Titelaufnahme

Titel
Housing First in Wien : Entwicklungen am Wiener Wohnungsmarkt
Weitere Titel
Housing First in Vienna Developments at the viennese housing market
AutorInnenKytir, Sebastian
GutachterMelinz, Gerhard
Erschienen2015
Datum der AbgabeDezember 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)housing first / obdachlos / wohnungslos / FSW / BzWo / FAWO / P7 / ETHOS / FEANSTA / WWH / Wiener Wohnungslosenhilfe / Stufensystem / Stufenmodell / pathyways to housing
Schlagwörter (EN)housing first / homeless / shelterless / FSW / BzWo / FAWO / P7 / ETHOS / FEANSTA / WWH / Viennese Assistance to the Homeless. / continuum of care / pathyways to housing
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die Debatte um leistbaren Wohnraum ist allgegenwärtig. In Wien sind die Mieten im interna- tionalen Vergleich immer noch relativ günstig. Hauptverantwortlich dafür zeichnet sich der in Wien historisch sehr intensive kommunale Wohnungsbau und eine breite objektseitige För- derung von gemeinnützigem Wohnungsbau. Heute wohnen ca. ein Viertel der Wiener Bevöl- kerung in einem Gemeindebau, der Großteil der Neubauten wird gefördert. Allerdings zeigen Analysen, dass die Mieten in Wien in den letzten Jahren stärker gestiegen sind als im euro- päischem Schnitt. Vor allem im Bereich der freien Mieten gibt es Steigerungsraten die enorm sind. So lag die Durchschnittliche Steigerung bei Neuvermietungen in diesem Segment bei fast 7% pro Jahr. Auch die durchschnittlichen Mietkosten für alle Segmente (gemeinnützig und privat) sind in dieser Zeit Stärker gestiegen als die Inflation und die Einkommen. Die Tendenz zur Vergabe von befristeten Mietverträgen trägt noch zusätzlich zu einer Verschär- fung am Wohnungsmarkt bei. Dies führt dazu, dass leistbarer Wohnraum für immer mehr Menschen nicht mehr vorhanden ist, und immer mehr Menschen auf die Leistungen der WWH angewiesen sind. Ausgehend davon soll das System der WWH untersucht werden. Dieses blickt auf eine lange Geschichte zurück und es gibt mittlerweile eine Vielzahl von An- geboten, die in einem Stufensystem auf die verschiedenen Bedarfslagen der KlientInnen reagieren sollen. Dieses Stufensystem ist allerdings seit längerer Zeit stark in der Kritik. Vor allem im Bereich der KlientInnen mit Multiproblemlagen versagt dieses System immer wie- der. Der Stress der wiederholten Entwurzelung durch die häufigen Umzüge steht hier genau so in der Kritik, wie die eingeschränkte Privatsphäre in Übergangseinrichtungen. Auf dem langen Weg bis zur eigenen Wohnung, der von Stufe zu Stufe hochschwelliger wird und mit mehr Anforderungen verbunden ist, fallen viele KlientInnen aus dem System, oder bleiben in ihm stecken. Zu hinterfragen ist auch, inwieweit die Skills die vermittelt, und die Anforderun- gen die in betreuten Settings gestellt werden überhaupt auf das selbständige Leben in einer eigenen Wohnung vorbereiten können, oder ob nicht sogar das Gegenteil der Fall ist, und sie eher das eigenständige Leben “verlernen”. Diese Kritik hat dazu geführt, dass nach alternati- ven Konzepten gesucht wurde, und mit dem housing first Ansatz ein solcher entwickelt wur- de . Da auch in Wien immer verstärkter nach diesem Ansatz gearbeitet wird, soll dieser vor- gestellt werden und auf die mögliche und bisherige Implementierung in das System der WWH eingegangen werden.

Zusammenfassung (Englisch)

The debate about affordable housing is omnipresent. In Vienna rents are cheap as compared to international standards. Meanly because in Vienna historically there have been intensive communal housing and a broad funding of social housing. Today around a quarter of the Viennese population is living in blocks of council flats, the majority of the new buildings is socially funded. Although analysis are showing that rents in Vienna went up in the past few years more than in other European countries - averagely by 7% per year when newly rent. Also the average rent for all segments (communal or private) in this period of time has in- creased more than the inflation and the income by that time. Also temporary rents aggravate the housing situation, which lead to the situation that less affordable housing was available for people that are then more depended on the services of WWH. In consequence this sys- tem should be questioned, which has been there for so many years and has developed so many services that should step by step react to and fulfill the needs of the clients. But this system has been under fire for a long time already. Mainly clients in more than one problem- situation suffer from it. The stress that comes from social dislocation when they have to move repeatedly or their limited private sphere is equally disturbing and has to be criticized.

On their long way, step by step, combined with requirements, to get their own appartement, many clients fall out of the system or get stuck in it. To be doubted is also if these skills and requirements that are put on those hosted settings are suitable to teach the client indepen- dent housing and living in own apartments or if they on the contrary “unlearn” independent living that way. These critics have lead to the search for alternative concepts - and it was finally developed with the housing first approach.

In Vienna they have more and more worked on, also included this approach so it’s a good reason to introduce the housing first project and the possibilities to implement it to the system of WWH - even more than it has before.

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