Titelaufnahme

Titel
Einseitige Belastung am Arbeitsplatz am Beispiel des Schleifarbeitsprozesses in einem Tischlerbetrieb – Eine empirische Erhebung
Weitere Titel
Single side physical stress in the workplace using the example of grinding in a carpentry workshop - An empirical study
VerfasserHandl, Günther
Betreuer / BetreuerinLuschin, Simone
Erschienen2013
Datum der AbgabeJuni 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Betriebliche Gesundheitsförderung / Arbeitsplatzanalyse / Tischlerei / Einseitige Belastung / Manuelle Schleiftätigkeit / Verhalten- und Verhältnisprävention / Ergonomisierung / Evaluationsforschung / Empirische Forschungsarbeit / Quantitative Forschungsmethode / T-Test für abhängige Stichproben / Workshop / Vorher – Nachher Vergleich
Schlagwörter (EN)Workplace health promotion / Work place analysis / Carpentry workshop / Single side physical stress / Manual grinding-process / Behavioural- and relation prevention / Ergonomisation / Evaluation research / Empirical study / Quantitative research method / Paired T-Test / Workshop / Pre-Post comparison
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund

Der Ausgangspunkt dieser empirischen Studie ist ein Tischler-Handwerksbetrieb im Waldviertel. Es werden die einzelnen Arbeitsschritte während eines händischen Schleifarbeitsprozesses bei Tischlern Schritt für Schritt analysiert, um eruieren zu können, ob einseitige körperliche Belastungen vorhanden sind und wie man diesen aus ergonomischer Sicht gegensteuern kann. Ziel der Arbeit ist es, eine Arbeitsplatzanalyse durchzuführen um eine für die Mitarbeiter der Tischlerei optimierte Arbeitssituation beim Schleifen zu ermöglichen.

Methodik

Bei dieser Arbeit handelt es sich um eine quantitative Forschungsmethode. Die körperlichen Belastungen beim Schleifarbeitsprozess werden mithilfe von Videoanalysen und selbst erstellten Fragebögen (Studienpopulation N=11) erhoben (Base Line). Daraus folgt die Konzeption und Durchführung eines 60-minütigen Workshops mit theoretischen Informationen, ergonomischen Verbesserungsvorschlägen und praktischen Übungen zur aktiven Pausengestaltung um den einseitigen Belastungen beim Schleifarbeitsprozess entgegenzuwirken. 11 Wochen nach der Intervention erfolgt der Prä-Post Vergleich anhand eines weiteren Fragebogens (Follow Up).

Ergebnisse

Durch eine gezielte Ergonomisierung der Körperhaltung sowie einer spezifisch auf den Schleifarbeitsprozess gerichteten Optimierung der Arbeitsplatzsituation konnten wesentliche Verbesserungen erreicht werden. Die Ergebnisse zeigten eine signifikante Abnahme der einseitigen Belastungen beim Schleifarbeitsprozess in allen drei Arbeitsschritten (Aufnahme – Schleifen – Ablage des Werkstücks).

Schlussfolgerung

Durch das große Interesse und der dadurch hohen Compliance der Probanden konnte durch einfache Mittel (Analyse der Arbeitsplatzsituation, der Arbeitshaltung, einmalige Intervention/Workshop) deutliche Reduktionen der körperlichen einseitigen Belastungen herbeigeführt werden. Es wären weiterführende Studien (Langzeitstudien) erstrebenswert um in Erfahrung zu bringen, in wie weit diese Ergonomisierungsmaßnahmen für den Arbeitnehmer aber auch für den Arbeitgeber vorteilhaft sind (Reduzierung der Krankenstandstage, Steigerung der Produktivität, Mitarbeiterzufriedenheit).

Zusammenfassung (Englisch)

Background

The initial point of this empirical study is a carpentry workshop in the north of lower Austria. Carpenters are analysed during a manual grinding-process to find out if there are single side physical stresses and how to counterbalance with ergonomically instruments. The aim of this study is to organise a work place analysis and to reach the optimal work situation for the manual grinding-process.

Methods

This is a quantitative research study. With video analysis and questionnaires the physical stresses were surveyed (study-population N=11). Based on these results (Baseline) a 60-minute workshop was planned and presented. It informed about theoretical know how, ergonomically optimizations and practical exercises for recreation breaks. 11 weeks after the intervention the pre-post comparison was carried out by means of another questionnaire (Follow Up).

Results

Considerable improvements were achieved through a specific ergonomisation of the body posture as well as through an optimization of the workplace situation during the grinding-process. The results showed a significant reduction of the single side physical stresses in all three work steps (take up – grinding – take down of the work piece).

Conclusion

The high interest, the consequential high compliance of the workers and simple instruments (work place analysis, work posture, workshop) caused a significant reduction of the single side physical stresses. Further studies (long term studies) are preferable to prove that the advantages are on both sides, the employer and the employee (reduction of sick leaves, increase of productivity and employee satisfaction).