Titelaufnahme

Titel
Identifizierung und Differenzierung endometritisassoziierter Enterobakterien beim Rind
Weitere Titel
Identifizierung und Differenzierung endometritisassoziierter Enterobakterien beim Rind
VerfasserWelser, Bettina
Betreuer / BetreuerinBauer-Mitlinger, Susanne
Erschienen2013
Datum der AbgabeJuni 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die zweite Bachelorarbeit befasst sich mit der Identifizierung und Differenzierung von Enterobakterien, insbesondere Escherichia coli, die aus dem Uterus der Kuh isoliert wurden. Von diesen Keimen ist bekannt, dass sie an einer Endometritiserkrankung beteiligt sind. In einer ähnlichen Studie aus Großbritannien von Sheldon et al. (2010) wurden bereits einige Stämme von E. coli als mögliche Auslöser einer intrauterinen Infektion beschrieben. In dieser Arbeit wurden für die Probenentnahmen im Vergleich zu Sheldon, frühere Zeitpunkte nach der Kalbung gewählt (Tag der Kalbung, 3., 9., 15. und 21. Tag post partum), wobei das Augenmerk vor allem auf der Frühphase der Infektion liegt, da bekannt ist, dass der postpartale Reinigungsprozess sich vor allem in den ersten Wochen nach der Geburt abspielt. Die Proben wurden mit phänotypischen und genotypischen Methoden auf E. coli und andere Enterobakterien hin untersucht. Die Hintergründe, Ursachen und Folgen der Endometritis werden in der Einleitung erörtert. Zusätzlich wird ein Rückblick auf die erste Bachelorarbeit gegeben um verständlicher zu machen, warum E. coli eine wichtige Rolle bei einer Endometritiserkrankung spielt.

Anschließend wird das Prinzip und die Durchführung der Analysemethoden (Fourier-Transform-Infrarot-Spektroskopie, speziesspezifische Polymerase-Ketten-Reaktion und Multiplex Polymerase Ketten-Reaktion) und die vorhergehenden physiologischen Tests (KOH-Test, Katalase-Test, SIM-Agar, Laktose-Agar, Glukose-Agar, Oxidase-Test und McConkey-Agar) zur Identifizierung von Enterobakterien insbesondere E. coli beschrieben. Das Ziel dieser Forschungsarbeit ist es, die drei Forschungsfragen „Welche Enterobakterien spielen bei bakteriellen uterinen Infektionen eine Rolle?“, „In wievielen Fällen ist E. coli hauptverantwortlich für eine Endometritis“ und „Welche phylogenetischen Gruppen von E. coli lassen sich unter Rücksichtnahme klinisch relevanter Aspekte und unterschiedlicher Probenzeitpunkte differenzieren?“ zu beantworten.

In Folge werden die Ergebnisse dieser Studie ausgewertet, interpretiert und die Forschungsfragen beantwortet. Es konnte festgestellt werden, dass E. coli in keinem signifikanten Zusammenhang mit der klinischen Endometritis der Kuh steht. Es zeigte sich jedoch, dass am Tag 3 die meisten E. coli positiven Proben vorhanden waren und die Anzahl der Infektionen mit den weiteren Tagen abnahmen. Ein weiterer Trend zeigte, dass E. coli Isolate der phylogenetischen Gruppe B1 am häufigsten isoliert wurden, und die Gruppe B2 am seltensten vorkam. Es geht hervor, dass diese Studie mit einer höheren Stichprobenanzahl durchgeführt werden müsste, um eventuell einen signifikanten Zusammenhang herstellen zu können.

Zusammenfassung (Englisch)

This second thesis is about the identification and differentiation of enterobacteria, especially Escherichia coli, which have been isolated from the uterus of cattle. It is well known that enterobacteria are associated with endometritis. A British study from Sheldon et al. (2010) showed that some strains of E. coli could cause an intrauterine infection. It is suggested that the infection is a dynamic effect, so it is important to observe the whole period of the infection. In contrast to the study from Sheldon et al., samples have been collected at different dates (day of calving, day 3, day 9, day 15 and day 21 post partum). Special interest has been taken in the first phase of the infection, because the uterine clearance post partum happens in the first weeks. Samples have been analyzed for E. coli and enterobacteria using genotypic and phenotypic methods. Background, causes and consequences of endometritis are discussed in the introduction. Additionally a review is given to explain the important role of E. coli in endometritis.

Furthermore the principle and procedure of the analytical methods (Fourier-transform Infrared Spectroscopy, Species-specific Polymerase Chain Reaction, Multiplex Polymerase Chain Reaction) and the mandatory physiological tests (KOH-test, catalase test, SIM-agar, lactose-agar, glucose-agar, oxidase-test and McConkey-agar) to identify enterobacteria, especially E. coli, is explained. The aim of this thesis is to answer the following research questions: “Which specific strains of enterobacteria are responsible for a bacterial uterine infection?”, “In how many cases is E. coli responsible for an endometritis?” and “which phylogenetic group of E. coli can be identified and what is the situation at the different collecting points?

At the end, results are matched, interpreted and the questions above are answered. The conclusion of this study is that E. coli has no significant association to the clinical manifestation of endometritis of the cattle. A trend showed the phylogenetic group B1 has the highest and the group B2 the lowest incidence. Further studys should be planned with a higher grab sample to make a more precise statement about the associations between E. coli and endometritis.