Titelaufnahme

Titel
Entwicklung von Wärmdämmverbundsystemen und deren Anwendung im Passivhausbau
Weitere Titel
Development of thermal insulation systems and their application in passive house construction
VerfasserKrähmer, Michael
Betreuer / BetreuerinSchermann, Wilfried M.
Erschienen2014
Datum der AbgabeJuni 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Außendämmung / Befestigungssysteme / Dämmstoffe / Innendämmung / Passivhaus / Sanierung / Vollwärmeschutz / Wärmeschutz / Wärmedämmverbundsystem
Schlagwörter (EN)External insulation / Fasterning Systems / Insulation materials / Passive House / Redevelopment / Full thermal protection / Heat protection / Exterior insulation finishing system
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Kurzfassung

Entwicklung von Wärmedämmverbundsystemen und deren Anwendung im Passivhausbau

Wärmedämmverbundsysteme und der Einsatz der verschiedenen Möglichkeiten eines Vollwärmeschutzes haben sich in den letzten 100 Jahren enorm weitereinwickelt. Dämmstoffe wie EPS und XPS kommen auf fast jeder Baustelle zum Einsatz und ermöglichen WDVS, die niedrige Energiekosten und das Wohlbefinden eines jeden Bewohners forcieren. Hochtechnisierte Herstellungsprozesse, sowie extreme Anforderungen an die Gebrauchstauglichkeit des Wärmdämmstoffs und der damit verbundenen Abdichtung, sind Vorreiter dieser Entwicklung. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf der Wirtschaftlichkeit und Langlebigkeit der Systeme, welche durch Befestigung, Dämmungsarten, Beschichtungen und den jeweiligen Beanspruchungen zusätzlich beeinflusst werden.

Wie bei jeder Baustelle gibt es auch im Bereich von Wärmedämmverbundsystemen Mängel die im Laufe der Zeit zu sanieren sind. Aufgrund mangelhafter Verarbeitung und fehlerhafter Ausführung weisen viele alte Fassaden erhebliche Schäden an der Bausubstanz auf. Im diesem Sinne wird auf verschiedenste Schadensbilder und deren Ursache eingegangen und die Problematik von erforderlichen Sanierungsmaßnahmen herausgearbeitet.

Ein weiterer Teil befasst sich mit der Anwendung von Vollwärmeschutzsystemen im Passivhausbau und dem als Beispiel angeführten Wiener Stadtentwicklungsgebiet Aspanggründe mit der größten entstehenden Passivhausanlage Europas, dem Eurogate. Der Bauträger BAI errichtet auf den Bauplätzen 4+5, ausgeführt durch die Firma Bilfinger, 238 Wohneinheiten und 4 Geschäftslokale.

Die unter den Baukörpern verlaufenden S-Bahntrasse und die hohen Anforderungen eines Passivhauses erschweren die Bauarbeiten und die Einhaltung dieser Richtlinien. Der hohe benötigte Qualitätsstandard und die korrekte Ausführung der luftdichten Gebäudehülle stellen ein hohes Maß an Disziplin an die Baufirma, um dem ökologischen Charakter eines Passivhaussystems gerecht zu werden. Nur so ist es möglich einer zeitnahen Sanierung, durch mangelhafte Ausführungen, entgegenzuwirken. Hierbei steht das Passivhaus im Bezug auf sein ökologisches Verhalten infolge ungenauer Planung durch den Bauträger und Themen wie „Fenster öffnen“ und „Heizung anmachen“ in der Kritik. Zudem müssen auch solche Wärmedämmverbundsysteme in 20 Jahren saniert werden. Ist dies nicht möglich, so ist fraglich ob die Ökologie bei der Verwertung des Altmaterials auf der Strecke bleibt.

Zusammenfassung (Englisch)

Abstract

Development of thermal insulation systems and their application in passive house construction.

Thermal insulation systems and the use of various possibilities of a full thermal protection have improved considerably in last 100 years. Insulation materials, such as EPS and XPS, are used, as part of EIFS, on almost every construction site to ensure low energy costs and the well-being of every resident. High-tech manufacturing processes, as well as extreme demands on the usability of the insulation material and the associated seal, are pioneering this development. The main focus is on the efficiency and longevity of the systems, which are also influenced by fixing, insulation types, coatings and the particular stresses.

There are defects in the area of EIFS on almost every construction site, which have to be renovated over time. Due to defective processing and faulty execution, many old facades have substantial damage to the building fabric. In this sense, various damages and their causes will be explained. In addition, the difficulty of necessary rehabilitation measures will be carved out.

Another part deals with the application of EIFS for passive house construction, based on the example of the Eurogate, one of the largest emerging passive house complexes in Europe. The project organiser BAI built on building sites 4+5, executed by the company Bilfinger, 238 apartments and 4 shops were developed.

The construction work and the compliance with regulations is complicated by an urban railway line passing under the building and the high demands of passive house construction. The high standard of quality required and the correct execution of the airtight building envelope requires a high degree of discipline to from the construction company to meet the requirements of passive house systems. This affords to counteract a timely rehabilitation due to inadequate execution. In this connection, the passive house is subject to criticism in relation to its ecological behavior due to inaccurate planning by the building project organiser and topics like "open window" and "turn on heating". In addition, such insulation systems have to be rehabilitated in 20 years. If this is not possible, it is questionable whether the ecology with regard to the recycling of the waste material gets left behind.