Titelaufnahme

Titel
Suizidalität im Alter - Ein gesellschaftliches Phänomen als Herausforderung für die Soziale Arbeit
Weitere Titel
Suicidality in old age – A social phenomenon as a challenge for social work
VerfasserKilic, Jasmin
Betreuer / BetreuerinManfredini, Ina
Erschienen2014
Datum der AbgabeApril 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Suizidalität / Suizid / Alter / alte Menschen / Bilanzsuizid / Risikofaktoren / Suizidprävention
Schlagwörter (EN)suicidality / suicide / seniority / elderly people / rational suicide / risk factor / suicide prevention
Zugriffsbeschränkung
 _
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko durch Suizid zu versterben. Hinter dem Entschluss zu einer Suizidhandlung verbergen sich oft ausweglos erscheinende Lebenssituationen oder akut eintretende kritische Lebensereignisse, die sich zu einer schweren Krise verdichten können. Massive Gefühle der Hoffnungslosigkeit und Überforderung sind die Folge, ein Weiterleben unter den gegebenen Umständen scheint nicht mehr erträglich. Suizidhandlungen im Alter sind meist kein Hilfeapell an andere, sondern vielmehr als letzter Akt einer hoffnungslos erscheinenden Lebenslage zu verstehen.

Suizide älterer Menschen werden eher gebilligt als bei jüngeren Menschen. Der Begriff „Bilanzsuizid“ suggeriert eine rational getroffene Entscheidung zur Selbsttötung. Aufgrund eines negativen Altersbildes wird das höhere Lebensalter als gesellschaftliche und persönliche Last betrachtet, somit wird der Suizid am Ende eines „gelebten Lebens“ als verständlich und sogar sinnvoll angesehen. Aus diesem Grund sind Maßnahmen zur Suizidprävention erforderlich, die zum einen die Gesellschaft für die Suizidproblematik sensibilisieren, zum anderen ältere Menschen dabei unterstützen, Wege aus der suizidalen Krise zu finden und den letzten Lebensabschnitt lebenswert zu gestalten.

Zusammenfassung (Englisch)

With advancing age the risk of committing suicide increases. Desperate living conditions or acute occurring life events can intensify to a serious crisis and often lead to the decision of committing suicide. The consequences are grand emotions of hopelessness and excessive demand, staying alive seems unbearable under these circumstances. Suicidal actions at old age are mostly no appeal for help but rather have to be understood as the last resort of a seemingly hopeless situation.

Suicidal actions at old age are more approved than suicidal actions at young age. The term „rational suicide“ suggests that the decision of committing suicide has been a rational one. Due to a negative image, people of old age are seen as a personal burden and a burden for society in general, therefore committing suicide at the end of a life lived is seen as understandable and even reasonable. Therefore arrangements for suicide prevention are necessary in order to support elderly people to find a way out of the suicidal crisis and to make the last period of life worth living.