Titelaufnahme

Titel
Besonderheiten der Abdomensonografie von Kleinkindern
Weitere Titel
Characteristics in abdominal sonography at children
VerfasserHandl, Laurena
Betreuer / BetreuerinKraus, Barbara
Erschienen2014
Datum der AbgabeJanuar 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Pädiatrische Sonografie / Abdomensonografie bei Kinder / Ultraschall
Schlagwörter (EN)pediatrics sonography / abdominal sonography at children / ultrasound
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Ultraschall ist eine wichtige Untersuchung bei der Beurteilung der abdominellen Organe sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern. Der Untersucher muss hierbei mit Unterschieden in der Anatomie, den zu erwartenden Erkrankungen, in der notwendigen technischen Ausstattung und der zu erwartenden Compliance vertraut sein. Diese Arbeit soll die spezifischen Bedingungen bei der sonografischen Untersuchung der abdominellen Organe bei kleinen Kindern im Vergleich zu denen bei Erwachsenen herausarbeiten. Insbesondere soll geklärt werden, inwieweit für die Untersuchung der abdominellen Organe bei Kindern eine spezielle Untersuchungstechnik notwendig ist und inwiefern sich die Organe der Kinder in Bezug auf Echogenität und Größe von denen der Erwachsenen unterscheiden. Besonderes Augenmerk wird auf die Unterschiede, welche die Vorbereitung von Kindern auf die Untersuchung im Vergleich zu Erwachsenen erfordert, sowie auf die hierfür zu Verfügung stehenden Maßnahmen gelegt. Die Fragestellungen werden auf Grundlage der Auswertung aktueller Fachliteratur und mit den bei den Aufenthalten in den radiologischen Praktikumsplätzen gewonnenen Erfahrungen beantwortet. Im Ergebnis wird deutlich, dass sich der Untersuchungsgang bei der sonografischen Beurteilung der abdominellen Organe bei dem (Klein-)Kind insbesondere hinsichtlich der anatomischen Gegebenheiten sowie bei den Maßnahmen zur Sicherstellung einer ausreichenden Compliance der Patientinnen/ der Patienten unterscheidet. Anatomisch sind in erster Linie die dem Alter angepassten Normwerte zu beachten. Unterschiede in der Echogenität sind eher quantitativer Natur, wie zum Beispiel die möglicherweise noch deutlich erkennbare fetale Lappung des Nierenparenchyms. Kinder projizieren Schmerzen sehr häufig unspezifisch auf den Bauch, worin eine weitere diagnostische Herausforderung besteht. Um die Compliance der Kinder zu erhöhen, bietet sich eine breite Palette möglicher Maßnahmen an, die zwar zeitintensiv sein können, aber in der Zusammenschau gewährleisten sollten, dass eine Sedierung der Kinder für eine sonografische Untersuchung nicht erforderlich wird. Hierzu gehört, dass das Kind, welches oft nüchtern bleiben muss, in Anwesenheit der Eltern und in einer ruhigen Umgebung untersucht wird, dass ein mit süßer Flüssigkeit getränkter Schnuller zur Verfügung steht, das Ultraschallgel angewärmt und der ablenkende Blick auf den Monitor verhindert wird.

Zusammenfassung (Englisch)

Ultrasound is an important tool for the examination of abdominal organs both in adults and children. Due to differences in anatomy, pathologies, devices and compliance, the examiner must be prepared to meet the particularities in ultrasound of small children. This paper is aiming to illustrate the specific requisites of ultrasound examination of abdominal organs in children. Differences in examination techniques as well as qualities such as echogenicity and size of infantile organs in comparison to those of adults are analysed. Particular attention is turned to distinctions in the preparation of children prior to examination and to the various measures at disposal in order to alleviate the procedure. Recent medical literature and modern aspects of examination as well as the experiences made during practical training in radiologic institutions have been used to evaluate the questions. Analysis shows noticeable differences in examination of abdominal organs in small children compared to that in adults. This concerns in particular anatomic features of infantile organs and special measures to ensure the required compliance for a successful diagnostic study. Anatomical knowledge concerns primarily the standard values of organ sizes, which converge to those of adults with an approximate body weight of 50 kg. Differences in echogenicity are mostly quantitative and regard aspects such as the fetal lobated parenchyma of the kidneys. Children very often locate pain within the belly in a nonspecific way, challenging therefore the investigator’s diagnostic skills. A broad mixture of measures aiming to improve children’s compliance may help to avoid the necessity of sedation in almost all cases, although apparently time-consuming at first sight. As the examination often requires being jejune, a sweetened comforter and the presence of the parents are mandatory to calm the child as well as a warmed gel. View onto the monitor should be avoided.