charta / Governmentality / Normalization
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

"Die Wiener Charta - ein Normierungsprojekt?"

In unserer Arbeit gehen wir der Frage nach, wie durch das Partizipationsprojekt „Wiener Charta“ Mehr- und Minderheitenverhältnisse konstituiert werden. Die Wiener Charta wurde von der Stadt Wien initiiert und soll durch Gespräche und den daraus gefilterten Ergebnissen eine Übereinkunft ergeben, anhand derer Bürger_innen besser und friedlicher miteinander leben sollen.

Unsere These, verbunden mit Theorien zur Gouvernementalität und Partizipation, lautet, dass durch Partizipationsprozesse wie der Wiener Charta Normen, die bereits bestanden haben, verfestigt beziehungsweise bewusst gemacht werden. Erst durch dieses Bewusstwerden der Normen wird klar, welches Verhalten sich im Bereich des Normalen bewegt und welches davon abweicht. Abweichung kann erst entstehen durch die Konstruktion beziehungsweise Definition eines sozialen Problems. Erst durch die Etikettierung eines Verhaltens als „normal“ oder „abweichend“ kann es zur Ausgrenzung von Personengruppen kommen. Auch in den von uns ausgewerteten Protokollen der Wiener Charta lag der Schwerpunkt auf gewünschtem Verhalten, wodurch Normen gefestigt wurden. Dabei spielt das Subjekt, das sich selbst und die anderen kontrollieren soll, eine große Rolle und kann im Zusammenhang der gouvernementalen Steuerung gesehen werden. Im Schluss machen wir auf eine daraus resultierende Konstituierung von Mehr- und Minderheitenverhältnissen aufmerksam.

Zusammenfassung (Englisch)

„The Wiener Charta- a project of normalization? “

In our work we investigate the question, how relations of majorities and minorities are constituted through the participation project “Wiener Charta”. The Wiener Charta has been initiated by the city Vienna. Through the results of organised conversations an agreement should be created, offering guidance for a peaceful community life.

Our thesis, bonded to theories of governmentality and participation, is that norms, that have already existed, become firmly established through participation projects like the Wiener Charta. Only through the raising consciousness of these norms it’s possible to define which behaviour is said to be “normal” and which behaviour differs from the norm. Deviation can only be formed by the construction or rather definition of a social problem. The exclusion of groups results from the labelling of behaviour as “normal” or “deviate”.

In the reports of the Wiener Charta, which we analyzed for our work, norms have been strengthened because of the focus being set on desired behaviour. The subject, that should control it self and others, is playing an important part and can be seen in connection to governmental control. In the last part we point out the resulting constitution of majority and minority relations.