Titelaufnahme

Titel
Zeitgerechtes Gebären: Wie lange darf die Austreibungsperiode dauern?
Weitere Titel
Birth in Time: How Long can the second stage of Labour?
VerfasserNunner, Marianne
Betreuer / BetreuerinKutalek-Mitschitczek, Brigitte
Erschienen2014
Datum der AbgabeJuni 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Austreibungsperiode / Dauer / Physiologische Geburt
Schlagwörter (EN)second stage of labour / Duration / pysiological birth
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

In der Praxis kann man immer wieder beobachten, dass Ärzte/ Ärztinnen und Hebammen in der Austreibungsperiode der Geburt unter Zeitdruck geraten, weil das Kind innerhalb einer Zeitspanne geboren sein muss. Diese Zeitvorgabe beträgt bei Erstgebärenden zwei Stunden und bei Mehrgebärenden eine Stunde. Sollte die Gebärende eine Periduralanästhesie erhalten haben, hat sie, sowohl als Erst- als auch als Mehrgebärende, eine Stunde länger Zeit. Ist das Limit aber erreicht, wird häufig interveniert, um die Geburt rasch zu beenden. Es kommt zum Einsatz des Kristeller-Handgriffs und vaginal-operativer Entbindungsmethoden.

Dieses Zeitlimit der Austreibungsperiode wird in der folgenden Arbeit näher betrachtet. Es soll beleuchtet werden, wer die Zeitvorgabe festlegte, wo sie geschrieben steht und ob sie überhaupt festgelegt ist. Weiters wird das fetale und maternale Outcome geprüft, sollte die Austreibungsphase länger als die oben genannten ein bzw. zwei Stunden dauern.

Die Recherche für diese Arbeit fand in den medizinischen Datenbanken der FH Campus Wien und der medizinischen Universität Wien statt. Studien und Richtlinien, sowie Artikel wurden herangezogen.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass sich das fatale Outcome durch eine länger dauernde Austreibungsperiode wenig verschlechtert, das maternale Outcome dagegen stark. Beweggründe gibt es also, für die Dauer der Austreibungsperiode zeitliche Grenzen zu stecken.

Zusammenfassung (Englisch)

Because of strict time span in clinical practice in the second stage of labor during birth, it is frequently observed that medical personel, especially physicians and midwifes, are pressed for time. The permitted duration in case of primipara is two hours, in case of multipara it is one hour. If the mother-to-be received epidural analgesia the timing is extended by one hour in both conditions. If this time allowance is reached, usually interventions are taken to accelerate the birth process. For this purpose the Kristeller-manoeuvre or operative vaginal delivery methods are applied.

In this thesis the time limit for the second stage of labor and its origin in literature is critically evaluated. Further, the fetal and maternal outcome in births which last longer than the described time allowances will be presented

For this theses, inquiries were done in the medical databases of the FH Campus Wien and the Medical University of Vienna. Studies and guidelines as well as medical publications were consulted.

In summary the fetal outcome changes slightly tot he worse, whereas the maternal otcome degrades markedly. So there are reasons for a limit of the duration for second stage of labour.