Bibliographic Metadata

Title
Auswirkungen des Kindergarteneinstiegs auf die Betätigungen von Kindern und deren Eltern
Additional Titles
Impacts of the transition to kindergarten on the occupations of children and their parents
AuthorHöhsl, Barbara
Thesis advisorRitschl, Valentin
Published2013
Date of SubmissionJune 2013
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Keywords (DE)Occupational transition / Kindergarteneinstieg
Keywords (EN)Occupational transition / Kindergarten
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Im Laufe des Lebens erlebt jeder Mensch Zeiten tiefgreifender Veränderungen, die vorhersehbar oder plötzlich auftreten. Diese wirken sich auf das Betätigungsrepertoire des Menschen aus und werden in der occupational science als occupational transitions beschrieben (Jonsson, 2011). Der Kindergarteneinstieg stellt eine der ersten vorher-sehbaren occupational transitions im Leben eines Menschen dar. Die vorliegende Studie beschäftigt sich mit den Betätigungsveränderungen von Kindern und deren Eltern durch den Kindergarteneinstieg.

Es wurde eine Fokusgruppe mit sechs Teilnehmern (Mütter und Väter) durchgeführt. Das Transkript der Fokusgruppe wurde mit Hilfe der qualitativen Inhaltsanalyse analysiert. Diese erfolgte in Anlehnung an Gläser und Laudel (2010).

Folgende Veränderungen der Betätigungen von Kindern und Eltern durch den Kinder-garteneinstieg werden aufgezeigt: Durch den Kindergarteneinstieg kommt es zu Veränderungen in der Durchführung von Betätigungen der Kinder. Sie erlernen neue Betätigungen, führen einige aber nur im Kindergarten durch. Einige Eltern beschreiben das Gefühl der Freiheit nach dem Kindergarteneinstieg. Der Großteil beschreibt das nach dem Kindergarteneinstieg auftretende Gefühl, möglichst viel tun zu müssen. Be¬tätigungen alleine mit dem Kind und gemeinsame kreative Betätigungen von Eltern und Kindern nehmen durch den Kindergarteneinstieg ab. Als herausfordernd beschreiben Teilnehmer den Trennungsschmerz, das Einstellen auf den vom Kindergarten vor¬gegebenen Tagesrhythmus, den Unterschied zwischen ersten und zweiten Kind, neue soziale Kontakte und die Zunahme von Krankheiten in der Familie. Unterstützend werden der Kontakt zu anderen Eltern und Kindergartenpädagogen und die Inanspruchnahme von Kinderbetreuung beschrieben.

Die occupational transition durch den Kindergarteneinstieg stellt für Kinder und Eltern eine Herausforderung dar. Es kommt zu zahlreichen Betätigungsveränderungen, die Ergotherapeuten beratend begleiten können.

Abstract (English)

Occupational transitions are fundamental changes in the occupations of a human being and occur throughout a whole lifetime (Jonsson, 2011). One of the first occupational transitions in life is the transition to kindergarten. The following study aims to describe the ongoing changes in occupations of children and parents due to the child’s transition to kindergarten

A focus group discussion with six participants (parents) was conducted. Data analyses were carried out using a qualitative analyses described by Gläser and Laudel (2010).

Several changes in occupations of children and parents due to the transition to kindergarten occur. Children change the way they conduct occupations. They begin to conduct new occupations. Some of them are just conducted in the kindergarten setting. Some parents describe a feeling of freedom following their children’s transition to kindergarten. Most participants have the feeling of having to execute as much as possible. Occupations conducted by children and parents by themselves and creative occupations become less. Participants describe coping with separation, the predetermined rhythm of everyday life, new social contacts, the difference between the transition of the first and the second child and increasing illnesses of family members as challenges. They experience getting in contact with other parents and caring people and child care supportive.

The occupational transition leads to changes in occupations of children and their parents and marks a challenging time. Occupational therapists can support parents and children during this occupational transition as advisory capacities.