Titelaufnahme

Titel
Wunschlos glücklich? : Ergotherapeutische Beratung von VolksschullehrerInnen
Weitere Titel
Perfectly happy? Occupational therapeutic consulting of elementary teachers
VerfasserRyback, Florian
GutachterRitschl, Valentin
Erschienen2013
Datum der AbgabeAugust 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Ergotherapie / Beratung / Lehrer / Volksschule
Schlagwörter (EN)Occupational Therapy / Consulting / Teacher / Elementary -school
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Beratung gewinnt innerhalb der Ergotherapie in der Pädiatrie immer mehr an Bedeutung (Sandler, 1997, S. 164). Zur Zielgruppe von Beratungsinterventionen sind neben den Eltern von Therapiekindern auch deren LehrerInnen zu zählen. Dennoch sind Studien zu den Bedürfnissen von PädagogInnen hinsichtlich ergotherapeutischer Beratung in Österreich rar.

Das Ziel dieser Arbeit ist, die Wünsche und Anliegen von VolksschulpädagogInnen bezüglich der Beratung durch ErgotherapeutInnen aufzuzeigen. Es soll beleuchtet werden, was aus der Sicht von VolksschulpädagogInnen eine gute Beratung ausmacht und welchen Beitrag ErgotherapeutInnen zur nachhaltigen Integration der Beratungsinhalte in den Schulalltag leisten können.

Zu diesem Zweck wurde eine Fokusgruppe mit fünf Volksschulpädagoginnen in Wien durchgeführt. Die in der Fokusgruppe ermittelten Daten wurden mittels qualitativer Inhaltsanalyse in Anlehnung an Mayring (2010) analysiert. Zusätzlich wurde eine Auswertung der zu diesem Thema vorhandenen wissenschaftlichen Literatur vorgenommen.

Den Hauptteil der Arbeit stellen die Ergebnisse aus der Fokusgruppe dar, welche sich im Wesentlichen mit der Literatur decken, aber auch neue Erkenntnisse bringen: PädagogInnen ist es ein Anliegen, auf derselben Ebene wie ErgotherapeutInnen zu stehen und als ExpertInnen ihres Fachbereichs anerkannt zu werden. Die Definition der jeweiligen Rolle ist hierbei wichtig. Weitere Wünsche beziehen sich zum Beispiel auf zeitliche Aspekte, wie etwa Kontaktzeitpunkt und -ausmaß, Beratungsdauer und Beratungsfrequenz. Die Schule als Beratungs- und Therapieort wird als den Kontakt fördernd erlebt und ermöglicht eine Verbindung zum unmittelbaren Schulalltag von PädagogInnen und Kindern.

Insgesamt zeigt sich, dass Beratung umso effektiver für die PädagogInnen und damit auch für deren SchülerInnen ist, je besser sie an deren individuellen Bedürfnisse im Schulalltag angepasst ist.

Zusammenfassung (Englisch)

Consultation in occupational therapy in pediatrics is gaining more and more importance (Sandler, 1997, S. 164). Target groups of consultation intervention are not just the parents of children in therapy but also their teachers. However, studies on the needs of educators in relation to consultation by occupational therapists are rare in Austria.

The goal of this thesis is to show the wishes and concerns of elementary school teachers regarding supervision by occupational therapists. It will explain what determines good consultation in the view of elementary school teachers and it will show what contribution occupational therapists can make to integrate information in their field, in every day school life sustainably.

To achieve this goal a focus group of five elementary school teachers in Vienna was conducted. The data determined by this focus group was analyzed using qualitative content analysis according to Mayring (2010). Additionally, an evaluation according to scientific literature was done.

The main part of the thesis shows the results of the focus group, which essentially correlate with the literature. They also show new findings. It is important for the teachers to be treated equally to the occupational therapists and to be recognized as an expert in their field. The definition of the different positions is very important in this case. Other wishes refer to timing, like the moment and extent of contact, the duration of consultation and the frequency. Using the school as a location for consultation and therapy was perceived as improving the relationship between the therapists and the teachers, and allows a connection to every day school life of teachers and children.

All in all, the thesis shows that the consultation is more effective for the teachers and also the children, if it takes the individual needs of every day school life into account.