Titelaufnahme

Titel
Alaria alata, der Dunckersche Muskelegel - : Biologie, Epidemiologie, Nosologie & Diagnostik
Weitere Titel
Alaria alata, Duncker's muscle fluke - Biology, Epidemiology, Nosology & Diagnostics
VerfasserHadl, Sandra
Erschienen2014
Datum der AbgabeJuni 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Alaria alata / Dunckersche Muskelegel / Mesozerkarien / Wildschweine
Schlagwörter (EN)Alaria alata / Duncker's muscle fluke / Mesocercariae / Wild boars
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Trematoda (Saugwurm) Alaria alata, da der Parasit immer wieder zufällig im Rahmen der offiziellen Trichinenuntersuchung bei Wildschweinen nachgewiesen wurde und für den Menschen gesundheitsgefährdend sein kann.

Alaria alata lebt als adulter Wurm im Darm von Fleischfressern, vor allem Hunden. Die vom Egel produzierten Eier werden mit dem Kot der Karnivoren ins Wasser abgegeben. Über zwei obligatorische Zwischenwirte (Erster Zwischenwirt: Schnecke, Zweiter Zwischenwirt: Kaulquappe, Frosch) entwickeln sie sich weiter und gelangen wieder in den Endwirt. Zusätzlich können Mesozerkarien Wildschweine befallen, wenn diese infizierte Frösche aufnehmen. Das Mesozerkarial-Stadium wird im zweiten Zwischenwirt gebildet.

Der Mensch kann eine Alaria-Infektion erwerben, in dem er rohes oder halbrohes, infiziertes Wildschweinfleisch konsumiert. Weltweit wurden erst einige Fälle dieser Krankheit beim Menschen beschrieben.

Über die Häufigkeit des Egels in paratenischen Wirten liegt nur wenig Information vor. Mittlerweile gibt es erste Ergebnisse: In einer von Juni 2011 bis Feber 2012 im Osten Österreichs (Burgenland, Niederösterreich und Wien) durchgeführten Studie, wurden 451 Wildschweine getestet und in 30 Proben konnten Mesozerkarien mit Hilfe der Migrationstechnik nachgewiesen werden. Diese Technik stellt eine sensitive Methode für den Nachweis von Alaria-Mesozerkarien in Wildschweinfleisch dar.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this work is to present the trematode Alaria alata, because of incidental findings of Alaria alata in meat of wild boars during official Trichinella inspection. Due to the lack of reliable data concerning the prevalence of Alaria alata, this bachelor thesis carries together all important information about the parasite, which has been published in the last decades.

Alaria alata is an intestinal parasite of some carnivores, mostly dogs, as final hosts. These hosts excrete the eggs of the fluke. When they get into water they need two obligatory intermediate hosts (1st: snail, 2nd: frog or tadpole) to develop. Paratenic hosts, for example wild boars, can extend this life cycle. The mesocercarial stage, which is developed in the second obligatory host, can be transmitted to paratenic hosts by oral intake. Worldwide there are only a few reports of human larval alariosis and none have been reported in Austria.

There is only few data on the fluke concerning paratenic hosts. Meanwhile first results have been published. A study, focused on wild boars in the eastern parts of Austria (Vienna, Lower Austria and Burgenland) found, that 30 of 451 tested wild boar samples were positive for Alaria alata, using the migration technique. This method has a high sensitivity for the mesocercarial stage.