Titelaufnahme

Titel
Ergotherapie im transkulturellen Kontext. Herausforderungen und Strategien.
Weitere Titel
Occupational therapy in transcultural society. Issues and strategies.
VerfasserKöttl, Hanna
Betreuer / BetreuerinAugust-Feicht, Hermine
Erschienen2014
Datum der AbgabeJuni 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Ergotherapie / Kultur / Transkulturalität / Interkulturalität / Multikulturalität / Kulturelle Kompetenz / Kulturelle Diversität / Migration / Strategien
Schlagwörter (EN)Occupational Therapy / culture / transculturality / interculturality / multiculturality / cultural competence / cultural diversity / migration / strategies
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel: Diese Arbeit beschäftigt sich mit Strategien zum Umgang mit Herausforderungen im

transkulturellen Kontext der Ergotherapie. Es soll ein Einblick in die vorhandene englischund

deutschsprachige Literatur und Forschung gegeben werden, zudem werden die

Erfahrungen von österreichischen ErgotherapeutInnen empirisch erforscht. Ziel der Arbeit

ist es, darzustellen, auf welche Herausforderungen TherapeutInnen im Praxisalltag im

Zusammenhang mit Transkulturalität stoßen und Lösungswege bzw. Strategien dafür

aufzuzeigen.

Methodik: Neben einer ausführlichen Literaturrecherche in vier Online-Datenbanken

wurden qualitative Forschungsmethoden gewählt. Unter Anwendung der

Methodentriangulation wurden in einer Fokusgruppe (zwei Teilnehmerinnen) und in zwei

nichtstandardisierten, halbstrukturierten Einzelinterviews Daten erhoben. Diese wurden

anschließend ausgewertet und mit den Ergebnissen der Literaturrecherche verknüpft.

Ergebnisse: In der empirischen Forschung und in der Literatur werden viele

verschiedene Herausforderungen und Möglichkeiten im Umgang mit kultureller Diversität

im ergotherapeutischen Alltag genannt. Diese lassen sich in die fünf Kategorien

Kommunikation und sprachliche Barrieren, Spiritualität und Religion, Kulturspezifisches

Verständnis von Gesundheit und Krankheit, Soziale Umwelt der KlientInnen sowie

Modelle und Assessments im transkulturellen Kontext einordnen.

Zusammenfassung: Kulturell verschiedene Einstellungen und Wertvorstellungen

beeinflussen die KlientInnen-TherapeutInnen-Beziehung, den ergotherapeutischen

Prozess und somit auch die Qualität der Therapie. Eine intensive Auseinandersetzung

mit der Lebenswelt der KlientInnen und ihrer sozialen Umwelt kann somit als eine der

wichtigsten Strategien gesehen werden. Nicht minder von Bedeutung scheint für

ErgotherapeutInnen die Reflexion der eigenen Kultur, der eigenen Werte und den

westlich geprägten Grundsätzen der Ergotherapie, zu sein. In der österreichischen

Ergotherapieausbildung sollte ein stärkerer Fokus auf die Sensibilisierung der

Studierenden bezüglich kultureller Diversität gelegt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Aim: This research deals with strategies to overcome challenges of occupational therapy

in transcultural society. Firstly, an insight into existing english and german literature is

provided. Furthermore experiences of Austrian occupational therapists are empirically

explored. The following bachelor thesis aims to depict what kind of cultural challenges

occupational therapists face in everyday practice and what strategies they make use of to

approach cultural diversity.

Method: After the literature research in four online databases and the examination of the

found articles, a qualitative approach was chosen. Using the method of triangulation a

focusgroup (consisting of two participants) and two non-standardised semistructured

single interviews were conducted. In the process of data analysis and data extraction

these results were linked to the chosen literature.

Results: The results of the focus group and the interviews offer a variety of cultural

challenges and strategies experienced in practice. Five categories were formed:

Communication and language barriers, Spirituality and religion, Culture-specific

understanding of health and disability, the client’s social environment and Models and

assessments.

Conclusion: Cultural divers attitudes and moral concepts influence the therapeutic

relationship and have an impact on the therapy process and consequently on the quality

of treatment. An intense engagement with the patient’s environment and socio-cultural

background might be one of the most important strategies. Also reflections on one’s own

culture and values as well as the western shaped principles of occupational therapy are

of great importance. The Austrian occupational therapy education should intensify the

focus on cultural diversity to strengthen student’s cultural awareness.