Titelaufnahme

Titel
Das Erleben von Occupational Justice im Freizeitbereich als Elternteil eines beeinträchtigten Kindes
Weitere Titel
Experiencing “Occupational Justice” in parental leisure-time with a handicapped child
VerfasserMiara, Jennifer
GutachterStadler-Grillmaier, Johanna
Erschienen2014
Datum der AbgabeJuni 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Ergotherapie / Betätigungsgerechtigkeit (Occupational Justice) / Freizeit / Eltern / Beeinträchtigung
Schlagwörter (EN)Occupational Therapy / Occupational Justice / Leisure / Parents / Disability
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund. Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Erleben von „Occupational Justice“ bzw. „Betätigungsgerechtigkeit“ im Lebensbereich Freizeit aus Sicht einer Erziehungsberechtigten mit einem beeinträchtigten Kind. Das Ziel dieser Forschungsarbeit war die Erhebung und Darstellung von Einflussfaktoren, die zu betätigungsgerechten bzw. -ungerechten Zuständen beitragen können.

Methode. Um die Forschungsfrage zu beantworten wählte die Autorin die Methode der qualitativen Inhaltanalyse und führte dabei ein qualitatives Interview mit halbstrukturiertem Leitfaden durch.

Ergebnisse. Die erhobenen Daten stammen aus den Bereichen der persönlichen Rahmenbedingungen sowie der sozialen, physischen und institutionellen Umwelt. Intrapersonale Ressourcen, ein zuvorkommendes soziales Umfeld, der Zugang zu Freizeiteinrichtungen und öffentlichen Plätzen sowie flexible berufliche Rahmenbedingungen wurden als fördernde Aspekte beschrieben. Als divergierender Aspekt kristallisierte sich der Faktor „Zeit“ in allen erhobenen Bereichen heraus. Zu den hemmende Einflussfaktoren zählten unter anderem physische Konstrukte, z.B. das Wetter oder Bereiche der Infrastruktur. Weiters wurde auch dem sozialen Umfeld und den institutionellen Bedingungen, wie etwa der Kommunikation, Akzeptanz oder sozialen Staffelung, eine wichtige Rolle zugeschrieben.

Zusammenfassung und Konsequenzen. Mit dieser Arbeit konnte gezeigt werden, dass unterschiedliche Faktoren und Rahmenbedingungen, auf persönlicher Ebene sowie auch aus den Bereichen der Umwelt, existieren, welche die Partizipation in bedeutungsvollen Freizeitbetätigungen fördern aber auch erschweren können. Die Autorin sieht ein Entwicklungspotenzial in diesem Forschungsbereich und möchte, inbesondere im Berufsfeld der Ergotherapie, zur Auseinandersetzung mit betätigungsungerechten Zuständen im Alltag anregen.

Zusammenfassung (Englisch)

Background. This work deals with the experience of " Occupational Justice " in the area of leisure-time from the perspective of a parent with an handicapped child. The objective of this research was the collection and presentation of the key factors, which may contribute to occupational just or unjust conditions.

Methods. The author used the method of qualitative content analysis, conducted by a qualitative interview with a half-structured manual.

Results. The collected data contains informations about the personal as well as the social, physical and institutional environment. Intrapersonal resources, an attentive social environment, access to recreational facilities and public places plus flexible working conditions were described as enhancing aspects. As an divergent aspect the factor "time" became apparent in all environmental aspects. Unconducive factors included physical constructs, e.g. the weather or parts of the infrastructure. Furthermore, also the social environment and the institutional conditions, for example the communication, acceptance or social scale has been attributed an important role.

Practice Implications. With this work it was shown that different factors and conditions exist which can promote but also prevent participation in meaningful leisure activities. The author sees a potential for development in this research area and encourage individuals, in particular people belonging to the profession of occupational therapy, to address occupational just conditions in everyday life.