Titelaufnahme

Titel
Einen Wert durch Arbeit - Am Arbeitsmarkt nichts wert?
Weitere Titel
Value through labour - not valued on the labour market?
VerfasserStroj, Britta
Betreuer / BetreuerinKlawatsch-Treitl, Eva
Erschienen2015
Datum der AbgabeJanuar 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Lohnarbeit / Arbeitsmarktintegration / Arbeitsmarktpolitik / arbeitsmarktpolitische Projekte / Soziale Arbeit / Exklusion vom Arbeitsmarkt
Schlagwörter (EN)wage labor / labor market integration / labor market policy / labor market policy projects / social work / exclusion from the labor market
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

„Einen Wert durch Arbeit – Am Arbeitsmarkt nichts wert““

In dieser Arbeit beschäftigen wir uns mit der Perspektive von Sozialarbeiter_innen die in

Arbeitsmarktpolitischen Projekten (AMPs) tätig sind, in Verbindung mit dem Themenbereich

Lohnarbeit

Projekte

und Lohnarbeitszentrierung der Gesellschaft. Die Arbeitsmarktpolitischen

sind

Lösungsversuche

der

österreichischen

Arbeitsmarktpolitik,

dem

Arbeitsplatzmangel und den schwierigen Bedingungen am österreichischen Arbeitsmarkt zu

begegnen und die Arbeitsmarktintegration von arbeitsuchenden Menschen zu fördern.

Theoretisch verorten wir die AMPs, wie auch die Sozialarbeiter_innen und Klient_innen in

einer Lohnarbeitsgesellschaft. Im Konkreten wird sich diese Arbeit damit auseinandersetzen,

wie sich die zentrale Rolle von Lohnarbeit auf Klient_innen der Sozialen Arbeit auswirkt und

welche Anforderungen dadurch an die Klient_innen gestellt werden. Die Arbeit basiert auf

qualitativer Sozialforschung, die sich auf eine Inhaltsanalyse von ExpertInneninterviews und

Literaturrecherche konzentierte. Es wurden dreizehn Sozialarbeiter_innen die in AMPs tätig

sind interviewt. Die Interviews wurden danach mit der Auswertungsmethode von Meuser und

Nagel (2009) ausgearbeitet. Dafür wurde das Datenmaterial in vergleichbare thematische

Einheiten zu Kategorien geordnet und miteinander in Verbindung gesetzt. Ziel dieser Arbeit

ist es zu zeigen, wie sich die zentrale Rolle von Lohnarbeit auf die Haltung von

Sozialarbeiter_innen und ihre Wahrnehmung der Situation ihrer Klient_innen auswirkt. Es

wird anhand der Interviews aus Perspektive der Sozialarbeiter_innen gezeigt werden, dass

Lohnarbeit

zentrale

soziale

Funktionen

im

Leben

von

Menschen

(in

dieser

Lohnarbeitsgesellschaft) erfüllt, was dazu führt, dass das Feld der Lohnarbeit, nicht nur aus

Gründen der materiellen Existenz, sondern besonders auch aus solchen der Wertschätzung

und Anerkennung ein immer umkämpfteres Feld wird. Gleichzeitig können in der Perspektive

der Sozialarbeiter_innen die im arbeitsmarktpolitischen Kontext tätig sind, Tendenzen der

Individualisierung von Gründen der Arbeitslosigkeit erkannt werden. Dadurch kann

festgehalten werden, dass sich in den Haltungen der Sozialarbeiter_innen, eine Konformität

mit der aktuellen aktivierenden und individualisierenden Arbeitsmarktpolitik und den

Strategien der AMPs spiegelt, und dadurch wenig Raum für Reflexion, Reaktion und Aktion

betreffend einer Veränderung am Konzept der Lohnarbeit erkennbar ist. Die komplexe und

exkludierende Arbeitsmarktsituation wird dabei eher hingenommen als mit politischen

Lösungsmöglichkeiten in Verbindung gebracht.

Zusammenfassung (Englisch)

Abstract

“value through labour - not valued on the labour market?”

This thesis is about the perspectives and perceptions on (wage) labor of social worker in

social enterprises. We locate this social enterprise, its social worker and clients in the

theoretical framework of a labor centered society. These social enterprises are attempts to

solve the problems of the Austrian labor market politics that face the so called abolishment

and reduction of Jobs in a labor centered society. It will focus on the perceptions and

experiences of the social workers of conditions and requirements towards clients who are

looking for a job and which perceptions of labor and its role in society and in the clients’ life

are shown in their speaking. This thesis is based on empirical social research methods, in

particular semi-structured expert interview. For the interview ́s analysis the concept of

Meuser and Nagel (2009) was used to build relevant categories and structure the data based

on this categories. We will show that the interviewed social workers and their perceptions of

labor and their clients stay in the hegemonial discourse and handling of labor in labor centered

societies and show only very little reactions and reflections on the difficult conditions of the labor

market and the constant progress of reducing jobs.