Titelaufnahme

Titel
Karrieresprungbrett Devianz – Muss ich süchtig gewesen sein um Süchtige zu beraten? Systemische Denkansätze für erfolgreiche Beratungen
Weitere Titel
Career springboard deviance - Do I need personal addiction experience to advise addicts? Systemic approaches for successful consultations
VerfasserKraihammer, Maria Illari
Betreuer / BetreuerinLehr, Bernhard
Erschienen2014
Datum der AbgabeMärz 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Systemische Soziale Arbeit / Systemische Beratung / Systemische Haltung / Wiener Schule / Persönliche Erfahrungen
Schlagwörter (EN)Systemic Social Work / Systemic Consulting / Systemic attitude / Viennese School / Personal experiences
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Aus der Perspektive der Wiener Schule, eines Ansatzes systemischer Sozialer Arbeit, welche für diese Arbeit exemplarisch gewählt wurde, sind Sozialarbeiter_innen keine passiven Beobachter_innen. Vielmehr beeinflussen sie - gewollt oder ungewollt - die Lebenssituation ihrer Klient_innen. Diese Arbeit widmet sich der Problemstellung, ob es im beraterischen Kontext notwendig ist die Lebenslage von Klient_innen am eigenen Leib erfahren zu haben, um eine helfende Beziehung aufbauen zu können und damit einen erfolgreichen Prozess zu gewährleisten. Um die Frage zu diskutieren, ob es sogar förderlich für Sozialarbeiter_innen sein kann ähnliche deviante Erfahrungen gemacht zu haben, erfolgt eine Auseinandersetzung mit der Problemsicht aus systemischer Warte. Davon ausgehend werden Lösungsansätze und die damit einhergehende Rolle der Berater_innen diskutiert. Hierfür wird erörtert, welche Bedeutung Zwangskontext, Widerstand, Selbstreflexion und persönliche Erfahrungen besitzen. Insgesamt wird in dieser Arbeit auch versucht, ansatzweise Antworten zu formulieren, um vor diesem Hintergrund Methoden und Interventionen zu beschreiben, die zugunsten von Klient_innen in der Praxis anwendbar sind.

Zusammenfassung (Englisch)

From the perspective of the Vienna School, a systemic social work approach, which has been chosen for this bachelor thesis, social workers are not only observers. Nevertheless they affect - intentionally or unintentionally - the lives of their clients. This paper questions if it is necessary in the context of counseling to have experienced the same living conditions as the clients and if this is important for building a helping relationship, thus to ensure a successful helping process. In order to discuss the question of whether it can even be beneficial for social workers having experienced similar situations, an examination of “problems” from a systemic point of view will be done. Then solution approaches and the associated role of the counselor are discussed. Therefore the importance of forced context, resistance, self-reflection and personal experiences will be given attention. Altogether this work also attempts to show methods and interventions that are applicable in favor of clients in practice.