Titelaufnahme

Titel
Die Physiotherapeutische Behandlung der Pushersymptomatik mittels Spiegel
Weitere Titel
Physical therapy of pusher syndrome with the mirror
VerfasserSchönbrunner, Ina
Betreuer / BetreuerinSadovnik, Katarina
Erschienen2013
Datum der AbgabeJuli 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Physiotherapie / Pushersyndrom / Pushersymptomatik / Spiegel / visuelles Feedback / Neuropsychologische Störungen
Schlagwörter (EN)physiotherapy / physical therapy / pusher syndrome / mirror / visual feedback / neuropsychological syndromes
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Das Pushersyndrom beruht auf einer falschen Wahrnehmung der Körperlängsachse im Raum bezogen auf die Schwerkraft, wodurch die Betroffenen sich auf die kontraläsionale Seite drücken. Dieses Syndrom kann nach Schädigungen des zentralen Nervensystems auftreten. In der Physiotherapie wird bei Pushersymptomatik mit einem Spiegel als visuellem Feedbackgerät gearbeitet. Diese therapeutische Intervention wurde in Hinblick auf eine evidenzbasierte Arbeitsmethode in der vorliegenden Arbeit näher untersucht. Auf Grundlage des aktuellen wissenschaftlichen Standes zum Syndrom und den therapeutischen Ansätzen wurde eine Feldstudie mittels Fragebogen durchgeführt. Dabei wurde die Vorgehensweise von Physiotherapeuten und Physiotherapeutinnen bei dieser Methode untersucht und nach möglichen Richtlinien erforscht. Die Umfrage ergab, dass der Spiegel in der Therapie im Sitzen, Stehen und bei besseren Patienten auch beim Gehen zur visuellen Kontrolle der vertikalen Ausrichtung der Körperlängsachse eingesetzt wird. Starke kognitive Einschränkungen, zusätzliche Neuropsychologische Störungen oder eine Hemianopsie können dabei kontraindizierend sein. Der Spiegel wird einerseits eingesetzt, um den Betroffenen die pathologische Haltung aufzuzeigen, andererseits um diese Haltung über direktes visuelles Feedback zu korrigieren. Dabei können zusätzliche Orientierungshilfen in Form von vertikalen Objekten, Markern ect. eingesetzt werden. Der Spiegel kann als Feedbackgerät auch gut in andere Konzepte, wie das visuelle Feedbacktraining, integriert werden. Während einer Therapieeinheit sollte nicht ausschließlich mit dem Spiegel gearbeitet werden, da die Konzentrationsfähigkeit der Betroffenen meist eingeschränkt ist. Er wird so lange eingesetzt, bis die Patienten und Patientinnen in der Lage sind, auch ohne Spiegel ihre Körperlängsachse zu korrigieren. Zu beachten ist, dass die Umfrage aufgrund der geringen Stichproben und der unzureichenden Ausführung des Fragebogens keine aussagekräftige Evidenzlage bietet und noch eine spezifischere Untersuchung angezeigt wäre.

Zusammenfassung (Englisch)

Pusher syndrome is based on impaired lateral body orientation in space in relation to gravity which entails that the patients push towards the contralesional side. This syndrome is caused by damages of the central nervous system. In physiotherapy a mirror is used as a visual feedback tool to treat pusher symptoms. This paper investigated this therapeutic intervention with regard to an evidence-based work method. Based on the current scientific state and the therapeutic approach a field research with questionnaires was carried out. In the course of the survey the approach of physiotherapists was analysed and possible guidelines were examined. The survey revealed that the mirror was used to give therapy to patients while they were sitting, standing and walking in order to check lateral body orientation visually. Cognitive restrictions, additional neuropsychological disorders and hemianopsia may be contraindicating. On the one hand the mirror is used to show the pathological body posture to the persons concerned. On the other hand it is used to adjust the body posture through direct visual feedback. Additional tools for orientation such as vertical objects, markers, etc. might also be applied. The mirror as a means of feedback can also be well incorporated in other concepts such as visual feedback training. During a training session the mirror should not be used exclusively as the patients’ ability to concentrate is mostly reduced. The mirror is used until the patients are capable to adjust their lateral body orientation without its help. It is noteworthy that the survey does not offer diagnostically conclusive evidence due to the low number of samples and the insufficient execution of the questionnaire.