Titelaufnahme

Titel
Das Holocaust-Syndrom als Form der posttraumatischen Belastungsstörung
Weitere Titel
The Holocaust-Syndrome as a form of posttraumatic stress disorder
VerfasserMayerhofer, Stephanie
GutachterKeil, Sylvia
Erschienen2014
Datum der AbgabeApril 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Holocaust-Syndrom / posttraumatische Belastungsstörung / Child Survivors / Soziale Arbeit / ESRA / Alter / Re-Traumatisierung
Schlagwörter (EN)Holocaust-Syndrome / posttraumatic stress disorder / child survivors / social work / ESRA / old age / re-traumatization
Zugriffsbeschränkung
 _
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Das Holocaust-Syndrom fällt unter die Diagnose einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung. „Child Survivors“ zählen aufgrund ihres jungen Alters während der traumatischen Erlebnisse ihrer Verfolgung durch das NS-Regime zu der Überlebendengruppe, auf die sich posttraumatische Belastungsstörungen besonders schwerwiegend auswirken können. Erschwerend kommt hinzu, dass ihnen die Anerkennung als Überlebende, Entschädigung und der Anspruch auf Behandlung posttraumatischer Belastungsstörungen lange Zeit verwehrt wurde. Soziale Probleme sind meist Nebenwirkungen von Traumatisierungen. In der Arbeit wird aufgezeigt, welche traumaspezifischen Angebote Soziale Arbeit in der psychosozialen Betreuung von Child Survivors am Beispiel des psychosozialen Zentrums ESRA setzen kann. Niederschwellige, aufsuchende Soziale Arbeit in Form von Beratungsgesprächen, Beziehungs- und Biografiearbeit sowie die Konzepte der Lebenswelt- und Alltagsorientierung und soziale Gruppenarbeit stehen im Fokus der Betreuungsangebote, um den Zugang zu weiterführenden Unterstützungsmaßnahmen wie der Psychotherapie zu erleichtern und den Betroffenen bestmöglich zu helfen.

Zusammenfassung (Englisch)

The Holocaust-Syndrome is considered as a complex posttraumatic stress disorder. Child Survivors are amongst the group of survivors most likely to suffer from posttraumatic stress disorders because of their young age during the traumatic incidents caused by the prosecution of the NS-regime. To make things worse, recognition as survivors, restitution and entitlement to treatment of their posttraumatic stress disorders have been refused for a long time. Adverse effects of traumata are social problems for the most part. This Bachelor thesis shows the range of trauma specific social work for psycho-social support of child survivors using the example of the psycho-social centre ESRA. The focus of supports is on low threshold, outreach social work in the form of counseling sessions, relationship work and biography work as well as the concepts of orientation to living conditions, coping with everyday life and social group work, which facilitate the approach to further support measures such as psychotherapy and to assist the persons concerned at the best.