Titelaufnahme

Titel
Guillain-Barré-Syndrom - was nun?
Weitere Titel
Guillain-Barré syndrome - what now?
AutorInnenWeiner, Cornelia
GutachterSadovnik, Katarina
Erschienen2014
Datum der AbgabeMai 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Problemaufriss:

Das Guillain-Barré-Syndrom ist eine akute, immunvermittelte Störung des peripheren Nervensystems. Die Ursache für die Krankheitsentstehung wird meist mit unspezifischen viralen Infektionen in Verbindung gebracht. Die zahlreichen Varianten des Guillain-Barré-Syndroms bringen diffuse Symptomatik mit sich und erschweren es seitens der Physiotherapie, Maßnahmen zu finden, die einheitlichen Behandlungskriterien entspringen. Nachdem diese in der Literatur nicht eindeutig definiert sind, beschäftigt sich diese Arbeit neben den Grundlagen zur Erkrankung mit den Möglichkeiten der Physiotherapie, auf die Symptome des Guillain-Barré-Syndroms Einfluss zu nehmen.

PT-Relevanz:

Das Guillain-Barré-Syndrom kommt in unterschiedlichen Symptomvarianten zum Vorschein und führt unter anderem zu einer von distal nach proximal fortlaufenden symmetrischen Parese. Die Entstehung und der Verlauf der Erkrankung können sehr rasch stattfinden und die PatientInnen in ihrer Funktion, Aktivität und Partizipation schwer beeinträchtigen. Ebenso erwähnenswert ist die Tatsache, dass die Besserungsrate des Guillain-Barré-Syndroms von vollständig reversibel bis zu komplett irreversibel variiert.

Die Physiotherapie kann den PatientInnen alltagserleichternde Maßnahmen aufzeigen, aber nur, wenn ein gewisses Know-how über die Krankheit und deren effiziente Behandlung vorliegt.

Des Weiteren sind neue Erkenntnisse über das Guillain-Barré-Syndrom für PhysiotherapeutInnen wichtig, um gezielter wirkungsvolle Maßnahmen auswählen und individuell anpassen zu können, um so eine Steigerung der physiotherapeutischen Wirkung zu ermöglichen.

Zentrale Fragestellung:

Daraus ergibt sich folgende zentrale Fragestellung für diese Arbeit:

Welche wissenschaftlich fundierte Evidenzlage liegt den physiotherapeutischen Behandlungsmaßnahmen von PatientInnen mit Guillain-Barré-Syndrom zugrunde?

Ziele der Arbeit:

Es soll mittels eingehender Literaturrecherche geklärt werden, welche physiotherapeutischen Maßnahmen zur Therapie von PatientInnen mit Guillain-Barré-Syndrom in der Literatur angeführt werden und inwieweit deren Wirkungsweisen und Effekte untersucht und belegbar sind, damit evidenzbasierte physiotherapeutische Maßnahmen aufgezeigt werden, um anhand der Ergebnisse eine Empfehlung für Behandlungsrichtlinien abgeben zu können.

Diese Arbeit bezieht sich auf die Guillain-Barré-Symptomatik und schließt die chronische inflammatorische demyelinisierenden Polyradikuloneuropathie aus. Des Weiteren werden nur physiotherapeutische Behandlungsmaßnahmen analysiert. Die Elektrotherapie, die Pharmakologie, sowie physiotherapeutische Untersuchungsmaßnahmen werden ausgeschlossen.

Methodische Herangehensweise:

Diese Bachelorarbeit ist eine nicht-empirische Forschungsarbeit, in der eingangs die essentiellen Begriffsdefinitionen rund um das Thema „Guillain-Barré-Syndrom“ geklärt, um anschließend mittels Literaturrecherche physiotherapeutische Behandlungsmaßnahmen zu finden, die für die Beantwortung der zentralen Fragestellung zielführend sind. Es werden nur evidenzbasierte Fachliteratur, Artikel und Studien herangezogen, die nicht älter als 15 Jahre und in deutscher oder englischer Sprache verfasst sind. Eine weitere Limitation ist die kostenlose Verfügbarkeit aller Artikel und Studien. Die vorläufige Literaturrecherche erfolgte mit den Datenbanken Pubmed und PEDro. Die Keywords in verschiedenen Kombinationen ergaben vorläufig acht Ergebnisse, wobei die Literaturrecherche noch nicht beendet ist. Es werden Studien verwendet, die ausschließlich physiotherapeutische Behandlungsmaßnahmen zur Therapie einer Guillain-Barré-Symptomatik herangezogen, wobei Personen jeden Alters eingeschlossen werden. Des Weiteren werden alle Formen von Studien für die Beantwortung der Fragestellung herangezogen (RCTs, Reviews,...), da die Auswahl der gefundenen Ergebnisse keinerlei weitere Selektierung zulässt. Ebenso werden weder Internetseiten und Foren noch Experten-Meinungen verwendet, da diese die Qualität der Arbeit deutlich reduzieren.

Die Auswertungsmethode wird geplanterweise mittels Pedro-Scale erfolgen, eine qualitativ gute Methode, um die ausgewählten Studien analysieren zu können.

Grundlegende Begriffsdefinitionen:

Das klassische Guillain-Barré-Syndrom (GBS) ist eine akute inflammatorische demyelinisierende Polyradikuloneuropathie (AIDP). Die Erkrankung tritt meist akut, in manchen Fällen auch subakut, auf und betrifft das periphere Nervensystem. Typisch für das GBS sind progrediente, von distal nach proximal aufsteigende, periphere Paresen mit schlaffen Muskeltonus und sensiblen Ausfällen. Des Weiteren kann die Erkrankung auch zur Areflexie und/oder zu einer sensiblen Ataxie führen. Nach einem Monat erreichen die klinischen Symptome ihren Höhepunkt, auf den eine progrediente Remiss¬¬¬ion folgt, die von komplett reversibel bis zu irreversibel variiert. Bei zwei Dritteln der PatientInnen ist eine Infektion die Ursache für das Entstehen eines GBS.

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