Titelaufnahme

Titel
Der Alltag von Betroffenen mit Burnout beim Wiedereinstieg in die Arbeit nach einem Rehabilitationsaufenthalt
Weitere Titel
The everyday life of persons affected by burnout and their re-entry into employment after rehabilitation
VerfasserLampesberger, Bettina
Betreuer / BetreuerinMulzheim, Susanne
Erschienen2013
Datum der AbgabeJuni 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Alltagsbewältigung / Arbeitsbelastung / Burnout / Ergotherapie / Occupational Balance / OPM(A)
Schlagwörter (EN)Coping with everyday life / Work strain / Burnout / Occupational Therapy / Occupational Balance / OPM(A)
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die selbstständige Bewältigung des Alltags ist ein Kernthema der Ergotherapie. Bei Betroffenen mit Burnout ist die Bewältigung des Alltags in allen Lebensbereichen eingeschränkt. Der Übergang von einem mehrwöchigen Rehabilitationsaufenthalt in einen Alltag, der vom Wiedereinstieg in die Erwerbsarbeit geprägt ist, kann sich schwierig gestalten. Da derzeit in der ergotherapeutischen Praxis in Österreich keine Standards zur Therapie von Burnout existieren, befasst sich die folgende Bachelorarbeit mit der Erforschung des individuell erlebten Alltags von Betroffenen mit Burnout beim Wiedereinstieg in die Arbeit.

Im Rahmen einer qualitativen Forschung werden zwei betroffene Frauen unter Einsatz eines halbstrukturierten Leitfadens interviewt. Die Auswertung erfolgt angelehnt an das Konzept des Thematischen Kodierens nach Flick.

Die Ergebnisse der Forschung zeigen, dass sich der individuell erlebte Alltag beim Wiedereinstieg in die Arbeit schwierig, überfordernd und unausgeglichen in und zwischen den Handlungsrollen und Lebensbereichen, welche an das OPM(A) angelehnt sind, gestaltet. Die Occupational Balance wird durch die als zu hoch empfundene Arbeitsbelastung und die daraus resultierende Erschöpfung - zusätzlich zu anderen belastenden Faktoren - negativ beeinflusst. Der Wunsch nach einer nachhaltigen und kontinuierlichen externen professionellen Unterstützung zur Integration von erlernten Coping-Strategien in den Alltag wird ausgedrückt.

Von diesen Ergebnissen ausgehend werden einige Ansätze für die ergotherapeutische Praxis dargelegt, welche sich sowohl auf die Rolle der Ergotherapie in der Nachbetreuung und auf die weiterführende Therapie von Burnout, als auch auf die Prävention und auf eine ergotherapeutische Gesundheitsförderung beziehen.

Zusammenfassung (Englisch)

The core issue of occupational therapy is the independent coping with everyday life. Persons affected by burnout are limited in their ability to cope with everyday life in all its areas. The transition from a few weeks of rehabilitation back to everyday life with a focus on re-entry into employment can be difficult. Currently there are no standards for the treatment of burnout in occupational therapy practice in Austria.

The following research paper deals with the study of individually experienced everyday life of persons, who are affected by burnout while re-entering their job. Two women are interviewed with the help of a semi-structured, guided interview as part of a qualitative research. The data is analyzed referring to the concept of thematic coding by Flick.

Results of the research show that the individually experienced everyday life is difficult, overwhelming and unbalanced. This creates imbalance in and between the occupational roles and areas of life, which are based on the Occupational Performance Model (Australia). The Occupational Balance is negatively influenced by work strain, which is experienced as too much, and the resulting exhaustion in addition to other negative factors. The desire for a lasting and continuous external professional support for the integration of learned coping strategies in everyday life is expressed.

Derived from the results, some approaches to occupational therapy practice are presented, which refer both to the role of occupational therapy in the after-care and to follow-up treatment of burnout, as well as to prevention and to health promotion of occupational therapy.