Titelaufnahme

Titel
„Einfach“ guter Hoffnung sein? : Versuch über die Selbstbestimmung in der modernen Geburtskultur
Weitere Titel
Simply pregnant? Essay about self-determination in modern birth-culture
VerfasserJungmeier, Sabrina
Betreuer / BetreuerinKutalek-Mitschitczek, Brigitte
Erschienen2014
Datum der AbgabeJuni 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Selbstbestimmung / Schwangerschaft / Pränataldiagnostik / Genetische Beratung
Schlagwörter (EN)self-determination / pregnancy / prenatal diagnosis / genetic consultation
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

In der vorliegenden Arbeit wird der Popularität des Begriffes „Selbstbestimmung“ Rechnung getragen, dabei ist es in besonderer Weise interessant, welche Bedeutungsdimensionen die Begrifflichkeit umfasst, um dann im weiteren mit einer gewissen Sensibilität für die Begrifflichkeit die Frage zu analysieren, wie selbstbestimmt heute Frauen schwanger sein können.

Es wird im ersten Teil ersichtlich, dass der Begriff unterschiedliche Bedeutungs-dimensionen umfasst und eine hohe Kontextvariabilität aufweist. Dabei wird im Speziellen der Bezugsrahmen, in dem mit dem Begriff innerhalb der medizini-schen Disziplin operiert wird und die philosophischen Grundlagen, die den Begriff determinieren, untersucht.

Sprachanalytisch weist der normative Leitbegriff jedoch Leerstellen auf, die von Sprachakteuren gekonnt besetzt werden, um zu polarisieren und zu mobilisieren.

Der Bedeutung der „reflexiven Selbstbestimmung“ wird ein hoher Stellenwert eingeräumt, da es hier gelingt gesellschaftliche Zuschreibungen und Erwartungen zu vergegenwärtigen.

Im zweiten Teil der Arbeit wird zuerst das geänderte Verhältnis zum menschlichen Körper und dessen Gesundheit genauer beleuchtet, das als Grundlage für die Bereitschaft präventiver Medizin angesehen wird. Darauf aufbauend wird versucht genau diese speziellen gesellschaftlichen Erwartungen und Veränderungen der medizinischen Landschaft aufzuzeigen, die die so stark eingeforderte „Selbstbestimmung“ schwangerer Frauen zu einem Paradoxon werden lässt. Dabei wird der Pränataldiagnostik und der genetischen Beratung ein besonderes Augenmerk geschenkt.

Zusammenfassung (Englisch)

In the following bachelor thesis, the popularity of the term „self-determination“ will be taken into account, focusing especially on what dimension of meanings the term contains and furthermore with sensitivity for the term, analyse, how self-determined pregnant women can be today. In the first part of the thesis it is made apparent, that the term comprises different meanings and shows a high, contex-tual variability. Especially the frame of reference, used by the medical discipline and the philosophical basics, determining the term, are being explored

However, linguisticly analysed, the normative main term contains space that is masterly filled to polarize and mobilize by linguistic players. A high value is given to the "reflexive self-determination", because it succeeds in realizing social attributions and expectations.

In the second part of the thesis, the changing relation to the human body and its health, which is seen as the basic willingness to preventive medicine, are being examined in detail. Based on that, I to show these specific expectations and changes in the medical scene, which make the highly demanded „self-determination“ of pregnant women become a paradox. In doing so, special atten-tion is given to prenatal diagnosis and genetic consultation.