Titelaufnahme

Titel
Postmortale MRT von Feten aus Sicht der Radiologietechnologie
Weitere Titel
The radiographer's view on postmortem MRI of fetuses
VerfasserRogl, Thomas
Betreuer / BetreuerinUnterhumer, Gerold
Erschienen2013
Datum der AbgabeJuni 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)PM fetal MRT Pränatal-MRT - Ekel – wissenschaftliches vs. menschliches Interesse – Autopsie – Gedanken zu Autopsie – Obduktion – Ekel bei Autopsie
Schlagwörter (EN)PM MRI of the fetus - prenatal-MRI - disgust – Autopsy - necropsy
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

In den vergangenen 40 Jahren ist die Zahl der an verstorbenen Feten durchgeführten Autopsien sukzessive gesunken. Nicht nur um die Pränataldiagnostik vorantreiben zu können, sondern auch um den Eltern Gewissheit über die Todesursache ihres Kindes geben zu können, wird der Stellenwert der postmortem fetal MRT immer größer. Genauso relevant kann eine präzise Diagnose auch für die weitere Familienplanung sein, wenn man bedenkt, dass auch Erbkrankheiten oft der Grund für den Tod im Mutterleib sein können. Für Radiologietechnologinnen und Radiologietechnologen bedeutet das eine mögliche Herausforderung im Arbeitsalltag. Nicht jede oder jeder fühlt sich imstande, tote Feten im MRT zu untersuchen. Dafür gibt es verschiedene Ursachen, die für die Ablehnung oder den Zuspruch zur Durchführung solcher Untersuchungen veranlassen. Einer der denkbaren Faktoren für die Abneigung von Radiologietechnologinnen und Radiologietechnologen mit toten Feten zu arbeiten ist der Ekel. Aber auch Empfindungen wie Angst oder Unsicherheit können dabei eine große Rolle spielen. Auf der anderen Seite können wissenschaftliche und/oder menschliche Interessen ausschlaggebend sein, dass sich eine Radiologietechnologin oder ein Radiologietechnologe im Stande fühlt diese Aufgabe zu bewältigen. So hat die postmortale fetal MRT mittlerweile einen großen wissenschaftliche Bedeutung erlangt, bei deren Weiterentwicklung Radiologietechnologinnen und Radiologietechnologen viel Gutes bewirken können. Das menschliche Interesse, nämlich für die hinterbliebene Familie, ist bei der Suche nach der Todesursache ein genauso schwerwiegendes Motiv.

Anhand von sieben halbstrukturierten, schriftlich durchgeführten Kurzinterviews sollen die Empfindungen von angehenden Radiologietechnologinnen und Radiologietechnologen zu diesem Thema aufgezeigt werden. Die Kurzinterviews wurden mit Studenten des 6. Semesters am Bachelorstudiengang Radiologietechnologie der FH Campus Wien geführt. Um den erhobenen aktuellen Stand zu bestätigen oder zu widerlegen wurde zusätzlich ein Experteninterview mit einer in diesem Bereich anerkannten Radiologin abgehalten.

Zusammenfassung (Englisch)

In the past 40 years, the number of necropsies performed on fetuses has been continuously declining. The status of the postmortem fetal MRI is, however, enhancing, not only to push ahead prenatal diagnostics but to provide parents with the certainty about their child’s cause of death.

A precise diagnosis can be equally relevant concerning future family planning, given that genetic diseases are often the cause for prenatal death.

This poses one possible challenge for radiographers in their daily routine. However, not each of them is capable of examining dead fetuses in the MRI. Several, quite differentiating causes can apply to the rejection or the reception of performing these examinations. One possible factor for the radiographers’ refusal to work with dead fetuses is disgust. Emotions such as fear and insecurity could be of importance as well. Scientific and/or human interest could, on the other hand, be crucial for the radiographers being cable of taking on that task.

By now, postmortem fetal MRI has reached a level of great scientific importance, within the further development, radiographers could do great good.

The human interest in the bereaved family could thus be an equally essential motive in the quest for the cause of death.

On the basis of seven semi-structured short interviews, carried out in writing, the emotions of future radiographers concerning this topic should be revealed.

The short interviews were conducted with 6th semester - students of the Bachelor’s degree programme for Radiological technology at the FH Campus Wien.

In order to confirm or refute the collected, current status, one expert interview with one radiologist, who is appreciated in this field, has been performed.