Titelaufnahme

Titel
Diätologie und künstliche Ernährung - Eine Gegenüberstellung von Theorie und Praxis
Weitere Titel
Dietetics and Artificial Feeding - A comparison of theory and practice
VerfasserGrudl, Ilse
GutachterHofbauer, Andrea
Erschienen2013
Datum der AbgabeJuni 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Diätologie / Diätologe / Diätologin / empirisch / enterale Ernährung / künstliche Ernährung / parenterale Ernährung / Stellenwert
Schlagwörter (EN)artificial feeding / artificial nutrition / dietetics / dietitian / empirical / enteral nutrition / parenteral nutrition / tube feeding
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die Durchführung einer adäquaten und professionellen enteralen oder parenteralen Ernährung setzt eine intensive Auseinandersetzung mit der spezifischen Thematik ebenso voraus, wie ein profundes Wissen über Physiologie und Pathologie. Die Fokussierung auf den einzelnen Patienten, seinen individuellen Energie- und Nährstoffbedarf sowie seinen Krankheitsverlauf und klinischen Zustand ist unabdingbar, da nur so die personen- und krankheitsspezifischen Bedürfnisse erfüllt und Komplikationen und Nebenwirkungen verhindert werden können. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, Diätologen als fixen Bestandteil in die künstliche Ernährung zu integrieren.

In der durchgeführten empirischen Untersuchung wurde das Selbstbild von Diätologen auf dem Gebiet der künstlichen Ernährung eruiert. Ziel war es festzustellen, ob eine Heterogenität innerhalb der Berufsgruppe vorliegt und was gegebenenfalls die Gründe dafür sind.

Die Untersuchung ergab folgendes Ergebnis: Die aktuelle diätologische Praxis auf dem Gebiet der künstlichen Ernährung gestaltet sich zu großen Teilen heterogen. Obwohl die Berufsgruppe selbst ihren Stellenwert diesbezüglich als relativ hoch einschätzt, variieren (vor allem bei der parenteralen Ernährung) der Wissensstand und das Ausmaß der Involvierung zum Teil beträchtlich. Diätologen sind zum aktuellen Zeitpunkt nicht flächendeckend in dem Ausmaß und in der Qualität in die künstliche Ernährung involviert, wie es notwendig wäre und wie in Empfehlungen von diversen Fachgesellschaften gefordert wird. Der Wunsch nach einer Einbindung, die diesen Forderungen gerecht wird, liegt jedoch innerhalb der Berufsgruppe unzweifelhaft vor.

Zusammenfassung (Englisch)

The implementation of an adequate and professional enteral or parenteral nutrition requires thorough examination of the specific issue as well as profound knowledge of physiology and pathology. The focus on the patient's individual energy and nutrient requirements as well as his disease and clinical condition is also essential for meeting the personal and disease-specific needs and for preventing complications and side effects. This justifies the need to integrate dietitians as an essential element in the enteral and parenteral nutrition.

In an empirical study, the self-image of dietitians in the field of artificial feeding was investigated. The aim was to determine whether there is heterogeneity within the profession and if so, what are the reasons for it.

The investigation revealed the following results: The current dietetic prac-tice in the field of artificial nutrition shows a high level of heterogeneity. Although the dietitians themselves assess their importance in this regard as relatively high, the level of knowledge and the extent of involvement vary considerably (especially in parenteral nutrition). Thus, dietitians are currently not consistently involved in the enteral and parenteral nutrition to a sufficient extent and quality, and as required by various professional communities. However, the desire for involvement according to the mentioned criteria can be clearly attested in the professional community.