Titelaufnahme

Titel
Betreuung gesunder Schwangerer bei Terminüberschreitung
Weitere Titel
Management of post date pragnancies of healthy women
AutorInnenBösch, Katharina
GutachterHaberfehlner, Anna
Erschienen2015
Datum der AbgabeJanuar 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Terminüberschreitung / gesunde Schwangere / Abwartendes Management / Einleitung
Schlagwörter (EN)post date pregnancy / low risk pregnancy / awaiting management / Induction of labour
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Eine Terminüberschreitung liegt bei einer Schwangerschaft im Zeitraum von 40+0 bis 41+6 Schwangerschaftswochen vor. 48% aller Schwangeren sind davon betroffen. Laut der gängigen Lehrmeinung besteht ab dem Geburtstermin eine Risikoschwangerschaft weil angenommen wird, dass die Wahrscheinlichkeit eines intrauterinen Fruchttodes durch Plazentainsuffizienz erhöht ist. Des Weiteren erhöhen sich die Risiken für Makrosomie sowie Mekoniumaspiration mit den jeweils assoziierten Folgen für die maternale Morbidität und die fetale Morbidität sowie Mortalität.

Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF, 2010) empfiehlt engmaschige Kontrollen per Ultraschall und eine Einleitung der Geburt sieben Tage nach dem Geburtstermin. Lehnt die Frau dies ab, sind Kontrollen durch Fruchtwassermessung und CTG vorgesehen.

Nach Literaturrecherche und dessen Bearbeitung kann gefolgert werden, dass die Risiken durch Terminübertragung nicht signifikant erhöht sind. Das Risiko einer Mekoniumaspiration ist bei Kindern die nach dem Geburtstermin geboren werden höher, jedoch nicht das Risiko eines Mekoniumaspirationssyndroms.

Daher kann bei gesichtertem Geburtstermin nach einer Kontrolle am Termin in der ersten Woche der Terminüberschreitung zugewartet werden. Von 41+1 bis 41+6 soll die Hebamme zwei Kontrolluntersuchung vornehmen und eine Messung der Fruchtwassermenge durch eine erfahrene UntersucherIn veranlassen. Steht diese Möglichkeit nicht zur Verfügung, ist eine CTG-Untersuchung angezeigt.

Zusammenfassung (Englisch)

Post date-pregnancy is defined as pregnancy between 40+0 and 41+6 gestational weeks. This regards 48% of all pregnancies. It seems to be common knowledge among midwives and obstetricians that post-date pregnancy is associated with intrauterine death caused by placental insufficiency. It is understood that the risk of makrosomia and meconium aspiration and associated consequences for maternal morbidity as well as fetal morbidity and mortality is increased.

A literature review shows that there is no evidence that pregnancies after estimated gestational date are at higher risk. Only the risk of meconium aspiration is increased, whereas the risk of meconium aspiration syndrome remains the same.

When the estimated date of delivery is confirmed and the midwife does an examination at the date of delivery, it is possible to wait another week. From 41+1 until 41+6 gestational weeks the midwife should do two control examinations and arrange a measurement of the amniotic fluid by an experienced examiner.

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