Titelaufnahme

Titel
Betreibermodelle Straßeninfrastruktur - Vergleiche bauliche und betriebliche Erhaltung
Weitere Titel
Road infrastructure operator models - Comparison of operational and structural maintenance
VerfasserWeissinger, Raphael
Betreuer / BetreuerinWeninger-Vycudil, Alfred
Erschienen2014
Datum der AbgabeJuni 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Angebot / Ausschreibung / Bauliche Erhaltung / Betreibermodell / Betrieb / Betriebliche Erhaltung / Betriebs- und Wartungsvertrag / Fahrbahnoberfläche / Präqualifikation / Straßeninfrastruktur / Wartung / Erhaltung / Instandhaltung
Schlagwörter (EN)tender / bidding / structural maintenance / operator model / operation / operating maintenance / operation and maintenance contract / pavement / pre-qualification / road infrastructure / maintenance
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

"Betreibermodelle Straßeninfrastruktur - Vergleiche bauliche und betriebliche Erhaltung"

Diese Arbeit beschäftigt sich mit Alternativen zur herkömmlichen Methode ein Hochleistungsstraßennetz zu betreiben und zu warten. Im Folgenden wird ermittelt, welche Alternative, welches Modell, das wirtschaftlichste und vorteilhafteste ist. Im Grunde gibt es 3 Betreibermodelle, die es gegenüberzustellen gilt - die konventionelle Methode, Betriebs- / Wartungsverträge und Public Privat Partnership - Projekte.

Bei der konventionellen Methode, wie sie in Österreich bekannt ist, wird die Hochleistungsstraßeninfrastruktur von der öffentlichen Hand betrieben und gewartet. Unter der Voraussetzung, dass die Verwaltung im betreffenden Land gut aufgestellt ist, kann diese Variante durch langjährige Erfahrungswerte und Einfachheit in der Anwendung überzeugen. Falls dieser wesentliche Faktor nicht gegeben ist, ist es sinnvoll, aufgrund von auftretenden Nachteilen wie veralteten Arbeitsvorgängen und mangelnder Nutzungsqualität, oben genannte Alternativmodelle in Betracht zu ziehen.

Eine Möglichkeit ein Hochleistungsstraßennetz zu betrieben, ohne auf die Erhaltungsmaßnahmen der öffentlichen Hand zurückzugreifen, sind Betriebs- und Wartungsverträge. Dieses Betreibermodell erfordert ein bestehendes Straßennetz, das nur mehr betrieben werden muss. Bauliche Maßnahmen mit kleinerem oder mittelgroßem Aufwand sind keine Seltenheit, hingegen für größere Neubauten ist dieses Modell ungeeignet. Das wichtigste Charakteristikum dieses Modells ist ein klar definierter Zahlungsfluss zwischen beiden Vertragspartnern, der durch die im Vertrag festgelegten Bedingungen beeinflusst wird.

Die zweite Variante, bei der Betrieb und Erhaltung an einen privaten Vertragspartner vergeben werden, ist ein Public Privat Partnership (PPP) - Projekt. Der wesentliche Unterscheide zu einem Betriebs- und Wartungsvertrag ist die Tatsache, dass ein PPP - Projekt alle Schritte von Planung, über Bau, bis hin zum Betrieb umfasst. Dadurch, dass alle Leistungen aus einer Hand angeboten werden können, ist es möglich Arbeitsvorgänge zu optimieren und auch den Preis zu senken. Diese Art von Modell ist jedoch nur dann geeignet, wenn in der Ausschreibung nicht nur der Betrieb, sondern auch der Neubau eines Streckenabschnitts gefordert ist.

Die Wirtschaftlichkeit und Sinnhaftigkeit der einzelnen Modelle lässt sich nur unter Betrachtung der Gegebenheiten im jeweiligen Land erläutern. Speziell die politische und finanzielle Situation hat starken Einfluss auf den Einsatz eines Betreibermodells. In finanziell benachteiligten Ländern, in denen folglich auch eine Aufstellung einer tauglichen Infrastrukturverwaltung nicht möglich ist, bieten Betriebs-/Wartungsverträge und PPP - Projekte ein gute, oder sogar besser geeignete, Alternative zur konventionellen Methode. Länder, die keinerlei Probleme mit der bestehenden herkömmlichen Variante des Betriebs haben, sehen sich auch nicht veranlasst dies zu ändern - deshalb sind in Ländern, wie Österreich, keine großartigen Veränderungen in diesem Bereich zu erwarten.

Zusammenfassung (Englisch)

"Road infrastructure operator models - Comparison of operational and structural maintenance"

This paper deals with alternatives to traditional methods of running and maintaining a high- performance network of streets. It will be analysed which alternative or which model is the most economic or most efficient one.

Basically there are three models which are to be compared – the traditional method, maintenance treaties and public-private partnership projects.

With the traditional method, as known in Austria, the high-performance infrastructure is operated and maintained by government institutions. Provided that the public administration of a country is well organized, this way is convincing because of its simplicity and long experience. In case this essential factor cannot be taken for granted it makes sense to consider the alternative models mentioned above to avoid disadvantages like outdated processes or low quality for the users.

One way of operating a high-performance network of streets without involving government institutions is by establishing operating and maintenance contracts. This model requires an existing network of roads which has to be operated. Minor and middle sized construction work often can be done, but for bigger construction projects this model is not suitable. The most important characteristic of this model is a continuous flow of payments between both business partners which is influenced by the conditions written down in the contract.

The second option, in which the operation and maintenance is delegated to a private business partner, is a public-private partnership project (PPP). The most important difference between this model and an operating and maintenance contract is the fact that a PPP project comprises all steps like designing, building and operating. As all services are offered by one provider in this case, it is possible to optimize processes and reduce the price. But this kind of model is only suitable if not only the operation but also the construction of a new road section is required in the invitation of tenders.

The economic efficiency and usefulness of each single model can only be discussed by considering the specific situation of the particular country. Especially the political and financial situation have a strong influence on employing a particular operating model. In financially disadvantaged countries in which a suitable administration of infrastructure is impossible, operating/maintenance contracts and PPP-projects offer good alternatives to the traditional method.

Countries which do not have any problems with the traditional operating option do not have any reason to make changes – this is the reason why in countries like Austria no bigger changes can be expected.