Bibliographic Metadata

Title
Bindegewebsuntersuchung bei idiopathischer Skoliose : Kann diese Methode zur Früherkennung beitragen?
Additional Titles
Examination of connective tissue in case of idiopathic scoliosis Could this method contribute to early detection?
AuthorRoth, Enikö Etelka
Thesis advisorSchume, Claudia
Published2014
Date of SubmissionMay 2014
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Hintergrund:

Zahlreiche Programme existieren für Screening der idiopathischen Skoliose (IS) in verschiedenen Ländern der Welt. Ein wichtiges „Werkzeug“ der PhysiotherapeutInnen fehlt von der Palette der gängigen Untersuchungsmethoden: die Palpation.

Zentrale Fragen:

Kann eine Bindegewebsuntersuchung Hinweise auf eine mögliche Krümmung in der Frontalebene bzw. eine Rotation in der Transversalebene der Wirbelsäule bei Jugendlichen im Alter von 10 bis 14 geben? Kann diese Untersuchung in weiterer Folge im Rahmen eines Screenings auf idiopathische Skoliose als eine die gängigen Techniken palpatorisch ergänzende Methode dienen und dadurch zur Früherkennung beitragen?

Physiotherapeutische Relevanz:

Durch das Berühren des untersuchten Körperteils mit den Händen der TherapeutInnen werden wichtige Informationen geliefert, die man mit den Augen nur zum Teil wahrnehmen kann. Über die physischen Aspekte hinaus hat die Berührung sowohl auf die Psyche der untersuchten Person als auch auf die Beziehung zwischen Therapeut und Patient Auswirkungen.

Zentrale Begriffe:

Die theoretischen Grundlagen zur adoleszenten idiopathischen Skoliose, zur Früherkennung und zum Screening allgemein und im Bezug auf AIS, zur Palpation und zur Bindegewebsuntersuchung erläutert und in Zusammenhang gebracht.

Zielsetzung:

Die Absicht dieser Arbeit ist zu erforschen und zu erproben, ob es zwischen skoliotischen Veränderungen der Wirbelsäule und Veränderungen im Spannungszustand des umliegenden Bindegewebes, insbesondere im Bereich eines Scheitelpunktes, einen Zusammenhang gibt; beziehungsweise, ob diese Veränderungen mit einem Tastbefund erkennbar, differenzierbar und bewertbar sind.

Aktueller Wissenstand:

Eine Literaturrecherche erfolgte in erster Linie, um Forschungsarbeiten zu finden, in denen die Bindegewebsuntersuchung und Skoliose in Bezug zueinander gesetzt worden sind. Es konnte keine Forschungsarbeit direkt zum Thema Bindegewebsuntersuchung bei idiopathischer Skoliose gefunden werden, aber Hinweise auf einen Zusammenhang von orthopädischen Erkrankungen und Veränderung der Bindegewebsspannung sind erkennbar.

Geplantes Forschungsdesign

Aufgrund der zahlenmäßigen Ausprägung der erhobenen Daten ist die Forschungsarbeit zur quantitativen Methode zuzuordnen. Die erste zentrale Frage soll im Rahmen einer Zusammenhangstudie, die zweite zentrale Frage im Rahmen einer Effektivitätsstudie beantwortet werden. Die Daten für die Studien werden im Orthopädischen Spital Speising (OSS) und an einer österreichischen Mittelschule mittels Bindegewebsuntersuchung erhoben und auf einem Untersuchungsblatt festgehalten.

Geplante Stichprobe

Im OSS werden an Kindern im Alter von 10 bis 14, die in der Skoliose-Ambulanz zur Erst- oder Kontrolluntersuchung erscheinen und adoleszente idiopathische Skoliose schon diagnostiziert bekommen haben die Bindegewebsuntersuchung erprobt. In der Schule werden Kinder der 5. Schulstufe – das entspricht dem Alter von 10 bis 11 Jahren – für die Untersuchung herangezogen.

Geplante Auswertung

Die Auswertung der Untersuchungsergebnisse im Spital erfolgt mittels Spearmans Rangkorrelation, .anschließend wird die Signifikanz der Korrelation durch t-Test überprüft. Die Möglichkeit der Anwendung eines Wilcoxon-Tests für die zweite Studie ist aufgrund des niedrigen Skalenniveaus der Bindegewebsuntersuchungswerte fraglich.