Titelaufnahme

Titel
Prozess zur Herstellung, Aufreinigung und Abfüllung von humanem Serumalbumin (HSA) mittels Pichia pastoris : Cleaning in Place (CIP)
Weitere Titel
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VerfasserStecher-Köhler, Daniela
GutachterMaurer, Michael ; Bliem, Rudolf Friedrich
Erschienen2015
Datum der AbgabeJuni 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Fermentationsprozess / Human Serum Albumin / Pichia pastoris / Cleaning in Place (CIP) / R&I- Schema / Lastenheft / Pflichtenheft / Spezifikation / Standard Operating Procedure (SOP) / Inprozess- Kontrolle (IPK) / Master Batch Record
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Das Ziel dieser Bachelorarbeit war, die Entwicklung eines skalierbaren und reproduzierbaren zweistufigen Bioprozesses zur Herstellung von Biomasse unter kontrollierten Bedingungen im Batch- und Fed-Batch Verfahren von der Working Cell Bank (WCB) bis zur Abfüllung. Das Gesamtprojekt der Herstellung, Aufreinigung und Abfüllung von humanem Serumalbumin (HSA) mittels der Host Cell- Linie Pichia pastoris wurde als Gruppenarbeit gestaltet, wobei jedes Projektmitglied einen spezifischen Teilabschnitt des Produktionsprozesses erarbeitete.

Der Teilabschnitt „Cleaning in Place (CIP)“ bildet die Schnittstelle zwischen der abgeschlossenen Produktion von HSA und der Sterilization in Place (SIP) der Produktionsanlage. Bei der GMP- konformen Planung und Auslegung dieser CIP- Anlage, lag der Fokus auf der automatisierten Reinigung des Produktionsfermenters für HSA.

Es kommt eine mobile Cleaning in Place- Station zum Einsatz, während die verwendete statische Sprühkugel im Fermenter selbst permanent eingebaut bleibt. Nach vorangestellter manueller Reinigung von Einbauten am Fermentationsbehälter, läuft der Reinigungsprozess vollautomatisiert über das Prozessleitsystem ab. Nach Vorspülen des Systems mit Wasser für Injektionszwecke (WFI) folgt eine heiße Spülung mit Natronlauge. Weiters folgt eine Zwischenspülung mit WFI, der die Zitronensäure- Spülung nachgeschaltet wird. Die finale Spülung mit WFI bei 80 °C schließt den Reinigungsprozess des CIP ab. Als erster Freigabeparameter der Reinigung dient die Leitfähigkeitsmessung des WFI- Wassers während der finalen Spülung, welche einen Wert von kleiner 4,3 µS/cm für mindestens 4 Minuten garantieren muss. Als zweiter Freigabeparameter wird die Bestimmung des TOC- Gehalts (gesamter organischer Kohlenstoff) herangezogen, die mittels Probenahme am Ende der finalen Spülung (WFI) erfolgt. Danach ist der Produktionsfermenter bereit für die Sterilisation (SIP).

Für den Teilabschnitt „Cleaning in Place“ wurde zu Beginn als Erarbeitung des Prozessablaufes, ein Rohr- und Installationsplan (R&I- Schemata) erstellt. Grundlegende Anforderungen der Anlage wurden mittels Lastenheft erarbeitet. Im Pflichtenheft wurden anschließend technische Details aufgezeigt. In der Spezifikation sind die genau definierten technischen Daten des Herstellers dieser Anlage festgehalten. Für den Gesamtprozess der automatisierten Anlagenreinigung wurde eine Standardarbeitsanweisung (SOP) erstellt, die alle Teilarbeitsschritte des Reinigungsprozesses aufzeigen, welche auch für die Herstellvorschrift, Master Batch Record (MBR), als Grundlage dienten. Mit den In-Prozess-Kontrollen (IPKs) wurde das Arbeitspaket des Teilabschnittes „CIP“ abgeschlossen. Hier wurden Methoden für die Kalibrierung einer Leitfähigkeits- Messsonde sowie die Identifikation und Konzentrationsbestimmung von Zitronensäure erarbeitet.

Nach Zusammenfügen der verfassten Teilabschnitte der einzelnen Projektmitglieder, konnte abschließend der Gesamtprozess, zur Herstellung von humanem Serumalbumin mittels Pichia pastoris, präsentiert werden.

Zusammenfassung (Englisch)

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