Titelaufnahme

Titel
Mentale Bewegungsvorstellung : Eine ergänzende Maßnahme zur neurologischen Rehabilitation in der Ergotherapie?
Weitere Titel
Motor Imagery – An additional benefit to neurological rehabilitation?
VerfasserKohlfürst, Tanja
Betreuer / BetreuerinMessner-Gujon, Susanne
Erschienen2014
Datum der AbgabeMai 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Mentale Bewegungsvorstellung / Ergotherapie / Neurologie / Schlaganfall
Schlagwörter (EN)Motor imagery / Occupational therapy / Neurological disease / Stroke
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel: Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Fragestellung, ob mentale Bewegungsvorstellung einen positiven Effekt auf die Armmotorik sowie auf die Durchführung von Aktivitäten des täglichen Lebens (ADL), bei Personen mit einer neurologischen Erkrankung, hat.

Methode: Im Zeitraum von 14. - 25.3.2013 wurde in vier Datenbanken nach Studien gesucht. Eingeschlossen wurden ergotherapeutische Studien ab dem Jahr 2005, deren Teilnehmenden neurologische Diagnosen vorweisen. Ausgeschlossen wurden Kombinationen mit constrained induced therapy, Spiegeltherapie, Videotherapie und nicht zugängliche Volltexte.

Teilnehmende und Interventionen: In den Studien wurde hauptsächlich konventionelle Ergo- bzw. Physiotherapie mit zusätzlicher Bewegungsvorstellung mit rein konventioneller Therapie verglichen. Die Teilnehmenden waren großteils Schlaganfall-patienten bzw. -patientinnen.

Bewertungssystem: Die Studien wurden mit dem McMaster Formular bewertet. Der Review wurde anhand des Prisma State eingeschätzt.

Ergebnisse: Es wurden ein Review und drei Studien beschrieben, bewertet und verglichen. In dem Review werden vier randomized controlled tiral (RCT) angeführt. Die Studien sind heterogen und konnten daher nicht ident miteinander verglichen werden. Es werden zwei verschiedene Arten, mentale Bewegungsvorstellung anzuleiten, beschrieben. In fünf Studien wurde die mentale Bewegungsvorstellung durch tonbandgeführte Intervention und in zwei Studien durch die therapeutische Anleitung durchgeführt. Limitationen aller Studien waren eine geringe Anzahl an Teilnehmenden.

Schlussfolgerung: Fünf Studien berichten positive Effekte der mentalen Bewegungsvorstellung. Es ist anzunehmen, dass die mentale Bewegungsvorstellung positive Auswirkungen hat und als ergänzende Maßnahme eingesetzt werden kann. Vorwiegend werden die Auswirkungen jedoch im funktionellen Bereich der Hand- und Armmotorik beschrieben. Um zu beweisen, dass die mentale Bewegungsvorstellung auch ADL-Tätigkeiten verbessern kann, werden weitere Studien benötigt.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with the question if motor imagery can have positive effects for arm ability and for the performance of ADL after a neurological disease.

Method: I searched in four databases in march 2013. Additionally I hand-searched books for relevant background information in the library. Studies were included if they were published from an occupational therapist, or if the intervention was occupational therapy. Included were studies published after 2005 and the participants need to have a neurological disease. Exclusion criteria were Studies about combinations with constrained induced therapy, mirror therapy and video therapy. Also excluded were articles without full versions of the needed text.

Participants and intervention: Most studies compared conventional therapy (Occupational therapy and Physiotherapy) with conventional therapy combined with motor imagery. The most identified diagnose was stroke.

Rating: The studies were rated with McMaster form and the review with Prisma State.

Results: One review and three studies are described and rated in this paper. There are two techniques described to use motor imagery. Five studies used audiotape for intervention and in two studies a therapist applied the intervention. The small sample sizes described in all studies are seen as limitations.

Conclusion: Five studies identified significant improvements after intervention. There is evidence for the use of motor imagery. It could be an additional technique to conventional therapy. However, the benefits of motor imagery are prevalent identified in functional tasks. Further research need to be done to demonstrate if motor imagery has positive effects on ADL performance.