Titelaufnahme

Titel
„Frühe Hilfen, Schwangerschaftsbetreuung.“ Zugang zum Hebammenzentrum für armutsgefährdete Schwangere ermöglichen
Weitere Titel
"Pregnancy care." Access to the Hebammenzentrum Vienna for pregnant women with the risk of poverty
VerfasserLonido, Katharina
GutachterKolland, Franz
Erschienen2015
Datum der AbgabeJuli 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Mütter / Soziale Arbeit / Armutsgefährdet / Schwangere / Hebamme
Schlagwörter (EN)Mothers / Social Work / Poverty / Pregnancy / Midwife
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit frühen Hilfen und Betreuung rund um die Schwangerschaft und Geburt von armutsgefährdeten und armutsbetroffenen Schwangeren. Auf der Suche nach der schwer erreichbaren Klientin untersuchen wir bedarfsgerechte Angebote unter Bedingungen gesellschaftlicher Polarisierung. Das unterstützende Angebot (4x kostenlose Hebammenbetreuung, davon 2x Hausbesuche) für Schwangere im Hebammenzentrum in Wien, wird hauptsächlich von gut situierten Klientinnen in Anspruch genommen. Ziel ist es, dieses Angebot auch für armutsgefährdete und armutsbetroffene Schwangere zugänglich zu machen. Es wird der Frage nachgegangen, warum das Angebot von dieser definierten Zielgruppe nicht in Anspruch genommen wird und wie der Zugang zum Hebammenzentrum von der gewünschten Zielgruppe verbessert werden kann.

Die Fragestellung wird auf der Grundlage der Auswertung aktueller Fachliteratur und der Auswertung des entstandenen empirischen Datenmaterials diskutiert. Die empirische Forschung wurde anhand des Expertinneninterviews mit einer Hebamme, als auch der Interviews mit armutsgefährdeten Müttern durchgeführt. Die qualitativen Interviews dienen der Bedarfsanalyse von armutsgefährdeten Schwangeren, deren Auswertung mittels qualitativer Themenanalyse nach Froschauer/ Lueger erfolgt.

Insgesamt kristallisieren sich folgende sechs Hauptkategorien heraus: „Informationsvermittlung“, „Nicht- Inanspruchnahme“, „Materielle Sicherung“, „Soziale Netzwerke“, „Struktur Gesundheitssystem“ und „Bedarf am Hebammenzentrum“.

Im Ergebnis wird ersichtlich, dass ein deutlicher Bedarf an dem Angebot des Hebammenzentrums vorhanden ist, jedoch die Information über die Existenz des Angebotes die erwünschte Zielgruppe nicht erreicht. Aufgrund der Auswertung und der Ergebnisse wird im Projektproposal eine leichte Anpassung des Angebotes vorgestellt und es werden Lösungsansätze, welche die Informationsvermittlung zur Zielgruppe verbessern können, präsentiert.

Zusammenfassung (Englisch)

The following work deals with the “early preventive aid” and support, during the time of pregnancy and birth, for pregnant mothers that are at risk of poverty. While we search for the hard-to-reach clients, we investigate the offers that are appropriate to people's needs in the environment of a polarised society. The support for pregnant mothers, which is offered by the Hebammenzentrum in Vienna, is primarily utilized by clients that are not at risk of poverty. The aim is to improve the access to the support offered by the Hebammenzentrum, for pregnant women that are at risk of poverty, which are mothers with a migrant background, single mothers, unemployed, or less educated mothers. We explore the question of why the offered support is not actually utilized by our defined target group and how we can improve the access to the Hebammenzentrum for them.

This question is discussed on the basis of elaborated current literature and the collected evaluated empirical data. The empirical research implies the expert interviews with midwifes and the qualitative interviews with mothers that are at risk of poverty. The qualitative interviews are used for the analysis of the needs of pregnant women that are at risk of poverty. Their evaluation was carried out using the qualitative content analysis by Froschauer/ Lueger. Altogether we developed six main- categories: providing information, non-usage of offers, substantial security, social networks, structure of the health system, demand for the Hebammenzentrum, and their sub-categories.

The results indicate that there actually is an essential demand for the support offered by the Hebammenzentrum, however it is also clear that the information about the existence of this offers does not reach the desirable target group. Due to the evaluation of the data and its results, we propose a project, that contains a light adaptation of the existing offer and we present different approaches of how to provide the access to information for our target group.