Titelaufnahme

Titel
Ernährungstherapeutische Maßnahmen beim Kolonkarzinom in der Onkologie und der onkologischen Chirurgie
Weitere Titel
Nutritional therapeutic interventions at the colon cancer within the oncology and the oncological surgery
VerfasserMeyl, Carsten
Betreuer / BetreuerinHüttner, Bettina
Erschienen2013
Datum der AbgabeJuni 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Diätologie / Ernährungstherapie / Kolonkarzinom / Onkologie / Onkologische Chirurgie / Ernährungszustand / Mangelernährung / Zuweisung / Präoperative Ernährungstherapie / Postoperative Ernährungstherapie / Entlassungsmanagement / Nachsorge
Schlagwörter (EN)dietetic science / nutritional therapy / colon cancer / oncology / oncological surgery / nutritional status / malnutrition / assignment / preoperative nutritional therapy / postoperative nutritional therapy / discharge management / follow-up care
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Innerhalb des therapeutischen Gesamtkonzeptes beim Kolonkarzinom ist die Ernährung als konditionierende Maßnahme in sämtlichen Behandlungsschritten ein wichtiger Bestandteil. Die Vorbeugung eines Gewichtsverlustes, genauso wie therapiebegleitender gastrointestinaler Symptome, erfordert ein frühzeitiges Ausschöpfen diätetischer Möglichkeiten für ein bestmögliches Outcome.

Die Zielsetzung dieser Arbeit ist es, die Relevanz der ernährungstherapeutischen Maßnahmen durch DiätologInnen beim Kolonkarzinom in der Onkologie und onkologischen Chirurgie theoretisch festzuhalten und empirisch zu erheben.

Bei PatientInnen mit onkologischen Erkrankungen im Gastrointestinaltrakt ist neben therapiebedingten Ernährungsstörungen die Entwicklung einer Mangelernährung rechtzeitig zu identifizieren. Diese kann bereits bei Diagnosestellung vorliegen oder sich durch postoperative Folgen bzw. durch die Therapie entwickeln. Für die vorliegende Arbeit wurden allgemein das ernährungstherapeutische Management beim Kolonkarzinom und insbesondere die Bereiche der präoperativen Ernährung, mit der Erfassung des Zuweisungszeitpunktes und des Ernährungsstatus, die postoperative Ernährung sowie das Entlassungsmanagement und die Nachsorge untersucht.

Als wissenschaftliche Methode wurde das Leitfadeninterview eingesetzt. Es wurden insgesamt drei Interviews mit DiätologInnen in unterschiedlichen intramuralen Bereichen geführt und mit einer qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Auswertung ergibt, dass DiätologInnen in Abhängigkeit von der ärztlichen Zuweisung zu geringem Anteil in die präoperative Therapie und zu guten Teilen in die postoperative Phase und in das Entlassungsmanagement integriert sind. Die Effektivität der Ernährungstherapie kann durch einen leitlinienbasierten Einsatz vonseiten der DiätologInnen als gesichert gelten. Es lässt sich festhalten, dass insbesondere in der präoperativen Phase und auch der Nachsorge weiterer Bedarf besteht. Die Tatsache, dass rechtzeitig gesetzte diätologische Maßnahmen nach differenzierter Problemerfassung den gesamten Therapieausgang positiv beeinflussen können, soll hier als Anstoß stehen, insbesondere in der präoperativen Phase die Ernährungstherapie früher zu ermöglichen.

Zusammenfassung (Englisch)

Within the overall therapeutic concept for colon cancer, the diet is an important part as a conditioning measure in all treatment procedures. The prevention of weight loss and the development of malnutrition as well as therapy-accompanying gastrointestinal symptoms require an early exploitation dietary option for a best possible outcome.

The objective of this work is to capture the relevance of nutritional interventions which are practiced by dieticians for a colon carcinoma in the oncology and oncological surgery. Therefore an empirical investigation was conducted to prove the theoretical assumptions.

For patients with oncological diseases in the gastrointestinal tract, the development of malnutrition is next to other nutritional disorders particularly to be identified in time. This may already exists at diagnosis or develop postoperative follows through or by the therapy. The areas of preoperative nutrition with the point of assignment and sensing of nutritional status, the postoperative nutrition as well as the discharge management and follow-up care as in general the nutritional management were considered for the present investigation.

A guided interview was used as the research method for the empirical part of this scientific work. In total there were three interviews conducted with dieticians from different intramural fields. These surveys have been analysed using the qualitative content analysis.

Through the evaluation it was identified, that dieticians, depending on the medical assignment, are rarely integrated in the preoperative treatment and the follow-up but rather good in the postoperative treatment and discharge management. Furthermore, the effectiveness of nutritional therapy is secured by a guideline-based use.

It can be concluded that there is a further need in the preoperative phase of nutritional therapy and the follow-up. The fact that time set dietetic measures after differentiated problem detection can affect the overall positive treatment outcome, should stand here as an impetus, especially to enable the initiation of earlier starting the preoperative phase of therapy.