Titelaufnahme

Titel
Viel Wirbel um die Wirbel - : Ein von Eltern durchführbares IS-Screening im Effektivitätsvergleich zur physiotherapeutischen Untersuchung.
Weitere Titel
Making a fuss about the vortex - Comparing effectivity of an IS-Screening feasible by parents with the physiotherapeutic examination.
VerfasserFigl, Kathrin
GutachterSchume, Claudia
Erschienen2014
Datum der AbgabeMai 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Um zu überprüfen, wie zuverlässig ein durch Eltern durchgeführtes IS-Screening im Vergleich zu einer Untersuchung durch PhysiotherapeutInnen ist, wurde in der Bachelorarbeit 1 eine geeignete Informationskampagne inklusive Folder entworfen, welche in der Bachelorarbeit 2 hinsichtlich Umsetzbarkeit und Effektivität überprüft werden soll.

Unter Berücksichtigung der elterlichen Motivation und der Erkenntnisse aus den verwendeten Vorlagen wurde die Planung des Inhaltes der Kampagne vorgenommen. Somit werden die Eltern über die Erkrankung idiopathische Skoliose, der Grund dafür und wer betroffen sein kann, warum eine frühzeitige Erkennung wichtig ist, was bei einem positiven Untersuchungsergebnis gemacht werden kann, welche Therapien zur Verfügung stehen, was die Unterlassung einer Therapie für Folgen haben kann, und die äußeren Merkmale informiert.

Die Vermittlung des Inhaltes soll im Rahmen einer schulischen Veranstaltung stattfinden. Dabei werden die Eltern über das Ziel dieser Arbeit, die Erkrankung und das Screening aufgeklärt und eingeschult. Unterstützend dazu wird den Eltern ein Folder übergeben. In diesem Folder wird die Erkrankung idiopathische Skoliose, der Grund dafür und wer betroffen sein kann, warum eine frühzeitige Erkennung wichtig ist, was bei einem positiven Untersuchungsergebnis gemacht werden kann, welche Therapien zur Verfügung stehen, was die Unterlassung einer Therapie für Folgen haben kann, und die äußeren Merkmale erläutert. So kann der Folder im Bedarfsfall zum Nachlesen herangezogen werden. Dabei sollen zwei Abbildungen helfen die äußeren Merkmale der IS zu veranschaulichen.

In Form einer Querschnittsstudie werden die Daten für den Effektivitätsvergleich erhoben. Dabei werden zum gleichen Zeitpunkt beziehungsweise innerhalb eines einheitlichen Zeitrahmens die Kinder von 10 - 11 Jahren (5. Schulstufe) von den Eltern und anschließend im Rahmen einer physiotherapeutischen Untersuchung untersucht. Die aus der Untersuchung der Eltern und der physiotherapeutischen Untersuchung gewonnenen Untersuchungsergebnisse werden verglichen und daraus wird die Effektivität der elterlichen Untersuchung ermittelt. Weiters wird mit Hilfe des Fragebogens die Umsetzbarkeit der Untersuchungen und die psychische Belastung aufgrund der Verdachtsdiagnose erhoben.

Geplant ist eine Untersuchung von mindestens 30 Kindern. Aufgrund der Teilnehmerzahl und um einen möglichst unverfälschten Eindruck über die Gesamtsituation zu gewinnen, werden alle Kinder, bei denen die Eltern die Untersuchung durchgeführt und den Fragebogen beantwortet haben, physiotherapeutisch untersucht und nach Ausschluss der Ausschlusskriterien für den folgenden Effektivitätsvergleich herangezogen.

Für die Erhebung werden den Eltern im Rahmen der geplanten Veranstaltung ein Folder, der dazugehörige Fragebogen und ein leeres Kuvert, welches mit einer Kennzahl versehen wurde, ausgehändigt. Dabei wird die Einverständniserklärung der Eltern eingeholt. Die jeweilige Kennzahl auf dem Kuvert wird in die Einverständniserklärung eingetragen. Dadurch erfolgt eine automatische Zählung der Probanden und die Kennzahl kann für die folgende Anonymisierung herangezogen werden.

Nach der Veranstaltung führen die Eltern die Untersuchung selbstständig zu Hause durch und anschließend wird der Fragebogen in dem Kuvert versiegelt.

Bei der folgenden physiotherapeutischen Untersuchung, welche an einem fixierten Termin und unter den vorgegebenen Rahmenbedingungen stattfindet, wird nur die Kennzahl des Kuverts in das Befundungsblatt eingetragen. Der Untersuchungsinhalt entspricht dem der elterlichen Untersuchung. Weiters wird bei der physiotherapeutischen Untersuchung zusätzlich das Skoliometer eingesetzt, um den Cobb-Winkel festzuhalten. Dies soll auch eine Erkenntnis darüber bringen, ob der Verkrümmungswinkel mit der Erkennung zusammenhängt.

Nachdem alle in Frage kommenden Kinder untersucht wurden, werden die Untersuchungsergebnisse der Eltern mit den Ergebnissen der physiotherapeutischen Untersuchung verglichen. Herangezogen werden nur die Untersuchungsergebnisse von Kindern bei denen keine Erkrankungen, welche die Statik beziehungsweise die Körperhaltung beeinflussen diagnostiziert wurden. Dies ist ein Bestandteil des Fragebogens.

Für den Effektivitätsvergleich ist die Verdachtsdiagnose entscheidend. Stimmen die elterliche und die physiotherapeutische Verdachtsdiagnose nicht überein, dann ist die Miteinbeziehung der Eltern in dieser Form nicht ausreichend erfolgsversprechend. Diese strenge Beurteilung ist notwendig, da das Screening nur effektiv ist, wenn Merkmale einer IS nicht übersehen bzw. Merkmale falsch interpretiert und dadurch keine falschen Verdachtsdiagnosen gestellt werden!

Somit ist die Literaturrecherche hinsichtlich der Informationskampagne inklusive Folder abgeschlossen. Darauf aufbauend erfolgt in der Bachelorarbeit 2 die Umsetzung und Überprüfung. Dazu wird der entworfene Fragebogen, nach Unterziehung eines „Pretest“, herangezogen.