Titelaufnahme

Titel
Dehnen zur Reduktion von Spastik bei SchlaganfallpatientInnen. Eine systematische Literaturrecherche
Weitere Titel
Stretching to reduce spasticity in stroke patients. A systematic literature research
AutorInnenBatitsch, Anna
GutachterGreisberger, Andrea
Erschienen2013
Datum der AbgabeJuni 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Schlaganfall / Insult / Spastik / Hypertonus / Dehnen
Schlagwörter (EN)Stroke / Cerebrovascular accident / Spasticity / Hypertonia / Stretching
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund und Ziel: Der Schlaganfall ist weltweit die zweithäufigste Todesursache und die häufigste Ursache für eine schwere Behinderung im Erwachsenenalter. Die Wahrscheinlichkeit, in Folge eines Schlaganfalls Spastik zu entwickeln, liegt laut Sommerfeld et al. nach drei Monaten bei 19% und nach achtzehn Monaten bei 20%.

Spastik beeinflusst die Aktivitäten des täglichen Lebens und erschwert Betroffenen den Alltag. Artikuläre Schmerzen, Kontrakturen, Dekubiti und Fußdeformitäten gelten als mögliche Sekundärfolge. Das Dehnen ist eine angewandte Behandlungsmaßnahme im Umgang mit Spastik. Ziel dieser Arbeit ist es, den aktuellen Forschungsstand hinsichtlich der Effektivität dieser Intervention bei SchlaganfallpatientInnen zu ermitteln.

Fragestellung: Welche Dehnungsform - statisch und/oder dynamisch - ist bei SchlaganfallpatientInnen zur Reduktion von Spastik wirkungsvoll?

Methodik: Die gewählte wissenschaftliche Methode zur Erstellung dieser Arbeit ist die Literaturrecherche. Die wissenschaftlichen Datenbanken PubMed und EBSCOhost wurden mit dem Suchalgorithmus „(stroke OR cerebrovascular accident) AND (spasticity OR hypertonia) AND (stretch*)” durchsucht. In der Datenbank PEDro fand die Suche mit folgenden Suchalgorithmen statt: „stroke AND hypertonia AND stretch“, „stroke AND spasticity AND stretch“, „cerebrovascular accident AND hypertonia AND stretch”, „cerebrovascular accident AND spasticity AND stretch“.

Ergebnisse: In dieser Arbeit wurden fünf Studien zur näheren Analyse herangezogen. Dabei handelt es sich um drei randomisierte kontrollierte Studien und zwei nicht-kontrollierte klinische Studien. Mit Ausnahme der MAS in einer Studie weisen alle für diese Arbeit relevanten Messmethoden signifikante Verbesserungen nach der Intervention auf.

Schlussfolgerung: Die Studien deuten darauf hin, dass mittels passiver statischer und dynamischer Dehnung das Symptom Spastik positiv beeinflusst und eine Steigerung der Beweglichkeit erzielt werden kann. Zu berücksichtigen ist, dass anhand der vorliegenden Studien nur auf die kurzfristige Wirkung von Dehnung Rückschlüsse gezogen werden können und die Aussagekraft aufgrund einiger Kritikpunkte im Bereich der Qualität vermindert ist. Da die Anwendungsparameter deutliche Unterschiede aufweisen, scheint es schwierig, allgemeingültige wissenschaftliche Empfehlungen hinsichtlich der Durchführung zu geben.

Zusammenfassung (Englisch)

Context and aim: A stroke is the second leading cause of death and the leading cause of severe disability in adults worldwide. The chance to develop as a result of a stroke spasticity is according to Sommerfeld et al. after three months at 19% and after eighteen months at 20%. Spasticity affects the activities of daily life and makes everyday life harder for the affected. Articular pain, contractures, pressure ulcers and foot deformities are considered possible secondary consequence. Stretching is a measure applied treatment in dealing with spasticity. The aim of this work is to determine the current state of research about the effectiveness of this treatment in stroke patients.

Research question: Which form of stretching - static and/or dynamic - is effective in stroke patients for the reduction of spasticity?Methods: The selected scientific method of creating this work is the literature research. The scientific databases PubMed and EBSCOhost were queried with the search algorithm "(stroke OR cerebrovascular accident) AND (spasticity OR hypertonia) AND (stretch *)". In the search database PEDro the query was with the following search algorithms instead: „stroke AND hypertonia AND stretch“, „stroke AND spasticity AND stretch“, „cerebrovascular accident AND hypertonia AND stretch”, „cerebrovascular accident AND spasticity AND stretch“.

Results: In this work, five studies were used for closer analysis. There are three randomized controlled trials and two non-controlled clinical trials. With the exception of the MAS in one study, all relevant to the working measurement methods indicate significant improvements after the treatment.

Conclusion: These studies suggest that using passive static and dynamic stretching influences positively the symptom spasticity and an increase in mobility can be achieved. It should be considered that the conclusions of the studies can be made only on the short-term effect of stretching and the significance is diminished due to some criticism in the field of quality. Since the application parameters show significant differences, it is difficult to give general scientifically based recommendations regarding the implementation.

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