Titelaufnahme

Titel
Multiples Myelom: Vergleich der Proteinexpression von Hautfibroblasten in Ko-Kultur mit der MM-Zelllinie RPMI8226 sowie behandelt mit IL-1ß.
Weitere Titel
Multiple Myeloma: Comparison of the protein expression of skin fibroblasts in co-culture with the MM cell line RPMI8226 as well as treated with IL-1ß.
VerfasserPfann, Nadine
GutachterWimmer, Helge
Erschienen2013
Datum der AbgabeJuni 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Basigin / Dexamethason / Laminin Subunit Alpha-4 / Markerprotein / Massenspektrometrie / Multiples Myelom / Osteopontin / Platelet-Derived Growth Factor Receptor Beta / Prolyl 4 Hydroxylase Subunit Alpha 1 / Proteinchemie / Signalwege
Schlagwörter (EN)Basigin / Dexamethasone / Laminin Subunit Alpha-4 / Marker proteins / Mass spectrometry / Multiple Myeloma / Osteopontin / Platelet-Derived Growth Factor Receptor Beta / Prolyl 4 Hydroxylase Subunit Alpha 1 / Proteomics / Pathways
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die Variabilität von Proteinen macht es möglich sowohl Unterschiede zwischen gesundem und erkranktem Gewebe zu erkennen als auch Biomarker für verschiedene Krankheiten zu definieren.

Um nicht wie bisher nur solche Tumormarker in die Diagnostik des Multiplen Myeloms einzuschließen, die sich auf die Tumorzellen beziehen, ist es sinnvoll die Tumor-Stroma-Interaktionen in die Untersuchungen miteinzubeziehen. Diese Interaktionen beeinflussen Wachstum, Migration und Überleben der Plasmazellen und zeigen sich oftmals durch die Expression unterschiedlicher Proteine. Wünschenswert wäre der Nachweis dieser Interaktionen und somit des Wachstums des Multiplen Myeloms anhand definierter Markerproteine.

In dieser empirischen Arbeit wurden Zellkulturmodelle, wie Fibroblasten als Kontrolle, Fibroblasten mit Myelomzellen oder mit peripheren mononukleären Blutzellen sowohl unbehandelt als auch mit Dexamethason allein oder als Kombination mit Dexamethason und IL-1β behandelt und kultiviert. Nach dem in-gel- beziehungsweise in-solution-Verdau wurden die aus den Zellfraktionen und dem Sekretom gewonnenen Peptide mittels Massenspektrometrie ausgewertet. Danach erfolgte die Quantifizierung mit dem Software-Paket MaxQuant.

Die Hypothese bezüglich der vier beobachteten Proteine hat sich leider nicht bestätigt, da sich kein signifikanter Unterschied zwischen den Ko-Kulturen mit Myelomezellen beziehungsweise einer entzündlichen Reaktion nach Aktivierung mit IL-1ß gezeigt hat. Nachweisbar war eine stark inflammatorische Reaktion der Hautfibroblasten bei Interaktion mit Myelomzellen. Für einen realistischen Vergleich dieser Reaktion mit dem Geschehen in Patient/Innen wäre ein erneuter Versuch mit einer Knochenmarksfibroblasten-Zelllinie wünschenswert.

Zusammenfassung (Englisch)

The variability of proteins makes it possible to detect differences between healthy and diseased tissue and to define biomarkers for various diseases.

Not only to include those tumor markers in the diagnosis of multiple myeloma, which relate to the tumor cells, it is useful to involve the tumor-stroma interactions in the investigations. These interactions affect growth, migration and survival of plasma cells and often appear through the expression of different proteins. The detection of these interactions and thus the growth of multiple myeloma based on defined marker proteins would be desirable.

In this empirical work, cell culture models, such as fibroblast as a control, as well as fibroblasts together with myeloma cells or peripheral blood mononuclear cells were cultured either untreated or treated with dexamethasone alone as well as in combination with IL-1β. After in-gel- or in-solution digestion, the peptides derived from the cell fractions and the secretome were analyzed by mass spectrometry followed by quantification with the software-package MaxQuant.

The hypothesis regarding the observed four proteins could not be confirmed since there was no significant difference between the co-cultures with Myelomacells or an inflammatory reaction after activation with IL-1ß. Detectable was a strong inflammatory reaction of the skin fibroblasts interacting with myeloma cells. For a realistic comparison of this reaction with the events in the patient a new attempt with a bone marrow fibroblast cell line would be desirable.