Titelaufnahme

Titel
Erhebung der Sporternährung bei MarathonläuferInnen in der unmittelbaren Wettkampfvorbereitungszeit
Weitere Titel
Survey of sports nutrition of marathon runners in the immediate competition preparation
VerfasserFranz, René
GutachterHüttner, Bettina
Erschienen2013
Datum der AbgabeJuni 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Diätologie / Sporternährung / Marathon / Unmittelbare Wettkampfvorbereitungszeit / Kohlenhydratladen / Saltin Diät
Schlagwörter (EN)Dietetics / Sports nutrition / Marathon / Immediate competition preparation / Carbohydrate loading / Saltin diet
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Der sportliche Erfolg einer/eines AthletIn ist von vielen Faktoren abhängig. Einen wichtigen Teil übernimmt die sportartgerechte Ernährung, im Besonderen eine Woche vor dem Marathon - der unmittelbaren Wettkampfvorbereitungszeit.

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Ernährung von WettkampfathletInnen mit einer Wettkampfzeit von unter 3 Stunden 10 Minuten in der letzten Woche vor dem Wettkampf, im Allgemeinen und im Speziellen in Bezug auf Lebensmittelgruppen der Makronährstoffe, Flüssigkeitsversorgung und Nahrungsergänzungsmittel in der Praxis zu erheben. Es wurden hierfür drei leitfadengestützte Experteninterviews mit MarathonläuferInnen durchgeführt, diese wurden anhand einer qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet.

Die Auswertung zeigt, dass alle LäuferInnen ihr Training in den letzten sieben Tagen reduzierten und die Kohlenhydratzufuhr erhöhten um die Glykogenspeicher zu füllen. Dies geschah jedoch nicht über eine gesteigerte Mahlzeitenfrequenz oder kohlenhydratreiche Getränke, sondern über größere Kohlenhydratbeilagen zu den Mahlzeiten. Die Ernährung war vollwertig, erst ab zwei Tage vor dem Wettkampf wurden leicht verdauliche Kohlenhydrate mit einem höheren glykämischen Index bevorzugt. Die Mehrheit konsumierte vermehrt tierische Eiweiße und Fette, wobei generell auf eine geringe Fettzufuhr geachtet wurde. Die Flüssigkeitsmenge wurde gegenüber der normalen Trainingsphase, bei allen AthletInnen bewusst gesteigert; hauptsächlich kamen kalorienfreie Getränke wie Leitungswasser und stilles Mineralwasser zum Einsatz. Mit Wasser gespritzte Fruchtsäfte und Elektrolytgetränke wurden gezielt erst ab zwei Tage vor dem Start konsumiert. Nahrungsergänzungsmittel nahmen keinen großen Stellenwert ein und wurden nur punktuell, kurz vor dem Marathon, eingesetzt.

Es wurde betont, dass es in der unmittelbaren Wettkampfvorbereitungszeit wichtig sei keine neuen, ungewohnten Lebensmittel auszuprobieren und eine ausreichende Erholung einzuhalten um gestärkt und ausgeruht an den Start gehen zu können!

Zusammenfassung (Englisch)

The sporting success of an athlete depends on many factors. An important part assumes the sport-based diet, especially one week before the marathon – the immediate competition preparation.

The aim of the present work is to levy the diet of competitive athletes with a competitive time less than 3 hours and 10 minutes, in the last week before the competition, in general and in particular in relation to food groups of macronutrients, hydration and nutritional supplements in practice. This was done with three expert interviews of marathon runners and then analyzed using a qualitative content analysis.

The analysis shows that in the last seven days all runners reduced their training and increased their carbohydrate intake to fill the glycogen stores. This did not occur via increased meal frequency or high-carbohydrate drinks, but over greater carbohydrate portion size of their meals. Their food was wholesome, only from two days before competition easily digestible carbohydrates with a higher glycemic index were preferred. The majority consumed animal proteins and fats, which was generally respected on a low fat intake. All athletes increased the amount of liquid compared to the normal training phase consciously, mainly by calorie-free drinks such a tap water and still mineral water. Fruit juices mixed with water and electrolyte drinks were consumed specifically only two days before the start. Supplements were not a major consideration and were used only occasionally just before the marathon.

It was emphasized that in the immediate competition preparation it is important not to try new or unfamiliar foods and have sufficient rest to maintain stronger and be well rested at the start!