Titelaufnahme

Titel
Alltag von türkisch-muslimischen Jugendlichen : Eine Forschung im Kontext Wiener Moscheevereine
Weitere Titel
Everyday life of turkish-muslim young adults A study in context of Viennese Mosque associations
VerfasserStöckl, Elisabeth
GutachterEtl, Sabine
Erschienen2015
Datum der AbgabeApril 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Islam / Islamische Föderation Wien / Jugendliche / Türken / Moschee / Sultan Ahmet Moschee / Muslime / Wien
Schlagwörter (EN)Islam / Islamic Federation Vienna / Youth / Turkey / Mosque / Sultan Ahmet Mosque Association / Muslim / Vienna
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Lebenswelt türkisch-muslimischer

Jugendlicher aus der mehrheitlich 2. Generation in Wien. Die Arbeit entstand im Rahmen

der Forschungswerkstatt „muslimischer Alltag in Wien - Jugendliche in Moscheen“.

Forschungsfeld ist die Islamische Föderation Wien und im speziellen der Moscheeverein

Sultan Ahmet. Als qualitative Forschungsmethoden kamen teilnehmende, nicht-

teilnehmende Beobachtungen, Leitfadeninterviews und Bildbefragungen zum Einsatz.

Zunächst wird der Frage nachgegangen, wie Moscheevereine am Beispiel der Islamischen

Föderation Wien und der Sultan Ahmet Moschee aufgebaut sind und nach welcher

Vereinsstruktur die aktiven Personen handeln. Desweiteren ist von Interesse, welche

Aktivitäten von der Sultan Ahmet Moschee für die Glaubensgemeinschaft und speziell auch

für Jugendliche angeboten werden. Danach wird exploriert, mit welcher Absicht diese

Angebote gesetzt werden. Die dritte Forschungsfrage beschäftigt sich mit der Motivation,

aus der heraus die Jugendlichen in die Moschee kommen.

Es zeigt sich, dass Sultan Ahmet Moschee und die Islamische Föderation Wien

hierarchisch klar gegliedert und sehr strukturiert sind. Die Sultan Ahmet Moschee bietet eine

Vielzahl von Angeboten für die Vereinsjugend, die dem Zweck dienen, kulturelle und

religiöse Werte an die jüngere Generation weiter zu geben. Zentral erweist sich auch der

Moscheeverein als sicherer Ort für Jugendliche, in dem sie durch Familie, Freunde und

verbindende Freizeitaktivitäten Gemeinschaftlichkeit finden. Werden die Ergebnisse einer

kritischen Betrachtung unterzogen, lässt sich vermuten, dass durch den vermehrten

Aufenthalt im Kontext der Moschee auch eine gewisse Tendenz zur Separation von der

Mehrheitsgesellschaft vorhanden ist.

Auf Basis der Ergebnisse wird ein Projekt zum interkulturellen Austausch zwischen

muslimischen und nicht-muslimischen Jugendlichen generiert.

Zusammenfassung (Englisch)

The subject matter of the present paper is the lifeworld of turkish- Muslim youth, mainly from

the 2nd generation in Vienna. The assignment was created in the course of the research

seminar „muslimischer Alltag in Wien - Jugendliche in Moscheen“ (Muslim life in Vienna -

young people in mosques).

Study field is the “Islamische Föderation Wien” (Islamic Federation Vienna) and in particular,

the “Moscheeverein Sultan Ahmet” (Sultan Ahmet Mosque Association). Qualitative research

methods include photo elicitation, participatory and non-participatory observations and

guideline- based interviews.

The study focuses on the organisational structure of the “Islamische Föderation Wien” and

particularly on the “Moscheeverein Sultan Ahmet”. The next key aspect addresses the

activities offered for young people by the Sultan Ahmed Mosque. The third research

question focuses on the motivation of the youth for visiting the mosque.

The results shows that the explored “Sultan Ahmed Moschee” and “the Islamische

Föderation Wien” are hierarchically organized and very structured. The “Sultan Ahmed

Moschee” offers a variety of activities for the youth of the mosque, which serve the purpose

to pass on cultural and religious values to the younger generation. The mosque serves as a

safe place for young people, where they find communality through family, friends, and

connecting activities . By examining the results critically, it is assumable that the members of

the mosque tend to separate themselves from the majority of the society through spending a

lot of time in the context of the mosque.

A project for the intercultural exchange between Muslim and non-Muslim youth is generated

on the basis of the results.