Titelaufnahme

Titel
Bauablaufstörungen zufolge fehlerhaften Planmanagements : Untersuchung möglicher Auswirkungen und Vorbeugungsmaßnahmen
Weitere Titel
Restrained construction progress due to a deficient drawing management Analysis of impacts and preventive actions
VerfasserBurghart, Nadine
Betreuer / BetreuerinWeber, Robert
Erschienen2014
Datum der AbgabeJuni 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Bauablaufstörungen / Forcierung / Mehrkostenforderung / Spähre / Störungsursachen / Planänderung / Planverzug / Planmanagement / Planvorlaufzeiten / Prüf- und Warnpflicht
Schlagwörter (EN)restrained construction progress / promotion / claim for additional costs / remit / cause of malfunction / change of blueprint / delay of blueprint / drawing management / leadtime of blueprint / duty of investigation and caution
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Das Thema dieser Arbeit lautet: Bauablaufstörungen zufolge fehlerhaften Planmanagements - Untersuchung möglicher Auswirkungen und Vorbeugungsmaßnahmen.

Es werden rechtliche Grundlagen aus dem ABGB und der Werkvertragsnorm B 2110, zu diesem Thema relevante Gebiete, wie die Sphärentheorie und die Prüf- und Warnpflicht erläutert. Die genaue Zuordnung der Sphäre, ist im Bereich von Bauablaufstörungen von größter Wichtigkeit, um zu erkennen ob die Ursache der Störung, dem Auftraggeber oder dem Auftragnehmer zu Grunde liegt, dies ist vor allem zur Forderung von Mehrkosten oder einer Verlängerung der Bauzeit essentiell. Die Prüf- und Warnpflicht spielt auch im Planmanagement eine große Rolle, da es in die Zuständigkeit des Auftragnehmers fällt, Pläne rechtzeitig einer Prüfung zu unterziehen, um etwaige Mängel gleich zu erkennen und den Auftraggeber darauf aufmerksam zu machen.

Weiteres beschäftigt sich diese Abhandlung mit den möglichen Gründen für Störungen im Bauablauf, zufolge fehlerhaften Planmanagements, welche hier angeführt und erläutert werden. Unter diesem Aspekt gibt es mehrere Möglichkeiten, darunter fällt z.B. der Planlieferverzug, fehlerhafte Pläne oder andere notwendige Unterlagen, die für das Bauvorhaben dringend erforderlich sind udgl. Einen weiteren nicht unwesentlichen Teil dieser Arbeit stellt die richtige Dokumentation der Baustelle dar, da sie bei Streitigkeiten, welche aus Schuldzuweisung bei Bauablaufstörungen resultieren, als Beweis für fehlerhaftes Planmanagement herangezogen werden können.

Einen zusätzlichen Schwerpunkt dieser Arbeit stellen die möglich auftretenden Folgen dar, die sich im Zuge von Ablaufstörungen ergeben können. Diese sind in drei verschiedene Bereiche gegliedert: in Auswirkungen auf den Bauablauf, was z.B. einen temporären Stillstand auf der Baustelle mit sich bringt, auf die Bauwirtschaft, was einen Mehrkostenfaktor darstellen kann, um z.B. mittels Forcierung das Bauvorhaben dennoch rechtzeitig fertigstellen zu können, und auf den Baubetrieb, dies kann zu Problemen mit dem innerbetrieblichen Zeitmanagement führen.

Das bedeutet, dass Störungen im Bauablauf durchaus möglich sind, wenn nicht sogar wahrscheinlich, dennoch kann durch das richtige Setzen entsprechender Maßnahmen die Anfälligkeit des Bauvorhabens, durch solche Störungen beeinträchtigt zu werden, minimiert oder sogar gänzlich ausgeschlossen werden. Aus diesem Grund wird erläutert, welche Punkte bei einem korrekten Planmanagement maßgeblich zu beachten sind. Dazu zählt eine Analyse des Bauvorhabens auf Störungsanfälligkeiten, die vertraglichen Abmachungen der Planlieferzeiten und der Art der Planlieferung, die wiederum von der Größe des Bauvorhabens und dem Umfang der Einzelpläne abhängig ist. Weiteres gehören eine richtige Dokumentation und Visualisierungsmöglichkeiten von Planeingangsdaten, die unter anderem den Zusammenhang zwischen den Bauablaufstörungen und dem fehlerhaften Planmanagement darstellen können, dazu.

Sollte es jedoch, trotz der bereits oben angeführten Maßnahmen, zu Störungen im geplanten Bauablauf kommen, sollte diesen möglichst schnell entgegengewirkt werden. Hierbei gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die man hier zur Anwendung bringen kann wie z.B. Forcierung, Bauzeitverlängerung udgl.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with: Restrained construction progress due to a deficient drawing management - analysis of impacts and preventive actions.

Lawful basic principles out of the ABGB and the standard specification of the contract for work and labor B 2110 and also relevant areas for this theme – like the theory of domains and the duty of control and caution – will be clarified. In the division of dysfunctional construction progresses, it is of greatest importance to exactly classify the domain, in order to ascertain whether the employer or the agent is responsible for the dysfunction – which is particularly essential for a claim of additional costs or an extended construction plan. Furthermore the contract for work and labor is also very important for plan management, since it lies in the responsibility of the agent to duty control the plans, so as to distinguish possible deficits and report them to the employer.

Moreover this essay deals with the possible reasons for dysfunctions in construction progress, in accordance with erroneous plan management, which are stated and clarified in here. Under this aspect there are a few possibilities, like a delayed plan delivery, incorrect plans, or other necessary documents, which are urgently required for a planned construction. Another fundamental part of this essay, is the correct documentation of the construction area, that can be taken as evidence for erroneous plan management in any kind of conflict, which may follow from assignment of guilt in dysfunctional construction progresses.

This essay is also focused on possible appearing consequences, which can result due to dysfunctions in the process. There are three different areas of emphases, which have impacts on: the construction progress – leading to a temporary cessation of the construction area; the construction industry – arousing a additional costs, in order to finish the construction project in time, for instance by promotion; the construction operation, where problems with the in-company time management can occur.

Dysfunctions in the construction progress are definitely possible or even very probable, tough still the liability to these can be minimized or entirely avoided, if the correct arrangements are made. For this reason, it will be clarified which points of a correct plan management have to be considered. Therefore an analysis of the liability for dysfunctions in the construction progress has to be made and in addition the contractual arrangement for lead-time of blueprint and the type of plan delivery – depending on the size of the construction project and the range of the single plans – is necessary. Furthermore a correct documentation and visualizing possibilities of input plan data – which possibly could explain a relation between dysfunctional construction progresses and erroneous plan management – is needed.

If dysfunctions in the planned construction progress occur, in spite of the already previously mentioned arrangements, a quick counteracting would be of great benefit. At this juncture there are different possibilities, which can be disposed, for instance promotion, extension of the time for construction, and so forth.