Titelaufnahme

Titel
Eltern mit ins Boot holen. : Förderliche und hemmende Faktoren für eine gelungene ergotherapeutische Elternarbeit im pädiatrischen Arbeitsfeld
Weitere Titel
Parents’ perceptions of positive and negative factors determining Parent-Therapist-Collaboration in the paediatric field of Occupational Therapy.
VerfasserPrammer, Judith
GutachterRitschl, Valentin
Erschienen2014
Datum der AbgabeJuni 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Ergotherapie / Elternarbeit / Familienzentrierte Therapie / Beziehung / Eltern / Faktoren
Schlagwörter (EN)Occupational Therapy / Parent-Therapist-Collaboration / Family-centered Care / Family-Centered Service / Relationship / Parents / Factors
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Einleitung: Der Trend der pädiatrischen Versorgung hin zur Familien-Fokussierung und der damit verbundenen steigenden Bedeutung der Elternarbeit wurde in bisherigen ergotherapeutischen Studien unzureichend behandelt. Daher werden in der folgenden Arbeit förderliche und hemmende Faktoren für eine gelungene ergotherapeutische Elternarbeit erhoben.

Methode: Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt, die Datenerhebung erfolgte anhand einer Fokusgruppe mit Müttern (n=3), welche in Anlehnung an Flick (2009), Bohnensack (2012) und Krueger und Casey (2009) durchgeführt wurde. Die qualitative Inhaltsanalyse des Transkripts erfolgte in Anlehnung an Gläser und Laudel (2010).

Ergebnisse: Der Beziehungsaufbau zum Kind hängt für alle Teilnehmenden unmittelbar mit dem zu den Eltern zusammen. Dabei sind das individuelle Eingehen auf Kind und Eltern, sowie Flexibilität, Empathie, Ressourcenorientierung und Kompetenz der/des TherapeutIn entscheidend. Im Informationsaustausch sind das flexible Abstimmen von Umfang, Inhalt und Kommunikationsform, sowie eine offene und einfühlsame Gesprächskultur förderlich. Der Miteinbezug in die Therapieeinheit wird gewünscht. Dabei soll die Rolle der Eltern als ExpertInnen für ihr Kind und die der ErgotherapeutInnen als ExpertInnen für das Fachwissen und das Leiten von (Entscheidungs-)Prozessen berücksichtigt werden. In der Organisation der Elternarbeit werden häufige, kurze Gespräche gewünscht, außertourliche Formen der Elternarbeit sollen zeitlich flexibel, je nach Bedarf gestaltet werden.

Zusammenfassung: Es gibt zahlreiche Faktoren, die die Gestaltung der Elternarbeit positiv unterstützen können. Die Studie unterstreicht die Bedeutung der Beziehungsarbeit für die ergotherapeutische Elternarbeit. Außerdem erwiesen sich die Flexibilität und Empathie der TherapeutInnen, beim Beziehungsaufbau, Informationsaustausch, und bei organisatorischen Absprachen als allgemeingültige positive Einflussfaktoren für die ergotherapeutische Elternarbeit.

Zusammenfassung (Englisch)

Objective:

As Family-centered Care is more and more becoming a prevalent theme in paediatrics, the aim of this study is to examine factors that influence the Parent-Therapist-Collaboration in the Context of Occupational Therapy.

Method:

This study used a qualitative research design, gaining data from a focus group consisting of three mothers (n=3), which was conducted according to Flick (2009), Bohnensack (2012) and Krueger and Casey (2009). Transcripts of the focus group were analysed thematically, using a „Qualitative Content Analysis“(Gläser & Laudel, 2010).

Findings:

All participants emphasize, that a positive child-therapist-relationship is directly connected to a positive parent-therapist-relationship. For establishing this relationship, the occupational therapist should be empathic in addressing special needs and interests of the child. There’s a need for flexibility, competence and a positive attitude. Parents appreciate, when information is adapted flexible concerning content, amount and the way of knowledge transfer. Parents describe that conversations should be short and frequently, outlining the need to organize extraordinary meetings in a flexible way, directly addressed to current issues. Altogether, communication should be open and honest. Parents prefer to get involved in the occupational therapy setting, whereas their role as experts for the children’s emotions and the role of occupational therapists as experts for background information and leading the therapy process should be respected.

Conclusion:

The current paper is outlining the importance of therapeutic relationship in Family-centered Care. Furthermore, empathy and flexibility is described as a therapist’s key competence, not only in establishing relationship, but in knowledge transfer and organizing parent involvement.