Titelaufnahme

Titel
Wir wollen rollen : Barrierefreies Bauen für eine gelungene Autonomie und Partizipation bei RollstuhlfahrerInnen
Weitere Titel
We wanna roll - Barrier-free building for a successful autonomy and participation of wheelchair users
VerfasserManner, Lena-Marie
Betreuer / BetreuerinMessner-Gujon, Susanne
Erschienen2014
Datum der AbgabeJuni 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)RollstuhlfahrerInnen / Querschnittlähmung / öffentlicher Raum / barrierefrei / Selbsterhaltung / Produktivität / Freizeit / Erholung / Autonomie / Partizipation
Schlagwörter (EN)wheelchair users / paraplegia / barrierfree / public space / self-maintenance / productivity / leisure / rest / autonomy / participation
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

ZIELSETZUNG: Das Ziel der Arbeit ist es herauszufinden, welche Barrieren und welche

Ressourcen RollstuhlfahrerInnen mit Querschnittlähmung im öffentlichen Raum sehen

und ob sie sich durch Barrieren in ihrer Autonomie und Partizipation beeinträchtigt fühlen.

Zusätzlich wurde auf Strategien eingegangen wie diese Barrieren im Rollstuhl

überwunden werden können und wo sie sich Veränderungen wünschen würden.

DESIGN: Qualitative empirische Studie

TEILNEHMERINNEN: Vier RollstuhlfahrerInnen mit Querschnittslähmung

WICHTIGSTE MESSUNGEN: Es wurden Fragen zu allen vier Lebensbereichen

(Selbsterhaltung, Produktivität, Freizeit und Erholung), sowie zur physischen Umwelt und

zu Partizipation und Autonomie gestellt. Außerdem wurde auf

Verbesserungen/Verschlechterungen im Gegensatz zu früher und auf weitere

Verbesserungsvorschläge der StudienteilnehmerInnen eingegangen.

ERGEBNISSE: Die Studie zeigt, dass es noch einige Barrieren im öffentlichen Raum gibt,

vor allem in den Lebensbereichen Selbsterhaltung und Produktivität. Auch in Bezug auf

die physische Umwelt besteht noch Verbesserungsbedarf. Durch die Barrieren im

öffentlichen Raum müssen bestimmte bedeutungsvolle Betätigungen vermieden oder

sorgfältig geplant werden. Barrieren im öffentlichen Raum können weiters dazu führen,

dass Menschen im Rollstuhl an einer uneingeschränkten Autonomie und Partizipation

gehindert werden. Es ist jedoch sehr individuell, ob die Befragten sich durch Barrieren

eingeschränkt fühlen.

SCHLUSSFOLGERUNG: In Bezug auf Barrieren in der Öffentlichkeit hat sich in den

letzten Jahren bereits viel verbessert. Verbesserungsbedarf besteht jedoch weiterhin. Es

ist davon auszugehen, dass weniger Barrieren die Autonomie und Partizipation der

RollstuhlfahrerInnen fördern würden. Dadurch könnte der Alltag spontaner gestaltet

werden und die Betroffene würden weniger an bedeutungsvollen Betätigungen gehindert

werden.

Weitere Studien zu diesem Thema sind empfehlenswert.

Zusammenfassung (Englisch)

OBJECTIVE: The aim of the study was to investigate which barriers and which

ressources wheelchair users with paraplegia perceive in public and if they feel impaired in

their autonomy and participation by these barriers.

Moreover it was surveyed if strategies how to overcome these barriers exist and where

the participants wish for changes.

DESIGN: qualitative empiric survey

PARTICIPANTS: four wheelchair users with paraplegia

MAIN OUTCOME MEASURES: Subjects were asked questions regarding each area of

life (self-maintanance, productivity, leisure and rest), as well as concerning physical

environment and participation and autonomy. Moreover they were questioned about

improvements/deteriorations in contrast to the past and about improvement proposals. All

of the questions were in reference to barriers in the public area.

RESULTS: The study showed, that barriers in public do still exist, especially in the areas

of life self-maintenance and productivity. Regarding the physical environment,

improvements are required as well.

Due to barriers in public, meaningful activities often have to be avoided or thoroughly

planned. Barriers in public also may lead to an impaired autonomy and participation of the

wheelchair users.

However, it is very much up to the invidual if they feel impaired as a result of barriers.

CONCLUSIONS: With regards to barriers in public, much has been improved during the

last years. Yet, a need of improvement still exists.

It can be assumed, that fewer barriers would promote autonomy and participation of

wheelchair users. As a consequence, every day life could be organised more

spontaniously and affected people would be less impaired regarding their meaningful

activities.

Further studies concerning this topic are recommended.