Titelaufnahme

Titel
Wirkungsweise von Kinesio-Tape und Leuko-Tape bei PatientenInnen mit Schulterimpingement Problematik
Weitere Titel
Effect of Kinesio-Tape and Leuco-Tape on patients with Shoulderimpingement Syndrome
VerfasserMertl, Kerstin
GutachterKainzbauer, Georg
Erschienen2014
Datum der AbgabeMai 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

In dieser Arbeit wurden mit Hilfe bereits vorhandener Literatur die häufigsten Tape-Anlagen, Wirkungsweisen von Kinesio Tape und Leuko Tape, Einschluss- und Ausschluss Kriterien und Wiederbefundungsparameter erarbeitet. Weiters wurden Begriffe, welche zu einem besseren Verständnis dieser Arbeit wichtig sind, erläutert. Es sind Definitionen zu den Begriffen SIS, SAIS, Schmerz/Schulterschmerz, KT und LT zu finden.

Die für diese Arbeit herangezogenen Studien zeigen, dass bei LT-Anlagen der Ansatz darin liegt, mittels Scapula-Taping die Skapula-Thorakale-Kinematik zu beeinflussen und somit einen Einfluss auf das Schmerzverhalten bei SAIS PatientenInnen zu erreichen.

Veränderungen auf der VAS werden als nicht signifikant bewertet. Auch bei LT besteht unzureichend Evidenz um LT als Behandlungsmaßnahme bei SAIS zu unterstützen. Der Mangel an detailiert beschriebenen Studien mit hoher Qualität erschwert eine Schlussfolgerung bez. der in der Arbeit beschriebenen Anlagetechnik von LT.

So kann laut einer Literaturangabe das Skapula Taping mit LT eine sinnvolle Ergänzung sein, sollte jedoch in Verbindung mit anderen Maßnahmen angewendet werden.

Bei den KT-Anlagen kann man eine Tendenz zur Anlage einer Kombination aus zwei Muskel-Tapes und einem gelenkskorrigierendem-Tape erkennen. Ein Problem, dass sich jedoch zeigt, ist, dass genaue Angaben zu Tape-Marke, Tape-Technik, anatomischer Positionierung des Tapes (Ursprung und Ansatz), Spannungsgrad und Körperposition der ProbandenInnen oft nur unvollständig und unverständlich angeführt sind bzw. voneinander in den oben genannten Aspekten abweichen. Dies erschwert das Herausfiltern einer in sich stimmigen KT-Anlage, sowie die Anwendung in der Praxis oder Reproduktion für zukünftige Forschungsarbeiten.

Die meisten Studien weisen eine nur geringe Teilnehmerzahl auf, untersuchen nur die kurzfristige Wirkung und testen Tape-Anlagen nur in Kombination mit einer anderen Intervention. Diese drei Aspekte werden in der Literatur als limitierende Faktoren gesehen.

Aus den Studien geht hervor, dass oft nur kurzfristige positive oder unbedeutende Auswirkungen von KT bei Schmerzen, ROM und Funktion von Patienten mit SAIS erzielt werden können.

In der Literatur wird immer wieder darauf hingewiesen, dass es zurzeit keine ausreichende Evidenz gibt, die eine Anwendung von KT unterstützen.

Es sind qualitativ hochwertigere Forschungen mit größeren Stichproben und längeren Follow-up-Zeiten erforderlich.