Titelaufnahme

Titel
Occupational Deprivation bei Untergebrachten der Justizanstalt Wien Mittersteig
Weitere Titel
Occupational deprivation in inmates of a forensic commitment in Austria (prison Wien Mittersteig)
VerfasserBors, Ute
Betreuer / BetreuerinMulzheim, Susanne
Erschienen2014
Datum der AbgabeJuni 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Occupational Science / Betätigung / Gesundheit / Occupatioanl Deprivation / Maßnahmenvollzug in Österreich / Psychische Gesundheit
Schlagwörter (EN)Occupational Science / Occupation / Occupational Deprivation / Forensic commitment in Austria / Mental health / Public Health
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Forschungsarbeit beschäftigt sich mit dem Thema Occupational Deprivation in einem österreichischen Maßnahmenvollzug nach §21 Abs. 2 Strafgesetzbuch. Der §21 Abs. 2 des Strafgesetzbuches ist die Grundlage zur Unterbringung zurechnungsfähiger geistig abnormen RechtsbrecherInnen in einer vorbeugenden Maßnahme. Occupational Deprivation ist ein Phänomen, welches der Occupational Science zuzuordnen ist. Es beschreibt den Mangel an Betätigungsmöglichkeit und die damit verbundenen Einschränkungen im Tun eines Menschen, seiner/ihrer empfundenen Identität und dem Potenzial sich zu entwickeln. Vor allem Entwicklungsmöglichkeiten sind aufgrund von externen Faktoren erschwert möglich.

Die Forschungsfrage lautet: Empfinden Untergebrachte der Justizanstalt Wien Mittersteig Occupational Deprivation?

Als Methode zur Beantwortung der Forschungsfrage, wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt und in Zusammenarbeit mit der Einrichtung für vorbeugende Maßnahmen, der Justizanstalt Wien Mittersteig, durchgeführt. Es haben sechs teilstrukturierte Interviews mit Untergebrachten stattgefunden. Diese wurden mit der Inhaltsanalyse in Anlehnung nach Mayring ausgewertet. Zusätzlich fand ein Experteninterview mit dem, in der Justizanstalt tätigen Ergotherapeuten statt.

Aus den Ergebnissen konnten Rückschlüsse auf Occupational Deprivation gezogen werden. Die Untergebrachten nach §21 Abs. 2 Strafgesetzbuch fühlen sich in ihrem Handeln deutlich eingeschränkt. Sie erlitten aufgrund der Unterbringung einen Identitätsverlust. Durch die äußere Umwelt erleben sie Einschränkungen in ihren Möglichkeiten der Weiterentwicklung. Zusammengefasst kann gesagt werden, dass die Untersuchungsgruppe das Phänomen Occupational Deprivation empfinden.

Zusammenfassung (Englisch)

This study deals with the subject Occupational deprivation in an Austrian forensic commitment. This forensic section accommodates criminals with mental disorders and the purpose is the treatment of the dangerousness. Occupational deprivation is a phenomenon, which is associated with the occupational science. It describes the lack of operating ability and the associated restrictions in the need of human beings, their perceived identity and the potential to develop. Especially not to have opportunities to get toward because of external circumstance causes occupational deprivation.

The research question of this bachelor thesis is: Do the inmates of the prison Mittersteig located in Vienna, have deprivation in their occupation?

A qualitative research method has been selected to answer this research question. This research question has been answered in collaboration with the establishment of preventive measures at the prison of Mittersteig located in Vienna. Six semi-structured interviews with detainees have been held. The interviews were evaluated by a content analysis. Besides, one expert interview with an occupational therapists of this prison has been held.

The conclusion of the results is that occupational deprivation could be drawn. The detainees in accordance of this special forensic section feel significantly restricted in their actions. They suffered on a loss of identity as a result of accommodating and the inclusion through the outer environment is limited in its possibilities. In summary, it can be stated that the inmates perceived occupational deprivation.