Titelaufnahme

Titel
G-CSF beim Mammakarzinom : Der Wachstumsfaktor als möglicher Biomarker und weitere Eigenschaften von G-CSF in Bezug auf die Tumorentwicklung
Weitere Titel
G-CSF and the mammary carcinoma The growth factor as potential biomarker and other characteristics of G-CSF concerning tumor development
VerfasserWeiler, Veronika
Erschienen2014
Datum der AbgabeJuni 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Mammakarzinom / G-CSF / Biomarker
Schlagwörter (EN)mammary carcinoma / G-CSF / biomarker
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Das Mammakarzinom stellt die häufigste Krebserkrankung aller Frauen in den westlichen Industrieländern dar.

Zur frühestmöglichen Diagnose werden verschiedene Verfahren angewandt, allen voran die Mammografie. Um eine genauere Aussage über die Art des Tumors treffen zu können werden Tumormarker eingesetzt, welche verschiedene Informationen liefern. Beispielsweise geben sie Auskunft über die Ausstattung an Wachstumsfaktorrezeptoren auf der Oberfläche der Tumorzellen, über ihre Proliferationsrate, oder lassen ein mögliches Rezidiv der Erkrankung früh erkennen. Da diese Biomarker jedoch in ihrer Qualität, aufgrund von Faktoren wie geringer Sensitivität oder Spezifität, eingeschränkt sind, wird derzeit an neuen Biomarkern geforscht.

In diesem Zusammenhang wird der Wachstumsfaktor G-CSF immer interessanter, da in verschiedenen Studien, wie bei Lyon, McCain et al.[1] nachgewiesen werden konnte, dass sich die Serumkonzentrationen dieses Zytokins bei Brustkrebspatientinnen von jenen bei gesunden Probandinnen signifikant unterscheiden. Auch im Vergleich verschiedener Tumorstadien konnten Unterschiede festgestellt werden [2].

G-CSF wird beim Mammakarzinom auch adjuvant bei der Chemotherapie eingesetzt. Weil es durch die zytostatische und zytotoxische Wirkung der Chemotherapeutika zu einer starken Schädigung des Blutbildes kommen kann, wird die Infektanfälligkeit enorm erhöht. Um dem entgegen zu wirken wird G-CSF verwendet, da es für die Stimulation der Hämatopoese verantwortlich ist und somit hilft, die Phase einer gefährlichen Neutropenie abzumildern und zu verkürzen.

In verschiedenen Studien [3,4] wurde jedoch festgestellt, dass G-CSF auch positive Eigenschaften in Bezug auf Entwicklung des Tumors hat. Beispielsweise wird eine verstärkte Angiogenese auf erhöhte G-CSF Serumspiegel zurückgeführt [3].

Die folgende Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Aussagekraft von G-CSF als Biomarker für Brustkrebs, sowie dem Einsatz und der Qualität herkömmlicher Biomarker.

Außerdem soll dargestellt werden, welche Auswirkungen erhöhte Serumkonzentrationen des Zytokins auf die Entwicklung des Mammakarzinoms haben.

Zusammenfassung (Englisch)

Breast cancer is the most common type of cancer among women in the western industrial countries.

For diagnosis, prognosis, epidemiology and in order to improve treatment, biomarkers are used to obtain more detailed information about the cancer. Established biomarkers are the estrogen receptor (ER) or the human epidermal growth factor receptor 2 (HER2). Also CEA or CA 15-3 are assessed routinely.

However, due to factors like low specifity or sensitivity the validity is limited and research is done to identify new biomarkers. In this respect, G-CSF becomes more and more interesting, as it was found that the serumlevels of this cytokine are increased in breast cancer patients compared to a healthy control group [1]. Also between low and higher tumor stages differences could be demonstrated [2].

G-CSF prophylaxis is also used in patients undergoing chemotherapy. By stimulating the haematopoesis this growth factor counteracts the depletion of the granulocytes during chemotherapy and helps to prevent a grade 4 or febrile neutropenia.

In several studies [3,5] also positive effects of G-CSF were shown concerning the growth and the development of the tumor. For instance, high serumlevels in breast cancer patients led to an increased angiogenesis.

The following bachelors thesis deals with the significance of G-CSF as biomarker for breast cancer and covers the use and quality of traditional biomarkers. Additionally, the impact of elevated serumlevels on the progress of the tumor should be portrayed.